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Co-Intelligence

// Transkript

#44: KI 2026: Schafft Deutschland den Anschluss? Ein Kreuzverhör zu Energie und Industrie

Vollständiges Transkript dieser Episode des Co-Intelligence Podcasts. 6.150 Wörter. · Auf YouTube ansehen ↗

0:00 Intro & Begrüßung

0:00 Benjamin Wüstenhagen: Das große KI Kreuzverhör,

0:01 Benjamin Wüstenhagen: wir umrunden die Welt von

0:04 Benjamin Wüstenhagen: Rohstoffwettbewerb

0:06 Benjamin Wüstenhagen: bis hin zur Verantwortung und KI.

0:08 Magdalena Beilmann: Denn KI ersetzt keine Verantwortung, im

0:11 Magdalena Beilmann: im Gegenteil, sie liegt schonungslos offen, wer wirklich mitdenkt und wer nicht.

0:20 Benjamin Wüstenhagen: Willkommen zurück zu Co-Intelligence,

0:22 Benjamin Wüstenhagen: eurem KI Lernpodcast

0:24 Benjamin Wüstenhagen: in der Episode

0:25 Benjamin Wüstenhagen: 44,

0:26 Benjamin Wüstenhagen: was für eine Schnapszahl mit

0:28 Benjamin Wüstenhagen: Magdalena Beilmann in Vertretung von Moritz Heininger und mir Benjamin Wüstenhagen.

0:34 Benjamin Wüstenhagen: Nachdem wir beim letzten Mal eingestiegen sind in wie KI Maggie in ihren täglichen Arbeiten als Go to Market Lead hilft, haben wir vereinbart, wenn ich Sie schon vor die Kamera zerren,

0:46 Benjamin Wüstenhagen: dann darf sie mir einmal eine Frage stellen, die sie

0:49 Benjamin Wüstenhagen: möchte.

0:50 Deutschland im KI-Diskurs: Verlieren wir den Anschluss?

0:51 Benjamin Wüstenhagen: Insofern

0:51 Benjamin Wüstenhagen: ich heute im Kreuzverhör.

0:54 Magdalena Beilmann: Wir starten direkt rein.

0:56 Magdalena Beilmann: Was würdest Du sagen, Benjamin, wo ist Deutschland im KI Diskurs?

1:01 Magdalena Beilmann: Langsam.

1:04 Benjamin Wüstenhagen: Wo nicht? Nein,

1:06 Benjamin Wüstenhagen: wir haben wir haben das öfter mal diskutiert.

1:11 Benjamin Wüstenhagen: Ich auch schon in anderen in anderen Formaten hier gehabt. Ich glaube, dass wir wirklich

1:16 Benjamin Wüstenhagen: zusehen müssen, nicht nur in Deutschland, auch generell in Europa, hier den Anschluss nicht zu verlieren beziehungsweise wir müssen zusehen, ihn wieder zu bekommen, weil ich meine, wir haben ihn schon von one.

1:25 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaube, wir haben hier noch nicht verstanden,

1:27 Benjamin Wüstenhagen: was grade im Gange ist. Ich red nicht von denjenigen, die hier grad zuschauen oder zuhören. Ich glaube, wir haben das schon,

1:34 Benjamin Wüstenhagen: sondern generell in der Gesellschaft, in der Politik.

1:37 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaub, wir haben hier die größte

1:39 Benjamin Wüstenhagen: Revolution

1:40 Benjamin Wüstenhagen: industrielle Natur, die wir erlebt haben, wahrscheinlich schon größer als das, was wir, keine Ahnung, in den Achtzehnhundertsechzigern

1:46 Benjamin Wüstenhagen: oder so hatten. Also eine noch mal schnellere Revolution als die industrielle.

1:51 Benjamin Wüstenhagen: Und

1:53 Benjamin Wüstenhagen: ich hab nicht das Gefühl, dass es hier auf der Agenda der Politik ganz oben ist. Ich hab nicht das Gefühl, dass wir ein Anspruch haben,

1:59 Benjamin Wüstenhagen: führend sein zu wollen.

2:01 Benjamin Wüstenhagen: Und ich sehe auch nicht, wie hier schnelle Entscheidungen getroffen werden. Natürlich, es gibt ein paar Chipfabriken, die die EU geplant hat.

2:09 Benjamin Wüstenhagen: Viele reden von KI, aber letztlich setzen wir entweder amerikanische

2:13 Benjamin Wüstenhagen: oder chinesische Modelle ein. Aber wir haben als Europa grade keinen Führungsanspruch.

2:18 Magdalena Beilmann: Jetzt hast Du schon

2:20 Magdalena Beilmann: amerikanisch und chinesisch gesagt. Sind das deiner Meinung nach auch die Länder, die's besser machen als Deutschland?

2:27 Benjamin Wüstenhagen: Ja, also es die Frage ist, was ist besser?

2:30 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaube,

2:32 Benjamin Wüstenhagen: wenn man mal davon ausgeht, dass wir

2:34 Benjamin Wüstenhagen: eine industrielle Revolution 2 Punkt 0

2:38 Benjamin Wüstenhagen: oder eine komplett neue, eine Neuerfindung der Industrie haben,

2:42 Benjamin Wüstenhagen: sowohl für die Wissensarbeit als auch später für das, was Manufacturing genannt wird, also alles, was was irgendwie gebaut wird über Robotik.

2:50 Benjamin Wüstenhagen: Wenn das so sein sollte,

2:52 Benjamin Wüstenhagen: wovon ich ausgehe,

2:55 Benjamin Wüstenhagen: dann haben wir grad nicht das, dann tun wir nicht das, was wir tun müssten. Ja, wenn wir uns anschauen,

2:58 KI ist Hardware: Nvidia & die neue industrielle Revolution

2:59 Benjamin Wüstenhagen: was ist KI eigentlich? KI ist eben nicht nur Software,

3:03 Benjamin Wüstenhagen: ja. KI

3:04 Benjamin Wüstenhagen: braucht

3:05 Benjamin Wüstenhagen: physische Factories,

3:07 Benjamin Wüstenhagen: ja. Jens Zhen Wang, der CEO von NVIDIA nennt das auch immer so schön AI Factories. Was sind AI Factories?

3:12 Benjamin Wüstenhagen: Das sind diese großen Datenzentren, von denen wir schon viel gesprochen haben und wo die führenden Unternehmen in den USA grade Milliarden und Abermilliarden

3:21 Benjamin Wüstenhagen: auf Jahresebene investieren. Wir reden ja also dieses Jahr von etwa 400.000.000.000,

3:25 Benjamin Wüstenhagen: die von privaten Unternehmen nur in diese Datenzentren investiert werden.

3:29 Benjamin Wüstenhagen: Und die wiederum,

3:31 Benjamin Wüstenhagen: ja,

3:32 Benjamin Wüstenhagen: die benötigen Chips,

3:34 Benjamin Wüstenhagen: die benötigen Supercomputer,

3:36 Benjamin Wüstenhagen: die benötigen

3:38 Benjamin Wüstenhagen: halt diese Datencenter.

3:41 Benjamin Wüstenhagen: Und alle 3 Kategorien gibt es in Europa kaum. Klar, wir haben ein holländisches Unternehmen,

3:47 Benjamin Wüstenhagen: die sozusagen

3:48 Benjamin Wüstenhagen: die Chipfabriken ausrüsten.

3:51 Benjamin Wüstenhagen: Aber wir haben sehr wenig Chipfabriken in Europa. Wir bauen also unsere eigenen Chips nicht.

3:56 Benjamin Wüstenhagen: Wir haben sehr wenig Supercomputer, die hier hergestellt werden, also all das, was was neben den Chips gebraucht wird und wir haben eben auch nicht die großen Datenzentren,

4:05 Benjamin Wüstenhagen: die es benötigt.

4:06 Benjamin Wüstenhagen: Da fängt grade die Investition die Investition erst an, aber wir sind lange nicht da, wo die USA sind.

4:12 Benjamin Wüstenhagen: Die Chinesen gehen ein bisschen anderen Weg. Die gehen nicht so in dieses harte Superskandieren rein, sondern die gucken sich ganz gezielt an,

4:18 Benjamin Wüstenhagen: wo braucht es KI in der Fertigung? Wo braucht es KI, die Industrie auf ein neues Level zu bringen? Und auch da hab ich das Gefühl, sind wir nicht da, wo wir sein müssten.

4:29 Magdalena Beilmann: Okay,

4:30 Magdalena Beilmann: wären wir mal ein wenig kleinteiliger.

4:32 Magdalena Beilmann: Mhm. Runtergebrochen

4:33 Magdalena Beilmann: auf Unternehmen.

4:35 Magdalena Beilmann: Woran erkennt man denn deiner Meinung nach, dass ein Unternehmen

4:39 Magdalena Beilmann: fortschrittlich ist, KI wirklich verstanden hat, unabhängig von dem Einsatz von Tools?

4:46 Benjamin Wüstenhagen: Jetzt sind wir eine auf' ganz anderen Ebene. Ich glaub, ich würd noch mal einen Schritt zurückgehen

4:50 Benjamin Wüstenhagen: und dieses Thema noch mal stärker machen, weil ich wirklich glaube,

4:54 Benjamin Wüstenhagen: wir letztlich als Bürgerinnen und Bürger müssen uns ja einsetzen,

4:58 Benjamin Wüstenhagen: ja? Also wir kommen gar nicht erst dahin, dass Unternehmen sich neu erfinden,

5:02 Benjamin Wüstenhagen: wenn wir keinen Zugriff auf diese Themen haben. Ja, wie was wir grad sehen, wir sehen eine massive Eskalation

5:09 Benjamin Wüstenhagen: der politischen,

5:10 Benjamin Wüstenhagen: wie soll man sagen, Stimmung, der Gemengelage gegenüber den USA.

5:14 Benjamin Wüstenhagen: Können wir sagen, Europa ist ein riesiger Markt. Wir kaufen sehr viel

5:18 Benjamin Wüstenhagen: an Dienstleistungen.

5:20 Benjamin Wüstenhagen: Aber mal angenommen, wir wären davon abgeschnitten,

5:23 Benjamin Wüstenhagen: dann hätten wir keine Antwort.

5:26 Die Energie-Krise: Woher kommt der Strom für die KI?

5:26 Benjamin Wüstenhagen: Und wenn wir jetzt sagen würden, wir wollen eine eigene Antwort formulieren,

5:30 Benjamin Wüstenhagen: dann brauchen wir deutlich mehr Energie.

5:33 Magdalena Beilmann: Was kann denn der einzelne Bürger machen,

5:36 Magdalena Beilmann: damit wir da hinkommen? Sich dessen bewusst sein. Mhm.

5:40 Benjamin Wüstenhagen: Bei den

5:42 Benjamin Wüstenhagen: Volksvertretern

5:42 Benjamin Wüstenhagen: in Anführungszeichen,

5:44 Benjamin Wüstenhagen: die in den politischen Institutionen sitzen, nachfragen,

5:48 Benjamin Wüstenhagen: das Thema auf die Agenda bringen und vorantreiben.

5:51 Benjamin Wüstenhagen: Also wir müssen schon, ich glaube, da da gilt auch die Verantwortung

5:55 Benjamin Wüstenhagen: zu den Unternehmen, aber auch zu den Bürgern, das nach vorne zu bringen. Wir können nicht danebenstehen und zusehen,

6:00 Benjamin Wüstenhagen: wie in anderen Teilen der Welt grade eine Revolution stattfindet.

6:05 Benjamin Wüstenhagen: Und sie findet hier natürlich auch statt, aber eben nicht selbst gesteuert,

6:09 Benjamin Wüstenhagen: sondern in hoher Abhängigkeit. In hoher Abhängigkeit von den USA

6:13 Benjamin Wüstenhagen: und natürlich auch in hoher Abhängigkeit von China.

6:16 Benjamin Wüstenhagen: Und das bringt uns in sone in sone Zangensituation

6:18 Benjamin Wüstenhagen: und wir müssen uns Gedanken machen, wie schaffen wir es, mehr Energie hier zu haben? Wie schaffen wir es, die Energie zu verteilen? Ich mein, die Energie wär ja da. Ja, wie schaffen wir die die Netze dafür schnell auszubauen?

6:29 Benjamin Wüstenhagen: Wie schaffen wir auch ein strategischen Zugriff auf Ressourcen?

6:32 Benjamin Wüstenhagen: Das, was die Chinesen und was die Amerikaner jetzt

6:36 Benjamin Wüstenhagen: machen

6:37 Benjamin Wüstenhagen: und wo wir nur daneben stehen und staunen und nicht so richtig wissen, was wir tun sollen, außer

6:41 Benjamin Wüstenhagen: 13 Bundeswehrsoldaten

6:43 Benjamin Wüstenhagen: nach Grönland zu schicken. 15.

6:45 Benjamin Wüstenhagen: Entschuldigung, 15. Und wir brauchen jetzt auch einfach einen klaren Anspruch, ja? Was ist unser Anspruch dabei?

6:52 Benjamin Wüstenhagen: Und das geht wiederum auf die Unternehmen zurück. Wenn ich mir jetzt anschaue als Beispiel,

6:56 Benjamin Wüstenhagen: Andreessen Horowitz,

6:58 Benjamin Wüstenhagen: der größte

6:59 Benjamin Wüstenhagen: Venture Capital Fonds der Welt, die haben grade 15.000.000.000

7:03 Benjamin Wüstenhagen: geraist auf Neudeutsch, also eingesammelt,

7:05 Benjamin Wüstenhagen: Geld von Investoren eingesammelt, um's dann wieder auszuschütten, vor allen Dingen in KI Start ups. Die sagen, ja, wir wollen's vor allen Dingen an an amerikanische Firmen ausschütten, weil wir halt glauben, wir brauchen's in Amerika.

7:16 Benjamin Wüstenhagen: Die Chinesen

7:18 Benjamin Wüstenhagen: haben auch ganz klar ein Führungsanspruch, ja. Die packen das in ihre Fünfjahrespläne, kann man halten, was man will, aber irgendwie schafft es das umzusetzen.

7:24 Benjamin Wüstenhagen: Und so auf der kleinen Ebene, Mercedes

7:28 Benjamin Wüstenhagen: sagt jetzt bei der neuen S-Klasse,

7:30 Benjamin Wüstenhagen: ja, also dieses Self Driving,

7:32 Benjamin Wüstenhagen: wir machen das jetzt bei dem neuesten Modell, gehen wir noch mal ein Stück Schritt zurück. Das wird jetzt nicht

7:37 Benjamin Wüstenhagen: das beste Self Driving haben, sondern ein bisschen schlechter ist irgendwie verkauft sich irgendwie nicht. Wo wo man sich denkt, Leute,

7:43 Benjamin Wüstenhagen: wenn euer Anspruch ist, das Beste oder nichts, dann

7:47 Benjamin Wüstenhagen: get it done.

7:48 Benjamin Wüstenhagen: Ja, also wenn unser Anspruch so weit so sogar schon auf dieser Ebene zurückgeht,

7:53 Benjamin Wüstenhagen: wo wollen wir da noch bleiben?

7:55 Benjamin Wüstenhagen: Zurück zu deiner Frage, sorry für den kleinen Rent hier, aber das, wie ihr seht, beschäftigt mich das wirklich sehr, sehr stark. Ich glaub, als Unternehmen

8:03 Benjamin Wüstenhagen: ist das Wichtige eben nicht nur zu sagen, wir möchten, was wir in Deutschland sehr, sehr gut können,

8:08 Benjamin Wüstenhagen: unsere bestehenden Prozesse verbessern

8:11 Benjamin Wüstenhagen: und ein Zehntel oder ein Tausendstel oder Hunderttausendstel besser machen,

8:15 Benjamin Wüstenhagen: sondern tatsächlich

8:17 Benjamin Wüstenhagen: alle Prozesse, so wie sie heute dastehen, infrage stellen und überlegen,

8:21 Benjamin Wüstenhagen: was wäre der Prozess, wenn die KI im Mittelpunkt stünde?

8:26 Benjamin Wüstenhagen: Mhm.

8:28 Magdalena Beilmann: Und somit auch wieder Fokus auf Outcome statt Output,

8:32 Magdalena Beilmann: richtig?

8:34 Benjamin Wüstenhagen: Das hatten wir im letzten Jahr schon mal, im letzten Jahr. Da hatten wir's auch oft. Ich meine Ganz immer wieder. Ich meine, in der letzten Episode.

8:45 Benjamin Wüstenhagen: Ich hab dieses Outcome und Output ist ein schönes Beispiel.

8:49 Benjamin Wüstenhagen: Ich finde es auch ganz spannend zu überlegen, Jensen Huang wieder Gründer,

8:53 Benjamin Wüstenhagen: CEO von NVIDIA. NVIDIA ist diese riesige

8:57 Benjamin Wüstenhagen: Chipfirma,

8:58 Benjamin Wüstenhagen: die die ihr wahrscheinlich alle aus eurem Aktienportfolio kennt. Wünsch es euch jedenfalls.

9:04 Benjamin Wüstenhagen: Der hat in dem Podcast vor Kurzem im No Priores Podcast das so schön diese Unterscheidung getroffen zwischen

9:10 Benjamin Wüstenhagen: Task und Purpose.

9:13 Benjamin Wüstenhagen: Mhm. Ja, sone zwischen der zwischen der Aufgabe, die ich habe und' größeren Sinn und Zweck, den ich mit dieser Aufgabe

9:21 Benjamin Wüstenhagen: Erfülle? Erfülle, ganz genau. Und wenn die Aufgabe weg ist, ist der Sinn und Zweck noch nicht weg.

9:27 Benjamin Wüstenhagen: Und ich kann KI nutzen, diese Aufgaben zu erledigen,

9:31 Benjamin Wüstenhagen: aber dennoch brauch ich den Sinn und Zweck dahinter. Und wenn ich jetzt unterscheide zwischen Outcome

9:35 Benjamin Wüstenhagen: und Output,

9:37 Benjamin Wüstenhagen: dann möcht ich nicht, dass weder die KI noch die Mitarbeiter einfach nur

9:41 Benjamin Wüstenhagen: irgendwas machen, um's zu machen,

9:44 Benjamin Wüstenhagen: sondern ich möchte, dass es da dass es da irgendeinen

9:46 Benjamin Wüstenhagen: wieder

9:48 Benjamin Wüstenhagen: Denglisch Impact,

9:49 Benjamin Wüstenhagen: irgendeinen Einfluss gibt, irgendwas, was sich hoffentlich im Positiven verändert.

9:54 Magdalena Beilmann: Okay.

9:55 Optimismus vs. Realismus: Europas Rolle im Weltmarkt

9:56 Magdalena Beilmann: Man merkt ja an deinen Ausflügen schon, dass da Emotionen

10:00 Magdalena Beilmann: mit diesem Gebiet zusammenhängen.

10:04 Magdalena Beilmann: Glaubst Du, dein AI Optimismus ist manchmal auch ein wenig naiv?

10:10 Benjamin Wüstenhagen: Ja, jetzt bin ich bin ich ja grade eher so AI pessimistisch, was

10:13 Benjamin Wüstenhagen: was Europa angeht. Mhm. Und da meine ich nicht naiv zu sein. Ich lass mich natürlich 1 Besseren belehren und

10:21 Benjamin Wüstenhagen: bin vielleicht aufm falschen aufm falschen Gleis unterwegs. Wir werden's in ein paar Jahren sehen, aber wenn es Ihnen denn so wäre, dann wär's für uns wirklich fatal.

10:28 Benjamin Wüstenhagen: Weil ich glaube, das ist ein riesiger Wohlstandsverlust, der

10:31 Benjamin Wüstenhagen: der mit der damit einhergeht.

10:34 Benjamin Wüstenhagen: Ja, stellt euch vor oder ich stell mir manchmal vor, man sitzt irgendwie achtzehnhundertvierzig

10:38 Benjamin Wüstenhagen: irgendwo rum und sieht grade, wie in Manchester irgendwie Fabriken entstehen

10:43 Benjamin Wüstenhagen: und guckt halt dabei zu.

10:46 Benjamin Wüstenhagen: Und ja, da war grad am Anfang auch viel Leid und Kinderausbeutung

10:50 Benjamin Wüstenhagen: und Umweltverschmutzung und was weiß ich damit verbunden, aber halt auch ein riesiger

10:55 Benjamin Wüstenhagen: Zuwachs an

10:57 Benjamin Wüstenhagen: an Wohlstand,

10:58 Benjamin Wüstenhagen: ja. Und wenn wir keine Industrialisierung in Europa gehabt hätten, dann wären wir halt nicht Europa geworden,

11:04 Benjamin Wüstenhagen: so wie wir's heute kennen.

11:05 Benjamin Wüstenhagen: Und deswegen ist das für mich son Thema,

11:08 Benjamin Wüstenhagen: weil ich glaube, das steht uns bevor, wenn wir nicht schnell was ändern.

11:11 Magdalena Beilmann: Dann bist Du ja aber eher pessimistisch gegenüber

11:14 Magdalena Beilmann: Europa und nicht gegenüber AI, richtig?

11:18 Benjamin Wüstenhagen: Ich wünsche mir, optimistisch zu sein gegenüber Europa.

11:21 Benjamin Wüstenhagen: Ich möchte so leben, wie wir leben. Ich möchte

11:24 Benjamin Wüstenhagen: die Werte haben, die wir haben. Ich glaube, Europa ist ein großartiger Kontinent, zu leben. Wir haben eine hohe Lebensqualität, aber wir können sie halt nur erhalten,

11:31 Benjamin Wüstenhagen: wenn wir wirtschaftlich dranbleiben.

11:35 Benjamin Wüstenhagen: Und wo bin ich optimistisch?

11:38 Benjamin Wüstenhagen: Na ja, ich sehe, was innerhalb von 3, 4 Jahren auf einmal möglich ist. Ich sehe, was innerhalb von 3, 4 Wochen sich verändert. Ja, ich... Jetzt grade im letzten Mal auch drüber gesprochen,

11:49 Benjamin Wüstenhagen: ich hab ein bisschen rumexperimentiert

11:51 Benjamin Wüstenhagen: in den letzten beiden Wochen mit Claude Co Work und

11:54 Benjamin Wüstenhagen: mir flattern die Ohren, was da auf einmal möglich ist. Und das das ist großartig, ja, weil einfach Arbeit

12:01 Benjamin Wüstenhagen: viel mehr Spaß macht

12:02 Benjamin Wüstenhagen: und viele von diesen Aufgaben, von denen wir grade geredet haben, eben nicht mehr da sind, der Sinn aber natürlich auch da ist. Mhm. Insofern bin ich schon optimistisch,

12:10 Benjamin Wüstenhagen: was das bringen kann,

12:13 Benjamin Wüstenhagen: wenn es denn richtig eingesetzt wird.

12:15 Benjamin Wüstenhagen: Also wenn wir jetzt nur irgendwelche riesigen Chipfabriken und Data Center bauen, uns alle gegenseitig

12:21 Benjamin Wüstenhagen: KI generierte Nacktbilder zu generieren mit Grog und rumzuschicken oder wenn wir alle in unseren gleichen

12:27 Benjamin Wüstenhagen: in im eigenen Tunnel sind und nur

12:30 Benjamin Wüstenhagen: wie in der Matrix

12:32 Benjamin Wüstenhagen: in KI generierten Spielen hängen,

12:34 Benjamin Wüstenhagen: weiß ich nicht, ob das auch

12:37 Benjamin Wüstenhagen: optimistisch ist, wenn wir aber gleichzeitig

12:39 Benjamin Wüstenhagen: in der Lage sind,

12:41 Benjamin Wüstenhagen: mit KI

12:42 Benjamin Wüstenhagen: Krankheiten zu heilen, die wir heute nicht heilen können. Mhm. Wenn wir in der Lage sind,

12:47 Benjamin Wüstenhagen: mehr Wohlstand zu schaffen, den wir dann hoffentlich auch

12:51 Benjamin Wüstenhagen: irgendwie verteilen,

12:52 Benjamin Wüstenhagen: wenn wir also das Wohlstandsniveau der ganzen Menschheit geben, wenn wir in der Lage sind, uns Dingen zu widmen, die wir denen wir uns gar nicht widmen konnten, weil wir mit irgendwelchen

13:00 Benjamin Wüstenhagen: mondänen,

13:02 Benjamin Wüstenhagen: nicht mondänen,

13:03 Benjamin Wüstenhagen: whatever,

13:04 Benjamin Wüstenhagen: einfachen, langweiligen,

13:07 Benjamin Wüstenhagen: einschlafenden Aufgaben

13:09 Benjamin Wüstenhagen: beschäftigt sind.

13:10 Benjamin Wüstenhagen: Du bist selbstständig und willst mit KI und digitalen Tools nicht den Abschluss verlieren? Dann schau mal bei thekey Academy vorbei. Unsere Onlinelehrgänge mit IHK Zertifikat

13:20 Benjamin Wüstenhagen: sind verständlich, flexibel

13:21 Benjamin Wüstenhagen: und bringen dich wirklich weiter, auch ohne Vorwissen. KI Punkt Academy, lernen, das zu deinem Alltag passt.

13:28 Deepfakes & Desinformation: Die Schattenseiten

13:28 Magdalena Beilmann: Du hast eben ein paar schöne Beispiele

13:30 Magdalena Beilmann: aufgezählt.

13:31 Magdalena Beilmann: Gibt's deiner Meinung nach auch Bereiche, in denen man KI

13:34 Magdalena Beilmann: vorsichtig verwenden sollte?

13:37 Benjamin Wüstenhagen: Nee.

13:40 Magdalena Beilmann: Lass mal so stehen. Also

13:43 Benjamin Wüstenhagen: sagen wir so, natürlich muss

13:45 Benjamin Wüstenhagen: das vorsichtig verwendet werden.

13:48 Benjamin Wüstenhagen: Ich mir fällt aber jetzt wirklich kein

13:51 Benjamin Wüstenhagen: Bereich ein, wo ich sagen würde, dort darf dort macht es keinen Sinn, KI zu verwenden. Also wenn wir's mal durchgehen,

13:58 Benjamin Wüstenhagen: ich glaube,

13:59 Benjamin Wüstenhagen: heute wird KI schon

14:01 Benjamin Wüstenhagen: massiv verwendet

14:03 Benjamin Wüstenhagen: in Verteidigung, auch in Angriff. Wenn wir in die Ukraine schauen, was da in den letzten 2 Jahren passiert ist mit dem ganzen Drohnenkampf,

14:10 Benjamin Wüstenhagen: da ist da spielt KI schon eine große Rolle. Mhm. Das wird da auch nicht mehr weggehen.

14:15 Benjamin Wüstenhagen: Ob man das jetzt gut findet oder schlecht findet,

14:18 Benjamin Wüstenhagen: sei dahingestellt. Aber ich glaub, son bisschen wie Zahnpasta, die aus der Tube ist, die kriegst Du nicht mehr zurück.

14:23 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaub, im Thema Bildung,

14:25 Benjamin Wüstenhagen: ja, unser Thema

14:27 Benjamin Wüstenhagen: ermöglicht das ganz, ganz neue,

14:29 Benjamin Wüstenhagen: ja, Möglichkeiten, die's einfach bisher nicht gab. Ja, stell dir vor, jedes Kind, jeder Mensch hat einen personalisierten Tutor oder eine personalisierte Tutorin. Das ist mit KI möglich.

14:39 Benjamin Wüstenhagen: Klar, das ganze Thema Arbeit,

14:41 Benjamin Wüstenhagen: auch im Entertainment, ja, kann ich mit KI natürlich viel schaffen. Ich glaub, es wird dann schwierig,

14:47 Benjamin Wüstenhagen: wenn

14:48 Benjamin Wüstenhagen: in Anführungszeichen

14:50 Benjamin Wüstenhagen: KI Freundschaften

14:52 Benjamin Wüstenhagen: oder Beziehungen, echte Beziehungen ersetzen. Das find ich immer ein bisschen scary. Gibt's ja auch etliche Filme,

14:58 Benjamin Wüstenhagen: Dystopien,

14:59 Benjamin Wüstenhagen: Utopien.

15:00 Benjamin Wüstenhagen: Da find ich's grenzwertig.

15:02 Benjamin Wüstenhagen: Werden wir uns davon freimachen können?

15:05 Benjamin Wüstenhagen: Vermutlich nicht.

15:07 Magdalena Beilmann: Es wird zumindest gefährlich in den Bereichen. Wir haben aber auch mal über den Bereich

15:11 Magdalena Beilmann: Informationsbeschaffung

15:13 Magdalena Beilmann: gesprochen.

15:14 Magdalena Beilmann: Das ist auch eher 1,

15:16 Magdalena Beilmann: in dem man KI mit Vorsicht genießen sollte, oder?

15:20 Benjamin Wüstenhagen: Ja, auch da geht's ja nicht weg. Also, ne, schau dir die Aktiencodes von beispielsweise von Palantir an. US Unternehmen

15:27 Benjamin Wüstenhagen: bauen im Prinzip Software

15:29 Benjamin Wüstenhagen: mithilfe von KI, Menschen zu finden,

15:31 Benjamin Wüstenhagen: Menschen zu überwachen.

15:33 Benjamin Wüstenhagen: Wenn

15:35 Benjamin Wüstenhagen: damit terroristische Anschläge verhindert werden, sind wir da, glaub ich, alle ganz happy mit, wenn es sich auf einmal auf Individuen

15:42 Benjamin Wüstenhagen: runterbricht und weiß ich nicht, die die Stapo oder die Stasi das gehabt hätte. Ich hätt hätten das, glaub ich, ganz gut gefunden.

15:49 Benjamin Wüstenhagen: Also

15:50 Benjamin Wüstenhagen: ich glaub, die Institutionen,

15:53 Benjamin Wüstenhagen: die wir in

15:54 Benjamin Wüstenhagen: in funktionierenden Demokratien haben,

15:58 Benjamin Wüstenhagen: in Anführungszeichen,

15:59 Benjamin Wüstenhagen: Checks and Balances,

16:01 Benjamin Wüstenhagen: das sind Dinge, die wir, glaub ich, uns die wir stärken müssen und die wir die die wir bewahren müssen,

16:07 Benjamin Wüstenhagen: uns vor zu krassen Auswüchsen zu schützen. Und da ist dann auch mal die Frage, ja,

16:13 Benjamin Wüstenhagen: wie schnell liegt die Entwicklung und was kann man auch zurückhalten?

16:17 Magdalena Beilmann: Okay. Gilt also letztendlich für jeden Bereich Potenzial

16:20 Magdalena Beilmann: und Gefahr?

16:22 Magdalena Beilmann: Geben sich die Hand.

16:24 Benjamin Wüstenhagen: Ja, wobei ich natürlich als Optimist eher die Potenziale sehe. Rate, was ich eher sehe.

16:30 Benjamin Wüstenhagen: Was ist denn die größte Gefahr, die Du siehst? Bin ich gespannt.

16:33 Magdalena Beilmann: Na ja, beispielsweise bei

16:36 Magdalena Beilmann: Informationen,

16:37 Magdalena Beilmann: da haben wir uns auch schon mal drüber unterhalten.

16:40 Magdalena Beilmann: Es birgt son bisschen die Gefahr auf der einen Seite, dass Falschinformationen

16:46 Magdalena Beilmann: verbreitet werden. Mhm. Ich mein, wenn ich jetzt an Deep Fakes beispielsweise denke,

16:50 Magdalena Beilmann: KI

16:51 Magdalena Beilmann: wird einfach immer

16:53 Magdalena Beilmann: realistischer und Ja, Entschuldigung. Menschen

16:56 Magdalena Beilmann: fallen schnell drauf rein. Ja.

16:59 Magdalena Beilmann: Und

17:00 Magdalena Beilmann: es besteht natürlich das Risiko, dass so,

17:04 Magdalena Beilmann: ja, ein gemeinsamer

17:06 Magdalena Beilmann: Grundstock verloren geht, haben wir uns auch schon mal drüber unterhalten, wenn zu viel personalisiert

17:10 Magdalena Beilmann: wird.

17:11 Benjamin Wüstenhagen: Ja, Du hast halt, das stimmt, Du hast halt keine

17:15 Benjamin Wüstenhagen: keine Basis mehr, die gleich ist. Also wenn Du, übertreib mal ein bisschen, wenn jetzt, keine Ahnung, als ich in der Schule war und Wetten, dass lief, Mhm. Dann hast Du dich auf der Schule über Wetten, dass unterhalten, weil halt Wetten, dass lief und alle haben's geguckt. Ja.

17:29 Benjamin Wüstenhagen: Oder es gab eine News im Fernsehen, in der Tagesschau oder in den Tages sthemen und die war halt so, wie sie da beschrieben wurde.

17:36 Benjamin Wüstenhagen: Und alle hatten so ungefähr das Gleiche und dann konnte man von diesem Grundstock aus dann seine Meinung bilden.

17:41 Benjamin Wüstenhagen: Richtig. Na, wenn Du heut natürlich dahingehst, dass jede Person

17:44 Benjamin Wüstenhagen: auf ihren Feed individuell

17:47 Benjamin Wüstenhagen: sone eigene Realität bekommt,

17:51 Benjamin Wüstenhagen: dann kannst Du über gar nichts Geteiltes mehr sprechen.

17:54 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Und das fängt langsam schon an, hab ich das Gefühl.

17:58 Benjamin Wüstenhagen: Und spielt dem natürlich auch in die Hände, dass viele Menschen jetzt den klassischen Medien in Anführungszeichen misstrauen

18:04 Benjamin Wüstenhagen: und tun halt wirklich absurde Dinge bekommst.

18:07 Benjamin Wüstenhagen: Ja, definitiv. Und ich vermute, da werden wir noch ein bisschen mehr sehen jetzt grade, wenn wir jetzt in diesem Jahr in einige Landtagswahlen gehen.

18:16 Benjamin Wüstenhagen: Aber wie man das bekämpfen kann,

18:18 Benjamin Wüstenhagen: ist mir auch ein Rätsel. Vielleicht, dass man zumindest mal

18:22 Benjamin Wüstenhagen: kennzeichnet, was KI generiert ist.

18:25 Benjamin Wüstenhagen: Das ist ja schon Pflicht in sozialen Medien. Ja, weiß nicht, ob das so oft drauf passiert. Ich

18:32 Magdalena Beilmann: weiß auch nicht, ob Menschen das deswegen trotzdem verstehen.

18:35 Magdalena Beilmann: Ja.

18:36 Benjamin Wüstenhagen: Na, tut, ich glaub, ich vermute, das ist schon eine größeren Gefahren,

18:40 Benjamin Wüstenhagen: die ich ganz konkret sehe, auch unabhängig von irgendwelchen Szenarien, wo KI auf einmal ein Bewusstsein bekommt und sich gegen Menschen auf

18:48 Benjamin Wüstenhagen: aufstellt.

18:49 Benjamin Wüstenhagen: Das ist dann aber eine ganz andere Diskussion. Aber dieses,

18:52 Benjamin Wüstenhagen: in welche Filterblasen begeben wir uns?

18:55 Benjamin Wüstenhagen: Mit welchen Informationen

18:57 Benjamin Wüstenhagen: oder

18:58 Benjamin Wüstenhagen: mit welchen Schnipseln,

19:01 Benjamin Wüstenhagen: die ich noch nicht mehr Informationen nennen würde,

19:03 Benjamin Wüstenhagen: umgeben wir uns? Das ist schon ein Thema.

19:08 Benjamins Tech-Stack: Coding mit KI (Cursor & Co.)

19:08 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Wissen.

19:09 Magdalena Beilmann: Kommen wir mal zu dir persönlich.

19:12 Magdalena Beilmann: Wie viel Zeit verbringst Du denn so mit KI in der Woche?

19:19 Benjamin Wüstenhagen: Das hab ich letztens mich auch gefragt.

19:21 Benjamin Wüstenhagen: Und zwar in dem ganzen in dem ganzen Kontext Bubble. Sind wir in 1 KI Bubble? Ja, man sieht irgendwie die großen KI Unternehmen haben

19:29 Benjamin Wüstenhagen: innerhalb von Monaten verdoppeln sie ihre Bewertungen.

19:32 Benjamin Wüstenhagen: Es gibt wahnsinnige Milliardenbeträge,

19:34 Benjamin Wüstenhagen: die da an an Finanzierung reinfließen.

19:37 Benjamin Wüstenhagen: Man fragt sich, wer soll das überhaupt alles noch finanzieren? Sind wir in soner Bubble?

19:41 Benjamin Wüstenhagen: Und wenn wir jetzt noch im Jahr 20 23 werden und es vor allen Dingen darum geht, die Modelle zu trainieren,

19:48 Benjamin Wüstenhagen: dann würd ich denken, hm.

19:50 Benjamin Wüstenhagen: Jetzt geht aber ein Großteil der Rechenkapazität in sogenannte Inferenz. Was ist Inferenz? Das ist die Rechenkapazität,

19:56 Benjamin Wüstenhagen: die ich benötige, beispielsweise eine Anfrage in ChatGPT zu beantworten.

20:02 Benjamin Wüstenhagen: Und wenn ich das mal von mir auf andere schließe, immer ganz großartig, n gleich 1, für alle gleich,

20:08 Benjamin Wüstenhagen: dann sehe ich, dass sich meine Inferenz

20:11 Benjamin Wüstenhagen: sicherlich auf' exponentiellen Kurve befindet. Das heißt, ich bin jetzt nicht mehr

20:16 Benjamin Wüstenhagen: da und logg mich einmal am Tag in ChatGPT ein und stell irgendwie, gib mir mal ein Rezept für zum Nudeln kochen.

20:23 Magdalena Beilmann: Die

20:24 Benjamin Wüstenhagen: Zeiten gab's auch mal. Ja, ich hoffe nicht für Nudeln kochen, aber okay. Sondern bei mir laufen eigentlich parallel

20:32 Benjamin Wüstenhagen: für die Großteil der Zeit des Arbeitstages

20:35 Benjamin Wüstenhagen: verschiedene KIs.

20:37 Benjamin Wüstenhagen: Ja, was meine ich damit? Ich hab vielleicht ein Co in Co Lab laufen, das ist sone Entwicklungsumgebung,

20:43 Benjamin Wüstenhagen: wo ich Datenanalysen

20:45 Benjamin Wüstenhagen: fahre. Ich hab gleichzeitig meinen meinen Claude laufen, wo ich

20:50 Benjamin Wüstenhagen: auch irgendwas mache. Dann läuft vielleicht eine Marktbeobachtung

20:53 Benjamin Wüstenhagen: in ChatGPT

20:56 Benjamin Wüstenhagen: parallel und ich mach noch ein bisschen Vibe Coding, wo

20:59 Benjamin Wüstenhagen: ich sowohl KI nutze, zu coden

21:01 Benjamin Wüstenhagen: in Anführungszeichen als auch

21:03 Benjamin Wüstenhagen: mit KI Schnittstellen alles Mögliche dann in dieser App mache. Also ich vermute, dass die Anzahl die die die Zeit,

21:11 Benjamin Wüstenhagen: wenn ich's jetzt aufaddieren würde,

21:14 Benjamin Wüstenhagen: schon meine Arbeitszeit überschreitet.

21:16 Benjamin Wüstenhagen: Wobei ich halt dann parallele Sachen gleichzeitig hab, da hab ich aber auch eine Macke. Also ich schaff's regelmäßig, meinen meinen Mac an die an seine Grenze zu bringen, da ich das ja einfach zu viele Browser Tabs offen hab. Weiß nicht, wem das sonst so geht.

21:30 Benjamin Wüstenhagen: Mir ist das noch nicht so oft passiert. Wie ist das bei dir? Wie bist bei dir die Nutzung nach oben geschnellt?

21:35 Magdalena Beilmann: Ich würde sagen, im letzten halben Jahr deutlich

21:39 Magdalena Beilmann: auf jeden Fall. Ich

21:41 Magdalena Beilmann: hab auch einige Sachen einfach im Hintergrund laufen, deswegen würd ich nicht sagen, dass ich die aktive Nutzung

21:48 Magdalena Beilmann: grade beurteilen kann, aber

21:51 Magdalena Beilmann: was im Hintergrund läuft,

21:53 Magdalena Beilmann: ich würd schon so sagen, 30 bis 40 Prozent vom Tag. Ja.

21:58 Benjamin Wüstenhagen: Was ich spannend finde, mittlerweile spring ich teilweise zwischen den verschiedenen Dingern hin und her. Ja. Tippt dann da was ein, dann kommt da ein Ergebnis raus, das läuft noch, geh dann ins nächste Tab, ändere da was. Muss man ja teilweise auch, weil die Antwortzeiten

22:12 Magdalena Beilmann: eventuell mal etwas länger sind, je nachdem, was man grade macht mit der KI. Ja, ja. Und dann kann man ja wieder was anderes machen währenddessen. Ja, richtig. Da ist also dieses Thema Inferenz,

22:20 Benjamin Wüstenhagen: dass wir da auf' ner exponentiellen Kurve sind, seh ich. Und da

22:25 Benjamin Wüstenhagen: vermute ich auch, dass viele

22:27 Benjamin Wüstenhagen: Menschen, die

22:29 Benjamin Wüstenhagen: Wissensarbeiter sind, aber auch viele andere,

22:32 Benjamin Wüstenhagen: sehr schnell dahin kommen, dass sie einfach ein Großteil ihres Tages mit solchen Systemen verbringen werden. Ja. Ja, und

22:39 Benjamin Wüstenhagen: was das dann für Rechenkapazität

22:40 Benjamin Wüstenhagen: und dann für Energieverbrauch und auch für Ressourcenverbrauch

22:44 Benjamin Wüstenhagen: aussagt,

22:45 Nachhaltigkeit: Verfeuern wir unsere Ressourcen?

22:45 Benjamin Wüstenhagen: steht man auf' ganz anderen Blatt. Ich glaub, wir hätten vor vor 4 Jahren, vor 3 Jahren mal drüber gesprochen, dass wir unsere Energieverbrauch senken müssen.

22:52 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaub, diese Diskussion wird gar nicht mehr geführt. Und es wird eher geführt, wie wie können wir es schaffen, deutlich mehr Energie

23:00 Benjamin Wüstenhagen: zu produzieren?

23:02 Benjamin Wüstenhagen: Auch da, Jens Jenson Wang,

23:05 Benjamin Wüstenhagen: CEO von NVIDIA,

23:07 Benjamin Wüstenhagen: hatte vor Kurzem

23:08 Benjamin Wüstenhagen: Donald Trump gedankt

23:10 Benjamin Wüstenhagen: für seinen Drill, Baby Drill. Und er sagt, hey, ich nutze einfach alles, was wir haben, sei es jetzt Öl oder Gas, wir verfeuern alles, diese Energie

23:17 Benjamin Wüstenhagen: herzustellen.

23:19 Benjamin Wüstenhagen: Weiß nicht, wie in welches Loch wir uns da grade als Menschheit graben.

23:25 Magdalena Beilmann: Okay, jetzt kommt eine harte Frage. Ich weiß, es ist eine Albtraumvorstellung

23:28 Magdalena Beilmann: für dich, aber wenn KI morgen weg wäre,

23:32 Magdalena Beilmann: was würde dir fehlen?

23:39 Benjamin Wüstenhagen: Ist eine gute Frage. Was würde mir fehlen? Also glücklicherweise würde mir dann kein Gesprächspartner oder Gesprächspartnerin

23:44 Benjamin Wüstenhagen: fehlen, weil diese Beziehung hab ich jetzt zur KI nicht. Das ist gut.

23:49 Benjamin Wüstenhagen: Also ich glaub, ich würde einfach deutlich langsamer arbeiten und weniger schaffen.

23:54 Benjamin Wüstenhagen: Ist aber auch mal spannend, das so auszuprobieren, ne? Vielleicht gibt's ja sone Art wie Passana. Mhm. Ja, son sone Schweigewoche

24:01 Benjamin Wüstenhagen: ganz ohne KI.

24:03 Benjamin Wüstenhagen: Kann ich mir grad nicht vorstellen.

24:05 Benjamin Wüstenhagen: Aber mir würde wahrscheinlich fehlen, dass ich Ideen, die ich selber habe, auch sofort umsetzen kann. Mhm.

24:12 Benjamin Wüstenhagen: Weil mir vielleicht teilweise Skills fehlen, sie sonst umzusetzen.

24:15 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaub, das wäre so das das Größte.

24:18 Magdalena Beilmann: Das heißt, schon auch ein Gewohnheitsding, oder?

24:21 Benjamin Wüstenhagen: Ja, ist ein totales Gewohnheitsding. Ja, das das fängt an von morgens zu fragen, hey Siri,

24:26 Benjamin Wüstenhagen: wie ist ein das Wetter? Mhm.

24:28 Benjamin Wüstenhagen: Was ja auch schon ein Song von KI ist, ja?

24:31 Benjamin Wüstenhagen: Über

24:32 Benjamin Wüstenhagen: ich sitze an meinem Rechner und tipp halt nichts, sondern quatsch da rein und irgendeiner KI

24:37 Benjamin Wüstenhagen: formt dann diese Worte in Sätze und packt sie in die App.

24:42 Die neue KI Verordnung ist mehr als eine Pflicht. Sie ist deine Chancen. Ja, die Kompetenzschulung nach Artikel 4 ist wichtig für deine Rechtssicherheit

24:50 bei der Nutzung von KI Tools im Job. Unsere von Rechtsanwälten mitentwickelte Schulung auf SnipKI d e zeigt dir aber auch, wie KI zu deiner wird.

24:58 wird. Ernähre die Grundlagen, agiere sicher und entdecke neue Möglichkeiten.

25:03 Jetzt starten auf SnipKI Punkt d e.

25:06 Benjamin Wüstenhagen: Was würd ich empfehlen?

25:09 Benjamin Wüstenhagen: Geschwindigkeit.

25:10 Magdalena Beilmann: Ja.

25:11 Magdalena Beilmann: Das ist wahrscheinlich...

25:13 Magdalena Beilmann: Das würde mir am meisten auffallen.

25:15 Magdalena Beilmann: Ich würde wieder deutlich langsamer arbeiten. Und natürlich auch jetzt, nachdem man diesen Luxus mal erlebt hat, dass Dinge wirklich

25:24 Magdalena Beilmann: operativ ausgelagert werden können an eine KI.

25:27 Magdalena Beilmann: Auch das würde mir stark auffallen, dass ich diese operativen Tätigkeiten plötzlich wieder selbst erledigen muss.

25:34 Benjamin Wüstenhagen: Ich frag mich halt, ich hab letztens eine

25:36 Benjamin Wüstenhagen: auf TikTok gibt's ein ganz guten Creator, der heißt Nate Be Jones, pack ich euch in die Shownotes, cooler Typ kann man echt folgen.

25:42 Benjamin Wüstenhagen: Der hat

25:43 Benjamin Wüstenhagen: eine kurze Story gehabt, wie man so sein zweites Hirn aufbauen kann mit KI.

25:48 Benjamin Wüstenhagen: Das fand ich natürlich super, weil ich dazu neige, viel zu vergessen,

25:52 Benjamin Wüstenhagen: meine Handschuhe überall liegen zu lassen, meine Schlüssel nicht zu finden. Na ja, Du kennst das Spiel.

25:57 Benjamin Wüstenhagen: Gleichzeitig ist das natürlich dann auch gefährlich, ne. Also wenn Du sozusagen einen Teil deines Hirns an KI

26:04 Benjamin Wüstenhagen: auslagerst, was

26:05 Benjamin Wüstenhagen: was passiert's, wenn's nicht mehr da ist? Ja. Ja. Könnte was verloren gehen.

26:09 Benjamin Wüstenhagen: Bisschen wie Elektrizität. Was machen wir ohne unser Handy mittlerweile?

26:16 Magdalena Beilmann: Ohne unser Handy kaum noch vorstellbar. Ja.

26:19 Magdalena Beilmann: Du hast ja jetzt schon einiges umgesetzt und gebaut.

26:22 Magdalena Beilmann: Was war dein bestes KI Projekt bisher?

26:26 Benjamin Wüstenhagen: Mein bestes KI Projekt?

26:30 Benjamin Wüstenhagen: Haben wir eine ganze Episode zu gemacht. Ich glaub, dieses Thema Vibe Coding.

26:33 Benjamin Wüstenhagen: Ich weiß nicht, ob das das ist mit dem den größten

26:38 Benjamin Wüstenhagen: Impact in Anführungszeichen,

26:39 Benjamin Wüstenhagen: aber ist das, was mir am meisten Spaß gemacht hat, weil ich das Gefühl hatte,

26:43 Benjamin Wüstenhagen: da bin ich sehr selbstwirksam.

26:45 Benjamin Wüstenhagen: Mhm. Und was wir vorhin schon sagten, dann mein ich konnte da meine Ideen

26:49 Benjamin Wüstenhagen: umsetzen

26:51 Benjamin Wüstenhagen: und hab auch gesehen, wie andere Menschen das hilfreich fanden.

26:55 Benjamin Wüstenhagen: Das ist son bisschen,

26:57 Benjamin Wüstenhagen: was ich am schönsten fand.

27:00 Magdalena Beilmann: Okay, wenn

27:01 Produktivität vs. Spielerei: Wann KI wirklich hilft

27:02 Magdalena Beilmann: Wirkung der Maßstab ist,

27:05 Magdalena Beilmann: woran merkst Du, dass Du grade KI nutzt, weil es Spaß macht, wie Du grade gesagt hast?

27:10 Magdalena Beilmann: Statt dass es vielleicht wirklich notwendig ist?

27:13 Benjamin Wüstenhagen: Das ist eine hervorragende Frage.

27:16 Benjamin Wüstenhagen: Und ich muss mich da selber immer wieder

27:19 Benjamin Wüstenhagen: maßregeln,

27:20 Benjamin Wüstenhagen: kann man eigentlich sagen. Weil wenn auf einmal alles möglich ist,

27:24 Benjamin Wüstenhagen: mir geht's so, dann mach ich halt auch teilweise Dinge, die eigentlich Quatsch sind. Ja, also so so

27:29 Benjamin Wüstenhagen: irgendwelche Features entwickeln in Applikationen,

27:33 Benjamin Wüstenhagen: die ich halt dann baue, weil ich Spaß dran habe.

27:36 Benjamin Wüstenhagen: Schönes Beispiel, son internes Tool.

27:39 Benjamin Wüstenhagen: Da kann man jetzt die Sprachsteuerung nutzen und sagen, ich würd gern das und das machen, ja?

27:44 Benjamin Wüstenhagen: Ist das jetzt besonders nötig? Weiß nicht.

27:47 Benjamin Wüstenhagen: Hat's mir großen Spaß gemacht, das zu bauen? Ja.

27:51 Benjamin Wüstenhagen: Also da kommt dann vielleicht son bisschen erst das Spielkind raus und

27:56 Benjamin Wüstenhagen: ab und zu rausgezoomt

27:58 Benjamin Wüstenhagen: werden oder von seinen Kolleginnen und Kollegen darauf hingewiesen werden, dass es ja vielleicht nicht die höchste Priorität hat. Hilft da. Ach echt? Schau ich dich ganz konzentriert

28:07 Magdalena Beilmann: an. Na da spielen wahrscheinlich aber auch eigene Interessen rein, weil wenn eine Person supergerne

28:13 Magdalena Beilmann: speech to text

28:14 Magdalena Beilmann: verwendet,

28:16 Magdalena Beilmann: dann macht's natürlich auch Spaß, son Feature

28:18 Benjamin Wüstenhagen: zu entwickeln, ne. Ja, das ist richtig, ja.

28:22 Magdalena Beilmann: Gibt es denn

28:23 Magdalena Beilmann: Bereiche

28:25 Magdalena Beilmann: bei dir in deiner Arbeit,

28:28 Magdalena Beilmann: bei denen Du bewusst keine KI einsetzt?

28:33 Benjamin Wüstenhagen: Ja, ich würde nutze also ich setze keine KI da ein, wenn ich beispielsweise mit sehr sensiblen Daten umgehe.

28:41 Benjamin Wüstenhagen: Wenn ich also nicht einschätzen kann, geht das, wohin geht das? Das ist also eine Sache, die ich die ich ungern mache.

28:48 Benjamin Wüstenhagen: Ich nutze keine KI, beispielsweise Freunden Nachrichten zu schreiben

28:52 Benjamin Wüstenhagen: oder irgendwie so SMS zu beantworten oder so was. Okay, ja. Na ja, Du, kann mir schon vorstellen, dass das Menschen machen. Dann ist man irgendwann nicht mehr mit dem Menschen befreundet, sondern mit der KI, die Oder deine KI ist mit der anderen KI befreundet.

29:04 Magdalena Beilmann: Wundervolle Vorstellung.

29:07 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaub, da nutze ich keine KI.

29:12 Benjamin Wüstenhagen: Ich möchte Fragen stellen, ich möchte aber nicht das Denken outsourcen.

29:16 Benjamin Wüstenhagen: Mhm. Ne, das heißt, ich nutz schon in solchen Geschichten viel KI,

29:21 Benjamin Wüstenhagen: aber eben nicht, Antworten einfach so zu bekommen, sondern eher, mein eigenes Denken zu hinterfragen oder anzutriggern

29:29 Benjamin Wüstenhagen: oder weitere Fragen zu stellen.

29:32 Benjamin Wüstenhagen: Heißt, ich möchte eigentlich keine Antworten nur so generieren, sondern eher so

29:37 Benjamin Wüstenhagen: Einsichten generieren, die mir dann selber helfen, die Antwort zu finden.

29:40 Benjamin Wüstenhagen: Okay.

29:42 Benjamin Wüstenhagen: Hast Du auf Limits für KI?

29:46 Magdalena Beilmann: Also

29:48 Magdalena Beilmann: einmal definitiv das Freundschaftsbeispiel, was

29:50 Magdalena Beilmann: was Du grade genannt hast. Also hätt ich wahrscheinlich gar nicht drüber nachgedacht, wenn Du das Beispiel nicht gebracht hättest, aber

29:56 Magdalena Beilmann: nein, dafür würde ich KI nicht verwenden.

30:00 Magdalena Beilmann: Und

30:01 Magdalena Beilmann: eine Grenze hat's für mich im medizinischen Bereich irgendwann.

30:05 Magdalena Beilmann: Also

30:06 Magdalena Beilmann: man kennt das ja, ne, dass man Google mal so die Symptome reinhaut.

30:11 Magdalena Beilmann: Macht man vielleicht auch mal mit' KI, aber irgendwann,

30:14 Magdalena Beilmann: wenn sie dann anfängt, dich zu diagnostizieren,

30:17 Magdalena Beilmann: zieh ich auch eine Grenze und geh lieber zu' Fachmenschen. Krass. Ich hätte gedacht, also ich

30:23 Benjamin Wüstenhagen: denke fast, dass es stärker in die Richtung gehen wird, dass im Zweifel

30:27 Benjamin Wüstenhagen: Du mehr Informationen,

30:29 Benjamin Wüstenhagen: mehr Kontext 1 KI geben kannst

30:31 Benjamin Wüstenhagen: und die mehr gleichzeitig verarbeiten kann, als das ein Mensch jemals könnte

30:35 Benjamin Wüstenhagen: und dann vielleicht die Rolle des Arztes sich eher darauf beschränkt, das noch mal gegenzuchecken.

30:40 Magdalena Beilmann: Okay.

30:42 Magdalena Beilmann: Spannend. Also ich hätte KI als Unterstützung bei einem Arzt gesehen, aber nicht bei den Einzelpersonen.

30:50 Magdalena Beilmann: Weil ich glaube, dass es schnell

30:52 Magdalena Beilmann: Panik machen kann. Je nachdem, was Du als Einzelperson ohne

30:57 Magdalena Beilmann: Fachwissen

30:59 Magdalena Beilmann: reingibst als Kontext.

31:01 Benjamin Wüstenhagen: Ja.

31:02 Benjamin Wüstenhagen: Ja, gleichzeitig kann's natürlich schon helfen,

31:04 Benjamin Wüstenhagen: auch auf

31:05 Benjamin Wüstenhagen: Prävention zu setzen, ja. Zu sagen, hey, hier sind meine Blutwerte oder was auch immer. Worauf sollte ich achten? So ist mein Lebensstil. Worauf sollte ich achten?

31:13 Benjamin Wüstenhagen: Spannend. Ich saß letztens beim Arzt, ganz witzig.

31:15 Benjamin Wüstenhagen: Hab ich denen, glaub ich, auch erzählt, ne. Ich kam rein, war ganz begeistert,

31:18 Benjamin Wüstenhagen: brauchte einen dringenden Termin, hab den bekommen und dann fragte die Ärztin, ist es okay für Sie, wenn die wenn ich eine KI mitlaufen lasse,

31:26 Benjamin Wüstenhagen: damit ich nicht selber ein Glitz machen muss. Also sie hat trotzdem Glitz gemacht, aber irgendwie,

31:30 Benjamin Wüstenhagen: es besser zu verarbeiten. Fand ich klasse, ja. Das finde, sollten alle machen. Natürlich.

31:34 Benjamin Wüstenhagen: Wenn das Ganze natürlich vernünftig gesichert ist und meine Daten nicht dafür verwendet werden, dass ich danach

31:40 Benjamin Wüstenhagen: die Metaanzeige bekomme für das Medikament, was ich vielleicht benötige. Warten wir mal ab.

31:48 Macht KI uns mutiger oder bequemer?

31:48 Magdalena Beilmann: Okay, jetzt hatten wir schon son paar Negativbeispiele.

31:52 Magdalena Beilmann: Deiner Meinung nach, wo macht KI Menschen generell mutiger und wo

31:57 Magdalena Beilmann: bequemer,

31:59 Magdalena Beilmann: nennen wir's mal freundlich?

32:01 Benjamin Wüstenhagen: Gut, meine Meinung. Ich glaub schon, dass es einfacher ist, Fragen zu stellen jemandem, der dich im Zweifel nicht

32:06 Benjamin Wüstenhagen: nicht bewertet.

32:08 Benjamin Wüstenhagen: Also es heißt ja so schön, es gibt keine dummen Fragen, es gibt dumme Antworten, aber es gibt halt auch schon dumme Fragen. Okay.

32:15 Magdalena Beilmann: Durchaus.

32:16 Benjamin Wüstenhagen: Und da ist es vielleicht manchmal ein bisschen sicherer, die KI zu fragen.

32:21 Benjamin Wüstenhagen: Ich stelle

32:22 Benjamin Wüstenhagen: viel, viel technischere technischere

32:27 Benjamin Wüstenhagen: Fragen, als ich das in der Vergangenheit getan habe. Mhm.

32:30 Benjamin Wüstenhagen: Weil ich weiß, ich kann da hinterherhaken und da ist niemand genervt.

32:35 Benjamin Wüstenhagen: Da macht's mich schon mutiger, dass ich mich an an Dinge herantraue, die

32:38 Benjamin Wüstenhagen: die ich mich sonst, glaub ich, nicht einfach so getraut hätte.

32:42 Benjamin Wüstenhagen: Weil ich... Ob das jetzt gut ist, mal gucken, weiß ich nicht. Aber

32:46 Benjamin Wüstenhagen: ich hab schon das Gefühl, dass ich da auch teilweise Anleitungen bekomme, die ich sonst nicht bekommen würde.

32:51 Benjamin Wüstenhagen: Und

32:53 Benjamin Wüstenhagen: das ist, glaub ich, auch son Ding.

32:56 Benjamin Wüstenhagen: Jetzt haben wir drüber gesprochen, ja, ich würd jetzt niemals

32:59 Benjamin Wüstenhagen: Messages an Freunde von KI

33:03 Benjamin Wüstenhagen: erstellen lassen. Was ich aber schon manchmal tue, ist in' Kontext, jetzt sich im freundschaftlichen Kontext, im beruflichen Kontext zu sagen, hey, folgende Situation, so hab ich's hier erlebt. Mhm. Wie könnte man noch drauf schauen?

33:15 Benjamin Wüstenhagen: Ja, sone 2. Meinung. Ja. Ja. Oder auch eine Perspektive einnehmen, die ich jetzt in dem in dem Fall nicht habe, sondern wo ich vielleicht ein blinden Fleck habe. Ja. Das ist auch schon spannend, dass das dass das mittlerweile ganz gut geht. Das hab ich durchaus auch schon gemacht.

33:30 Magdalena Beilmann: Und wo bequemer?

33:32 Benjamin Wüstenhagen: Ab bei mir zum Beispiel beim Kochen.

33:35 Magdalena Beilmann: Mhm.

33:37 Benjamin Wüstenhagen: Ich bis ich mich... Also manchmal stell ich mich jetzt sicher und such mir noch irgend ein Koch Kochbuch raus und dann sag, okay, hab das und das da.

33:43 Benjamin Wüstenhagen: Was kann ich damit machen?

33:45 Benjamin Wüstenhagen: Ich hatte letztens sogar... Dann kriegst Du halt einen Text für die Sachen und dann ging's einen Blumenkohl, den man schneiden musste.

33:52 Benjamin Wüstenhagen: Ja? Und da hab ich gesagt, Alter, ich versteh's nicht. Und dann hat er mir wunderbare Bilder gemacht und hat mir gezeigt, wo ich das ansetzen muss.

33:59 Benjamin Wüstenhagen: Hast Du jetzt beim Kochbuch selten, geht mir mal ein Sinn, wie ich das wie ich das schneiden soll. Doch deutlich

34:06 Magdalena Beilmann: individueller Ganz als auf deine Probleme.

34:09 Benjamin Wüstenhagen: Genau, also da macht's bequemer.

34:11 Benjamin Wüstenhagen: Ich hatte letztens den Fall, dass ich dann mir Cocktails hab machen lassen. Das war nicht das war nix. Das waren dann doch lieber die Klassiker.

34:19 Magdalena Beilmann: Auch KI ist nicht immer richtig. Nein.

34:23 Magdalena Beilmann: Woran

34:24 Magdalena Beilmann: würden wir denn merken, dass wir KI zu viel vertrauen?

34:28 Benjamin Wüstenhagen: Was heißt ein zu viel? Was ist denn für dich zu viel? Was darfst Du definieren?

34:36 Magdalena Beilmann: Wann wird's gefährlich?

34:38 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaub, es wird dann gefährlich, was was wir auch schon vorher hatten, ne, dass Du irgendwie

34:41 Benjamin Wüstenhagen: das als Antwortmaschine

34:43 Benjamin Wüstenhagen: nutzt Mhm. Und

34:45 Benjamin Wüstenhagen: denkfaul wirst und da reinschreibst, welcher Sache sollte heute, Donnerstag? Ah okay, ne. Aber wenn gestern, Montag war, ist wahrscheinlich heut nicht Donnerstag.

34:54 Benjamin Wüstenhagen: Bescheuertes Beispiel, I know it mean.

34:57 Benjamin Wüstenhagen: Kann man kann sich allerdings auch da Hilfestellung geben. Ich persönlich hab das in so meinem System prompt bei ChatGPT,

35:04 Benjamin Wüstenhagen: dass hinter jeder Antwort immer noch

35:07 Benjamin Wüstenhagen: die Antwort 1 scharfen Kritikers kommen soll. Mhm. Das hilft mir manchmal noch mal zu überlegen, geht

35:14 Benjamin Wüstenhagen: das in die richtige Richtung oder kann man's auch anders sehen?

35:17 Benjamin Wüstenhagen: Aber ich habe zu viel Vertrauen, dass wenn man's nicht mehr hinterfragt.

35:21 Benjamin Wüstenhagen: Und was ich jetzt öfter mittlerweile auch mache, wenn ich jetzt beispielsweise Datenanalyse mache mithilfe von KI,

35:28 Benjamin Wüstenhagen: dass ich dann sage, okay, möchte nicht nur das Ergebnis haben, sondern zeig mir den Weg auf.

35:32 Benjamin Wüstenhagen: Ein bisschen früher wie in der Mathearbeit.

35:34 Benjamin Wüstenhagen: Du hast zwar ein Punkt bekommen für das Ergebnis,

35:37 Benjamin Wüstenhagen: aber der Weg dahin war eigentlich das wichtigere.

35:39 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Ne? Damit, wenn der Weg bis zum Ergebnis für richtig war und das Ergebnis vielleicht falsch, hast Du immer noch 2 Drittel der Punkte bekommen,

35:46 Benjamin Wüstenhagen: weil Du zeigen konntest, wie Du's hergeleitet hast.

35:49 Benjamin Wüstenhagen: Und ich glaub, diese Herleitung ist wichtig,

35:51 Benjamin Wüstenhagen: denn wenn ich jetzt ein Ergebnis bekomme und das anderen kommunizieren

35:54 Benjamin Wüstenhagen: will, will ich ja auch in der Lage zu sein in der Lage sein zu sagen, wie's hergeleitet wurde. Klar. Das ist ja dein Ergebnis.

36:03 Benjamin Wüstenhagen: KI Ergebnis, mein Ergebnis, ja. Würdest Du

36:06 Magdalena Beilmann: behaupten, diese beiden Dinge, also der scharfe Kritiker und auch diese Herleitung

36:10 Magdalena Beilmann: helfen dabei, dass KI nicht mehr so typisch nach dem Mund redet und dich bestätigt in allem, was Du sagst, auch wenn's mal Quatsch ist?

36:19 Benjamin Wüstenhagen: Ja, hilft schon, aber das geht mir. Das ist, glaub ich, wenn mir was richtig aufn Nerv geht, dann ist es das. Ja. Ja, Du fragst eine super Frage.

36:26 Benjamin Wüstenhagen: Das ist eine ganz großartige Antwort.

36:29 Magdalena Beilmann: Es ist supernervig und egal, ob Du's in den Einstellungen hinterlegst

36:32 Magdalena Beilmann: und in jedem Prompt dazu schreibst, Ja. Bitte challenge mich, hinterfrage mich, bitte bestätige mich nicht,

36:40 Magdalena Beilmann: jedes Mal wieder.

36:42 Magdalena Beilmann: Super Idee.

36:44 Benjamin Wüstenhagen: Ein Glück sind wir keine KI.

36:46 Magdalena Beilmann: Ja.

36:47 Magdalena Beilmann: Deswegen braucht's immer noch den Human in the Loop und es braucht immer noch das menschliche Gehirn. Du hast jedenfalls nicht so reagiert, als ich den Podcast vorgeschlagen habe.

36:54 Magdalena Beilmann: Ja, zum Glück bin ich keine KI.

37:00 Ausblick: Was muss in 2026 passieren?

37:00 Magdalena Beilmann: Okay.

37:01 Magdalena Beilmann: Beenden wir das mit 1

37:03 Magdalena Beilmann: etwas größeren Frage.

37:06 Magdalena Beilmann: Wann

37:06 Magdalena Beilmann: ist 2026

37:08 Magdalena Beilmann: für dich in Sachen AI erfolgreich?

37:13 Benjamin Wüstenhagen: Zweierlei. Ich würd das den Erfolg einerseits vielleicht so gesamtgesellschaftlich

37:17 Benjamin Wüstenhagen: bewerten und sagen, es ist dann erfolgreich, wenn

37:20 Benjamin Wüstenhagen: die Ressourcen, die wir haben,

37:22 Benjamin Wüstenhagen: möglichst sinnvoll eingesetzt werden. Also ich glaub, da ist wahnsinnig viel möglich mit KI

37:27 Benjamin Wüstenhagen: und wir haben begrenzte Ressourcen auf diesem Planeten. Wer weiß, vielleicht haben wir mal unbegrenzte Ressourcen, aber hier sind wir erst mal begrenzt.

37:35 Benjamin Wüstenhagen: Und diese Ressourcen müssen wir sinnvoll einsetzen. Und wenn es dann nur darum geht, dass wir uns jeden Tag 250 KI erstellte Videos hin- herschicken,

37:42 Benjamin Wüstenhagen: dann weiß ich nicht, ob das der beste Einsatz von Ressourcen ist, von Energie, von Rohstoffen.

37:48 Benjamin Wüstenhagen: Gleichzeitig, wenn wir in Lage sind,

37:49 Benjamin Wüstenhagen: Krankheiten zu heilen,

37:51 Benjamin Wüstenhagen: damit, dann ist es schon ein sinnvoller Einsatz.

37:54 Benjamin Wüstenhagen: Das zum einen. Zum Zweiten,

37:57 Benjamin Wüstenhagen: das ist wahrscheinlich recht naiver Wunsch, aber

38:01 Benjamin Wüstenhagen: ich würde mir wünschen, dass es eben nicht zu sonem

38:03 Benjamin Wüstenhagen: Wettlauf von Systemen wird, von Ländern, von Werte

38:10 Benjamin Wüstenhagen: von Werten, sondern ja, dass es für die Menschheit generell

38:14 Benjamin Wüstenhagen: nach vorne geht.

38:16 Benjamin Wüstenhagen: Grade aber hab ich eher das Gefühl, dass es son, ja, ein harter Kampf wird. Ja.

38:22 Benjamin Wüstenhagen: Das hab ich leider auch. Und wenn das in Ende 26 auf einmal anders ist, fänd ich's gut.

38:28 Magdalena Beilmann: Geh ich mit.

38:30 Benjamin Wüstenhagen: Fazit der Folge? Wir wünschen uns Rainverse und Unicoints.

38:35 Magdalena Beilmann: Mein

38:37 Magdalena Beilmann: Fazit ist,

38:38 Magdalena Beilmann: KI nimmt uns nicht das Denken ab,

38:41 Magdalena Beilmann: zwingt uns eher dazu, mehr zu denken oder ein bisschen klarer zu denken.

38:45 Magdalena Beilmann: Und

38:46 Magdalena Beilmann: vielleicht auch,

38:47 Magdalena Beilmann: dass Expertise nicht alles ist,

38:50 Magdalena Beilmann: aber Mut wird oft unterschätzt. Sehr

38:53 Benjamin Wüstenhagen: schönes Schlusswort. Ich danke dir, dass Du dich mit diesem Kreuzfeuer

38:57 Benjamin Wüstenhagen: revanchiert hast für die letzte Folge.

38:59 Magdalena Beilmann: Sehr gerne.

39:01 Benjamin Wüstenhagen: Ich hoffe, wir sehen dich mal wieder im Podcast.

39:04 Benjamin Wüstenhagen: Wenn's euch gefallen hat, dann revanchiert euch gern mit einem Like, mit einem Follow,

39:09 Benjamin Wüstenhagen: egal wo ihr unterwegs seid, auf welcher Plattform.

39:12 Benjamin Wüstenhagen: Sprecht über uns, empfehlt uns weiter.

39:15 Benjamin Wüstenhagen: Schickt uns auch gerne Kommentare und Kritik. Wir wollen auch immer nur besser werden. Herzlichen Dank und bis zur nächsten Woche.

39:22 Magdalena Beilmann: Tschau.

39:24 Co-Intelligence

39:25 ist eine Produktion von thekey Academy in Zusammenarbeit mit SnipKI.

39:30 Bei Studio Co in Berlin. Produktion und Regie,

39:33 Christina Manuel,

39:34 Fuate Zebatli und Elias Robe.

39:37 Creative Director, Lukas Shelter.

39:39 Redaktion und Moderation,

39:41 Benjamin Wüstenhagen und Moritz Heininger.

39:44 Abonniere uns auf Spotify, Apple Podcasts oder YouTube.

39:48 Danke fürs Zuhören.