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#48: Bildung in Zeiten von KI - Brauchen wir noch Diplome & Wissen?
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0:00 Intro: Bildung im Zeitalter der KI-Abundanz
0:00 Magdalena Beilmann: Wenn KI alles weiß, wofür lernen wir überhaupt noch?
0:06 Benjamin Wüstenhagen: Willkommen zurück zu Co-Intelligence,
0:08 Benjamin Wüstenhagen: eurem KI Lernpodcast
0:10 Benjamin Wüstenhagen: mit Magdalena Beilmann, heute und mir Benjamin Wüstenhagen.
0:16 Benjamin Wüstenhagen: Folge 48,
0:17 Benjamin Wüstenhagen: wir haben's geschafft fast die 50 voll zu machen und als Bildungsunternehmen
0:21 Benjamin Wüstenhagen: stellen wir uns immer öfter die Frage,
0:23 Benjamin Wüstenhagen: was machen wir eigentlich noch in Zeiten von KI?
0:28 Benjamin Wüstenhagen: Ja, wenn man jederzeit Zugriff auf alles hat,
0:31 Benjamin Wüstenhagen: wozu braucht's eigentlich noch Bildung?
0:33 Magdalena Beilmann: Das ist schon spannend, weil das Problem verschiebt sich son bisschen, hab ich das Gefühl.
0:39 Magdalena Beilmann: Wir haben kein Problem mehr damit, uns Informationen zu beschaffen, weil die Quellen sind schier unendlich.
0:46 Magdalena Beilmann: Aber
0:47 Magdalena Beilmann: zu priorisieren und zu entscheiden,
0:50 Magdalena Beilmann: welche Bildung möchte ich mir denn grade holen, das wird schwierig grade.
0:54 Benjamin Wüstenhagen: Weil Du sagst, wir haben so viel jederzeit griffbereit,
0:58 Benjamin Wüstenhagen: dass dann die Priorisierung schwierig ist und Du irgendwie,
1:01 Benjamin Wüstenhagen: ah, Du hast einmal in den Google Maps, aber kennst dein Ziel nicht. Ja,
1:05 Magdalena Beilmann: ich könnte alles lernen, aber
1:08 Magdalena Beilmann: ich weiß manchmal gar nicht mehr,
1:10 Magdalena Beilmann: wo soll ich denn jetzt anfangen? Ja, ja, okay.
1:14 Rückblick: Von der Wissensknappheit zum Buchdruck
1:14 Benjamin Wüstenhagen: Meine früher war Bildung
1:16 Benjamin Wüstenhagen: oder generell Wissen erst mal eine knappe Ressource. Du hattest irgendwie
1:21 Benjamin Wüstenhagen: begrenzt Menschen, die weise waren und dann hast Du irgendwann Bücher gehabt, die wurden von Hand geschrieben und irgendwann gab's dann Buchdruck
1:27 Benjamin Wüstenhagen: und dann konntest Du das Ganze
1:29 Benjamin Wüstenhagen: bisschen weiterverbreiten.
1:31 Benjamin Wüstenhagen: Und irgendwann gab's dann auch die Idee, hey, wir können ja gleichaltrige
1:34 Benjamin Wüstenhagen: Kinder in einen Klassenverband stecken und
1:37 Benjamin Wüstenhagen: ja, können so irgendwie Bildung
1:42 Benjamin Wüstenhagen: industrialisieren.
1:43 Benjamin Wüstenhagen: Aber ja, diese knappe Ressource,
1:45 Benjamin Wüstenhagen: der Zugang zu Wissen, ist eben nicht mehr so knapp
1:50 Benjamin Wüstenhagen: und das verändert viel.
1:52 Magdalena Beilmann: Absolut.
1:53 Magdalena Beilmann: Es verschiebt
1:54 Magdalena Beilmann: einfach son bisschen die
1:56 Magdalena Beilmann: Problematik,
1:57 Magdalena Beilmann: nenn ich's mal, ne. Wie Du gesagt hast, früher
2:00 Magdalena Beilmann: war Wissen schwerer zugänglich,
2:04 Magdalena Beilmann: war stabiler,
2:06 Magdalena Beilmann: ne, weil sich dem viel, viel langsamer die Dinge verändert haben, als es heutzutage der Fall ist.
2:12 Magdalena Beilmann: Und heute stehen wir vor ganz anderen Herausforderungen.
2:15 Benjamin Wüstenhagen: Und Du hast jetzt natürlich grade,
2:17 Benjamin Wüstenhagen: also ich sag mal, die Speerspitze an der KI
2:20 Programmieren lernen: Noch sinnvoll? (Andrew Ng Zitat)
2:20 Benjamin Wüstenhagen: jetzt schon am meisten verändert, ist, glaube ich, das ganze Thema Programmierung.
2:24 Benjamin Wüstenhagen: Ne, das merken wir selber.
2:26 Benjamin Wüstenhagen: Und die Frage stellt sich,
2:28 Benjamin Wüstenhagen: macht es eigentlich noch Sinn, dass Menschen programmieren lernen?
2:32 Benjamin Wüstenhagen: Ja, ich kann mich erinnern, vor einigen Jahren war's noch so MINT, MINT, MINT, MINT, MINT, MINT, MINT, müssen alle sofort programmieren.
2:38 Benjamin Wüstenhagen: Ist das noch so?
2:40 Benjamin Wüstenhagen: Andrew
2:42 Benjamin Wüstenhagen: NG, ich weiß nicht genau, wie man das ausspricht,
2:46 Benjamin Wüstenhagen: Gründer von Cosera, also' riesigen Bildungsunternehmen
2:50 Benjamin Wüstenhagen: und auch
2:51 Benjamin Wüstenhagen: ehemals bei Google, hat das letztens schön auf X beschrieben. Er schrieb,
3:11 Benjamin Wüstenhagen: Also auch das ist spannend.
3:13 Benjamin Wüstenhagen: Ja, grad so in
3:15 Benjamin Wüstenhagen: in den Unternehmen, in denen wir viel unterwegs waren, war so das Thema Entwicklung immer auch das Bottleneck. Du
3:19 Benjamin Wüstenhagen: Du hattest einfach eine begrenzte Anzahl von Menschen,
3:22 Benjamin Wüstenhagen: die wirklich gute Coder waren, wirklich gute Entwickler waren. Jetzt fängt das an, son bisschen zu diffundieren.
3:27 Benjamin Wüstenhagen: Das heißt, diese Begrenzung ist nicht nicht mehr da, aber ich seh's bei mir selbst. Ich mach jetzt viel Vibe Coding
3:34 Benjamin Wüstenhagen: und dadurch möchte ich eigentlich viel stärker einsteigen,
3:37 Benjamin Wüstenhagen: weil ich jetzt erstmals die Chance hab, son bisschen die Sachen besser zu verstehen, ist jetzt auch mein Wissensdurst
3:43 Benjamin Wüstenhagen: in diese Richtung viel größer, also fast schon paradox.
3:46 Magdalena Beilmann: Spannend. Das heißt, dadurch, dass das Thema angeteasert
3:49 Magdalena Beilmann: wird,
3:50 Magdalena Beilmann: wird bei dir auch die Neugierde geweckt. Aber das ist vielleicht nicht unbedingt bei jedem der Fall, oder?
3:56 Benjamin Wüstenhagen: Gut, ich kann jetzt nicht von mir auf andere schließen, aber ich... So in meiner kleinen Bubble, in meiner Filterblase machen das jetzt recht viele
4:03 Benjamin Wüstenhagen: und auf einmal installieren
4:05 Benjamin Wüstenhagen: sich alle irgendwelche Entwicklungsumgebungen
4:07 Benjamin Wüstenhagen: auf den Rechnern oder ich hab selbst gemerkt, ich hab ein MacBook Air. Das kommt jetzt manchmal an seine Grenzen. Ja, was ich mich frage,
4:13 Magdalena Beilmann: beschäftigen
4:14 Magdalena Beilmann: Sie sich dann wirklich damit oder
4:17 Magdalena Beilmann: merken viele Menschen einfach nur,
4:19 Magdalena Beilmann: okay, das kann eine KI, das kann ein Claude Code jetzt beispielsweise für mich und ich denk gar nicht mehr weiter drüber nach, weil ich kann ja irgendwas reinprompten und es entsteht was. Na, ich glaub dann, wenn Du an Grenzen stößt. Also wenn Du merkst, oh cool, ich kann Grenzen verschieben,
4:34 Benjamin Wüstenhagen: aber es gibt trotzdem noch eine Grenze, dann musst Du dich ja damit beschäftigen.
4:37 Benjamin Wüstenhagen: Ja,
4:38 Benjamin Wüstenhagen: also ist mir jetzt oft so gegangen, hey, es ging nicht weiter.
4:42 Benjamin Wüstenhagen: Die KI war so, ja, weiß ich jetzt auch nicht. Dann musste ich ja was tun. Ja, wenn das jetzt natürlich weg wäre,
4:49 Benjamin Wüstenhagen: dann müsste ich mich damit natürlich nicht mehr beschäftigen.
4:51 Der Content-Friedhof: Umgang mit der Informationsflut
4:51 Magdalena Beilmann: KI weiß nicht weiter. KI hat doch immer eine Antwort.
4:55 Magdalena Beilmann: Ja, das heißt nicht, dass die immer richtig ist. Das stimmt. Das ist der Punkt. Ja, wir haben aktuell,
5:01 Magdalena Beilmann: würd ich sagen, schon fast zu viele Quellen, statt dass wir zu wenige haben und das kann wiederum durchaus überfordernd sein meiner Meinung nach. Also ich kenn's von mir. Ich hab schon fast sonen Content Friedhof aufgebaut.
5:15 Magdalena Beilmann: Ich hab bestimmt so
5:16 Magdalena Beilmann: 100 TikTok Videos abgespeichert
5:19 Magdalena Beilmann: in verschiedenen Kategorien.
5:21 Magdalena Beilmann: Hab auch bestimmt noch 30 offene LinkedIn Nachrichten von dir
5:25 Magdalena Beilmann: mit tollen Beiträgen.
5:28 Magdalena Beilmann: Und
5:29 Magdalena Beilmann: ganz ehrlich, manchmal steh ich da und denk mir, guck ich mir das alles irgendwann noch mal an oder? Bin ich der Einzige, dessen Nachrichten Du nicht öffnest oder hast Du das gerne so LinkedIn TV?
5:39 Magdalena Beilmann: Vielleicht
5:40 Magdalena Beilmann: bist Du der Einzige, der mir so viele Nachrichten auf LinkedIn schickt
5:45 Magdalena Beilmann: mit tollen Inspirationen,
5:47 Magdalena Beilmann: die man sich irgendwann dann auch sicher nicht mal angucken kann. Aber bei der Flut
5:52 Benjamin Wüstenhagen: ist es manchmal etwas schwierig zu selektieren. Ja, bin ich beide... Also kenn ich ja selber das Problem, ich neige auch dazu, irgendwie so ganz viele
5:59 Benjamin Wüstenhagen: Informationen zu akkumulieren,
6:02 Benjamin Wüstenhagen: irgendwo zu speichern, viel zu konsumieren in dem Bereich, aber dann... Das heißt jetzt nicht, dass ich dann auch die Kompetenz aufbaue.
6:08 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Ja. Allerdings muss ich schon sagen, dass das schon jetzt mit KI auch einfacher ist, Dinge auszuprobieren und Dinge wirklich umzusetzen.
6:16 Benjamin Wüstenhagen: Also ich hab immer schon viel gelesen und immer schon viel Wissen irgendwie probiert zu akkumulieren, aber ich konnte weniger umsetzen. Und das hilft mir persönlich
6:23 Benjamin Wüstenhagen: jetzt aber in diesem sehr kleinen Bereich des Programmierens beispielsweise,
6:27 Benjamin Wüstenhagen: mehr zu verstehen.
6:30 Magdalena Beilmann: Ja, dieses Hands on, dass Du's nicht nur siehst und dann diese Illusion hast davon, dass Du was drüber gelernt hast, sondern das dann auch wirklich umsetzt.
6:39 Benjamin Wüstenhagen: Ja, und es gibt natürlich eine gewisse Illusion.
6:41 Benjamin Wüstenhagen: Also wenn ich mich, wenn ich viel über etwas gelesen hab, hab ich das Gefühl, ich ich versteh's.
6:46 Benjamin Wüstenhagen: Heißt aber nicht, dass ich's verstehe, wenn ich's noch nie umgesetzt hab. Nicht unbedingt, nee. Nee.
6:52 Magdalena Beilmann: Okay, das heißt, das Problem
6:55 Magdalena Beilmann: ist eigentlich auch da wieder, wir kommen oft drauf zurück, son bisschen fehlende Struktur und
7:01 Magdalena Beilmann: fehlende
7:02 Magdalena Beilmann: Priorisierung?
7:05 Benjamin Wüstenhagen: Ja, was heißt Problem? Also das ist jetzt die Chance, ich hab die Chance, wahnsinnig viel zu bekommen und dann muss ich entweder in der Lage sein, mir das selber zu strukturieren
7:13 Benjamin Wüstenhagen: oder und da kommen wir hin zu dem zu der Eingangsfrage,
7:16 Benjamin Wüstenhagen: ist Bildung überhaupt noch relevant? Ich glaube ja, denn es geht ja nicht nur darum, wahnsinnig viele Informationen zu haben, sondern die zu' in 1 Progression zusammenzubinden,
7:17 Die Daseinsberechtigung von Bildungsinstitutionen
7:25 Benjamin Wüstenhagen: sodass ich etwas lernen kann. Sprich, da sehe ich schon die Daseinsberechtigung
7:30 Benjamin Wüstenhagen: für
7:32 Benjamin Wüstenhagen: Bildungsinstitutionen
7:34 Benjamin Wüstenhagen: im größeren Sinne,
7:37 Benjamin Wüstenhagen: nämlich Lernformate zu entwickeln,
7:40 Benjamin Wüstenhagen: zu kuratieren.
7:42 Benjamin Wüstenhagen: Natürlich auch mithilfe von KI, aber das überhaupt erst mal als
7:45 Benjamin Wüstenhagen: als nicht nur reine Informationsbeschaffung
7:47 Benjamin Wüstenhagen: da zu sein, sondern diese Korrektierungsfunktion
7:50 Benjamin Wüstenhagen: wahrzunehmen.
7:51 Benjamin Wüstenhagen: Und nicht nur Wissen zu kuratieren, sondern das auch anzupassen auf individuelle Bedürfnisse,
7:56 Benjamin Wüstenhagen: auf spezifische Lernpfade
7:59 Benjamin Wüstenhagen: und
8:01 Benjamin Wüstenhagen: den wenigen Inhalt
8:02 Benjamin Wüstenhagen: rauszudestillieren,
8:04 Benjamin Wüstenhagen: der wirklich relevant ist und den in eine vernünftige Reihenfolge zu bringen.
8:08 Magdalena Beilmann: Ja, das heißt, dass Bildungsformate
8:10 Magdalena Beilmann: einfach eine Struktur und ein Rahmen vorgeben, richtig? Weil dieses selbstgesteuerte
8:15 Magdalena Beilmann: Lernen,
8:15 Magdalena Beilmann: wie man's sicherlich über
8:17 Magdalena Beilmann: KI auch teilweise machen kann,
8:19 Magdalena Beilmann: ja auch unfassbar viel Disziplin braucht.
8:22 Magdalena Beilmann: Und ich glaube, dass dann grade ein Rahmen, den Bildungsformate
8:27 Magdalena Beilmann: bieten können,
8:28 Magdalena Beilmann: hilft,
8:29 Magdalena Beilmann: am Ball zu bleiben und auch
8:32 Magdalena Beilmann: eine Weiterbildung in einem bestimmten Bereich wirklich durchzuziehen bis zum Ende.
8:36 Benjamin Wüstenhagen: Ja, zum einen und zum zweiten natürlich auch ein zeitlichen Rahmen zu schaffen. Ja. Ja, wenn ich das nur rein selbstgesteuert mache und überhaupt gar keinen Rahmen habe, auch gar keine Referenz habe, wo möchte ich eigentlich landen am Ende,
8:49 Benjamin Wüstenhagen: dann kann ich halt endlos mehr anderen,
8:52 Benjamin Wüstenhagen: kann sehr viel Zeit verbringen, aber das heißt nicht, dass ich auch am Ende was gelernt habe, ne. Das stimmt.
8:58 Magdalena Beilmann: KI kommt nicht irgendwann. Sie ist schon da. Bist Du bereit? Mit thekey Academy machst Du dich fit für die Zukunft. Onlinekurse zu KI, digitaler Zusammenarbeit,
9:08 Magdalena Beilmann: Leadership. Praxisnah, flexibel,
9:10 Magdalena Beilmann: IHK zertifiziert.
9:11 Magdalena Beilmann: Thekey. Academy
9:13 Magdalena Beilmann: für alle, die mitgestalten wollen.
9:15 Motivation & konkrete Ziele beim Lernen
9:15 Benjamin Wüstenhagen: Stück weit ist es auch ein Motivationsthema, wenn
9:17 Benjamin Wüstenhagen: wenn ich sagen kann, das ist jetzt das, was zusammengestellt wird und das ist das, was Du lernen wirst und das ist sozusagen das Ziel,
9:24 Benjamin Wüstenhagen: dann kann es auch helfen, diese Motivation zu haben, weil nicht alle Menschen sind so komplett eigenmotiviert.
9:30 Benjamin Wüstenhagen: Und mir geht's ehrlicherweise auch so klar, wenn ich ein gewisses Ziel hab, auf das dann zuarbeiten kann, hab ich im Zweifel eine höhere Motivation, als wenn ich dann nur rum mir andere und gar nicht weiß, was meine was meine Referenz ist letztlich.
9:41 Magdalena Beilmann: Was wär dann ein gewisses Ziel, dass Du beispielsweise
9:43 Magdalena Beilmann: eine neue App bauen kannst?
9:46 Benjamin Wüstenhagen: Ja,
9:49 Benjamin Wüstenhagen: ja,
9:50 Benjamin Wüstenhagen: klar, wenn's wenn's irgendwie für mich konkret wird. Wenn ich sagen kann,
9:53 Benjamin Wüstenhagen: ich kann damit konkret etwas tun und es macht ein konkreten Unterschied in dem, wie ich arbeite, wie ich mein Leben gestalte.
10:00 Magdalena Beilmann: Ja, könnte natürlich auch so was sein wie
10:03 Magdalena Beilmann: ein Jobwechsel
10:04 Magdalena Beilmann: oder eine Beförderung,
10:06 Magdalena Beilmann: wenn man jetzt ein bisschen größer denkt. Willst Du, dass ich meinen Job wechsle? Nee, Du bitte nicht.
10:13 Magdalena Beilmann: Du sollst schon bei der KI-Relomie bleiben.
10:17 Magdalena Beilmann: Okay,
10:18 Magdalena Beilmann: grade so klassische Weiterbildungen,
10:20 Magdalena Beilmann: wenn wir jetzt schon von Weiterbildungsformaten
10:22 Magdalena Beilmann: reden,
10:24 Magdalena Beilmann: kollidieren aber natürlich oft so mit dem Alltag und mit dem Job.
10:31 Magdalena Beilmann: Und was KI natürlich bietet, ist so diese
10:34 Magdalena Beilmann: zeitliche Flexibilität,
10:36 Magdalena Beilmann: richtig?
10:38 Benjamin Wüstenhagen: Ob's jetzt KI ist, die das macht, weiß ich nicht, aber generell habe ich natürlich die Chance über digitale Lernformate. Also ich bin nicht gebunden an an einen bestimmten Ort, an eine bestimmte Zeit,
10:49 Benjamin Wüstenhagen: weil ich dennoch natürlich das auch hat auch seine seine
10:53 Benjamin Wüstenhagen: seine Daseinsberechtigung,
10:54 Benjamin Wüstenhagen: ne. Wenn ich irgendwie sagen kann, ich hab ein bestimmten Ort und eine bestimmte Zeit und komm da immer zusammen, dann passieren da gewisse Rituale.
11:01 Benjamin Wüstenhagen: Also ich
11:03 Benjamin Wüstenhagen: glaube,
11:04 Benjamin Wüstenhagen: son bisschen die Illusion vom digitalen Lernen hat Corona auch genommen.
11:09 Benjamin Wüstenhagen: Ja, da hat man schon gesehen, dass es viele Aspekte gibt, die einfach fehlen.
11:13 Benjamin Wüstenhagen: Aber letztlich ist es eine Erweiterung dessen, was es gibt und es gibt mir mehr Möglichkeiten, wenn ich in meinem Leben schon viel zu tun habe. Also ich persönlich würd's letztlich hinbekommen,
11:21 Benjamin Wüstenhagen: ich sag mal, eine längerfristige Weiterbildung neben meinem Job und neben meiner Family zu machen.
11:26 Benjamin Wüstenhagen: Aber unabhängig
11:27 Benjamin Wüstenhagen: von Weiterbildung,
11:29 Benjamin Wüstenhagen: glaub ich, ist halt das die große Chance,
11:31 Benjamin Wüstenhagen: die jetzt KI uns bietet und in der in der Zukunft bieten wird,
11:35 Benjamin Wüstenhagen: quer über alle Lernbereiche
11:37 Benjamin Wüstenhagen: eine stärkere Personalisierung.
11:39 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Also ich vergleich's immer ganz gerne oder war ja früher auch viel im schulischen
11:44 Benjamin Wüstenhagen: Lernbereich unterwegs
11:46 Benjamin Wüstenhagen: und da gab's ja oft die Kritik, hey, hier steckt 30 Kinder, die irgendwie ein Alter haben in einen Klassenverband und dann geht ihr davon aus, dass die alle ähnlich lernen. Dann wird ein bisschen bekloppt.
11:58 Benjamin Wüstenhagen: Und dann, keine Ahnung, wenn Du irgendwie Games of Thrones Thrones guckst und dann hast Du irgendwie so den Mäster, der dem Schützling was beibringt oder Du hast irgendwie die
12:07 Benjamin Wüstenhagen: die Schwertkampfszenen,
12:09 Benjamin Wüstenhagen: wo individuell auf die einzelnen Schwächen und Stärken
12:12 Benjamin Wüstenhagen: der Menschen eingegangen wird.
12:15 Benjamin Wüstenhagen: Das ging dann für Königskinder
12:17 Benjamin Wüstenhagen: in der längsten Zeit der Menschheitsgeschichte.
12:20 Benjamin Wüstenhagen: Und so den Fakt, dass wir alle zur Schule gehen, das gibt's halt erst seit ein paar 100 Jahren
12:25 Benjamin Wüstenhagen: oder in einigen Ländern vielleicht erst, weiß ich nicht, seit 50 Jahren.
12:28 Benjamin Wüstenhagen: Und ich glaub, da ist der die große Chance, die wir mit KI bekommen, dass also im Prinzip jeder Mensch
12:33 Benjamin Wüstenhagen: vom Kindesalter bis ins hohe Alter
12:37 Benjamin Wüstenhagen: die Chance bekommt, auf sich persönlich zugeschnittene Lerninhalte zu bekommen und das halt zu kuratieren. Da sehe ich son bisschen die Zukunft des Lernens und
12:43 Vision: Personalisierte KI-Mentoren & Lernpfade
12:46 Benjamin Wüstenhagen: da sehe ich dann auch wiederum
12:48 Benjamin Wüstenhagen: die Relevanz von Institutionen, die das begleiten.
12:52 Magdalena Beilmann: Das ist eine interessante Vision. Das heißt, Du kannst dir wirklich vorstellen,
12:55 Magdalena Beilmann: dass auch das Schulsystem
12:58 Magdalena Beilmann: sich so ändert, dass die Lernpfade
13:02 Magdalena Beilmann: personalisierter
13:02 Magdalena Beilmann: werden für Kinder?
13:05 Benjamin Wüstenhagen: Ja, jetzt sind wir in Deutschland, da sind Systemänderungen sehr langsam.
13:10 Benjamin Wüstenhagen: Aber ja, kann ich mir schon vorstellen. Also wenn ich so
13:14 Benjamin Wüstenhagen: mir anschaue, was sind gute Lehrerinnen und gute Lehrer gewesen und gute Profs
13:19 Benjamin Wüstenhagen: versus schlechte, dann haben's die Guten eigentlich schon immer hinbekommen,
13:22 Benjamin Wüstenhagen: im Rahmen der Möglichkeiten
13:24 Benjamin Wüstenhagen: schon auf die einzelnen
13:26 Benjamin Wüstenhagen: Bedürfnisse einzugehen. Natürlich jetzt nicht 100 Prozent,
13:29 Benjamin Wüstenhagen: aber das hat schon ein Unterschied gemacht. Das heißt, es ist jetzt nichts komplett Neues.
13:34 Benjamin Wüstenhagen: Aber es hat halt immer die Begrenzung.
13:36 Benjamin Wüstenhagen: Und da glaube ich schon, dass hier Technologie
13:39 Magdalena Beilmann: und auch KI im Speziellen helfen kann. Gut, das wär dann aber eine Unterstützung für den Menschen, richtig? Also wenn
13:45 Magdalena Beilmann: ich jetzt dir sagen würde, es gibt ein KI Mentor,
13:49 Magdalena Beilmann: der
13:49 Magdalena Beilmann: intelligenter ist als Du, würdest Du
13:53 Magdalena Beilmann: deinem Kind dem KI Mentor eher anvertrauen?
13:57 Benjamin Wüstenhagen: Ja, kommt ein bisschen drauf an, in was. Das wär natürlich schön, wenn der KI Mentor
14:01 Benjamin Wüstenhagen: ner Lehrperson
14:03 Benjamin Wüstenhagen: zugeordnet wäre.
14:05 Benjamin Wüstenhagen: Aber bevor ich gar kein Learning hab, na klar.
14:08 Magdalena Beilmann: Okay, spannend.
14:09 Benjamin Wüstenhagen: Also ich
14:11 Benjamin Wüstenhagen: meine,
14:12 Benjamin Wüstenhagen: jeder Mensch, der irgendwie mit LLMs irgendwas irgendwas sich irgendwas beibringen lässt, nutzt ja da auch schon einen
14:17 Magdalena Beilmann: KI Mentor. Ja, kann man so sehen, stimmt. Mhm.
14:21 Benjamin Wüstenhagen: Aber
14:23 Benjamin Wüstenhagen: auch da sind wir wieder bei dem Fakt, den wir schon oft besprochen haben. Heute sind halt LLMs
14:26 Oberflächenwissen vs. tiefe Handlungskompetenz
14:28 Benjamin Wüstenhagen: nichts anderes als
14:30 Benjamin Wüstenhagen: Maschinen,
14:31 Benjamin Wüstenhagen: die die nächste Wahrscheinlichkeit
14:34 Benjamin Wüstenhagen: predigten,
14:35 Benjamin Wüstenhagen: weil mir grad das deutsche Wort dafür fehlt, Vorhersagen. Vorhersagen, ja. Und das ist jetzt aus meiner Sicht nicht so das das ganzheitliche Lernerlebnis.
14:43 Magdalena Beilmann: Nee, für mich ist KI oft noch sone Abkürzung,
14:48 Magdalena Beilmann: würde ich sagen. Also nicht unbedingt eine
14:50 Magdalena Beilmann: Vertiefung von dem Thema, aber es kommt wahrscheinlich auch drauf an, wie man sie nutzt, was man reingibt,
14:57 Magdalena Beilmann: Mhm. Das entscheidet, was man rausbekommt.
14:59 Benjamin Wüstenhagen: Inwiefern eine Abkürzung?
15:01 Magdalena Beilmann: Ich bekomm halt superschnell Wissen. Ich muss nicht vorher nach irgend' Kurs suchen und mir den buchen und mir dann da ein Zugang einrichten, sondern ich stell eine Frage zu' bestimmten Thema und hab innerhalb von 2 Sekunden eine Antwort.
15:14 Magdalena Beilmann: Ja, aber ist das denn ist das Lernen oder ist das eher... Ja, das ist eben das ist die Illusion von Lernen und ich hab eine Abkürzung,
15:17 Tool-Tipp: Google NotebookLM & Audio-Kuratierung
15:22 Magdalena Beilmann: zu dem Ziel zu kommen, aber ich hab nicht unbedingt mein Wissen vertieft.
15:26 Magdalena Beilmann: Es ist eher son son Oberflächenwissen,
15:29 Magdalena Beilmann: was ich mir damit aufbaue, hab ich oft das Gefühl.
15:32 Benjamin Wüstenhagen: Ja, gibt natürlich verschiedene Anwendungen. Also
15:35 Benjamin Wüstenhagen: Also ich mag
15:36 Benjamin Wüstenhagen: von Google NotebookLM,
15:38 Benjamin Wüstenhagen: kennst Du vielleicht.
15:41 Benjamin Wüstenhagen: Das ist eine supercoole Möglichkeit,
15:44 Benjamin Wüstenhagen: ein Stück weit zu kuratieren
15:46 Benjamin Wüstenhagen: und sich dann einen personalisierten Podcast zu bauen. Mhm. Also Du kannst da einfach
15:52 Benjamin Wüstenhagen: wissenschaftliche Paper
15:53 Benjamin Wüstenhagen: oder irgendwie News, alles Mögliche reindroppen
15:56 Benjamin Wüstenhagen: und dann rüttelt der sone halbe Stunde vor sich hin und dann bekommst Du in 10 Minuten Podcast,
16:01 Benjamin Wüstenhagen: der sich anhört, als wenn's echte Menschen wären.
16:06 Benjamin Wüstenhagen: Und das... Die haben sogar ein Modus, wo Du dann reingehen kannst. Kannst Du sagen, warte mal ganz kurz, was habt ihr da... Was was ist für eine Definition? Könnt ihr da noch mal tiefer reingehen?
16:15 Benjamin Wüstenhagen: Echt? Und das hilft mir schon, Dinge zu vertiefen.
16:19 Magdalena Beilmann: Spannend.
16:20 Magdalena Beilmann: Das muss ich mir mal anhören, denn wenn ich die Podcasts höre und
16:24 Magdalena Beilmann: KI Stimmen auf Social Media, krieg ich immer noch eine halbe Krise.
16:29 Benjamin Wüstenhagen: Warte mal ab, vielleicht bist Du auch dem, es da sitzt.
16:33 Magdalena Beilmann: Danke schön. Also
16:36 Magdalena Beilmann: wenn hier demnächst ein Roboter sitzt, wisst ihr warum. Ja, aber
16:41 Benjamin Wüstenhagen: auch da und da gibt's ja auch Studien zu,
16:43 Benjamin Wüstenhagen: die schon belegen, dass derzeit KI eher den Menschen nutzt, die, ich sag mal,
16:49 Benjamin Wüstenhagen: das einzusetzen wissen
16:51 Benjamin Wüstenhagen: und
16:52 Benjamin Wüstenhagen: vielleicht schon mehr Bildung genießen durften und da einfach auch die Chance hatten,
16:57 Benjamin Wüstenhagen: schon zu lernen, wie sie lernen können. Das
17:01 Benjamin Wüstenhagen: heißt, Du brauchst schon eine gewisse Kompetenz und kannst jetzt nicht sagen,
17:04 Benjamin Wüstenhagen: liebes Baby, hier ist dein iPhone mit ChatGPT,
17:07 Benjamin Wüstenhagen: los geht's.
17:08 Magdalena Beilmann: Ja,
17:10 Magdalena Beilmann: das ist so genau dieser Unterschied zwischen
17:13 Magdalena Beilmann: oberflächlichem
17:14 Magdalena Beilmann: Verständnis und Handlungskompetenz.
17:17 Magdalena Beilmann: Und den Unterschied seh ich noch zwischen
17:20 Magdalena Beilmann: KI, wie sie oft genutzt wird von Menschen
17:23 Magdalena Beilmann: und Weiterbildungsformaten, die
17:25 Magdalena Beilmann: die halt wirklich durchdacht sind und dir
17:28 Magdalena Beilmann: praxisnahes
17:29 Magdalena Beilmann: Wissen vermitteln.
17:30 Benjamin Wüstenhagen: Also ich kenn zwar Lex Friedman, auch ein Podcaster, der macht so sehr lange Interviews,
17:35 Benjamin Wüstenhagen: so 2, 3 Stunden.
17:36 Benjamin Wüstenhagen: Kürzlich erst mit Peter Steinberger, dem dem Founder von OpenClaw.
17:40 Benjamin Wüstenhagen: Kann ich sehr empfehlen, die Folge. Jedenfalls hat der letztens, letztens vor einiger Zeit mal auf auf X geschrieben,
17:59 Benjamin Wüstenhagen: Also er sagt so im Zweifelsfall... Also LLMs oder KI
18:04 Benjamin Wüstenhagen: hilft mir tatsächlich, hat mich weniger faul gemacht, als ich dachte.
18:08 Benjamin Wüstenhagen: Ich bin deutlich
18:10 Benjamin Wüstenhagen: wissensdurstiger
18:11 Benjamin Wüstenhagen: und ich lerne mehr pro Tag. Und es hat mich selber überrascht, ist aber auch großartig,
18:17 Benjamin Wüstenhagen: Along the Alliance. Und das das kann ich so unterschreiben,
18:20 Benjamin Wüstenhagen: wenn ich auch wenn ich nicht alles von Next Streamen unterschreiben kann.
18:23 Magdalena Beilmann: Ja, da ist wieder entscheidend, wer sitzt vor der Maschine, ne? Also auch KI braucht einfach
18:29 Magdalena Beilmann: kompetente Menschen davor.
18:31 Risiken: Halluzinationen & Kritisches Denken
18:31 Benjamin Wüstenhagen: Ja und Du hast natürlich zurzeit auch noch
18:34 Benjamin Wüstenhagen: den Fakt, dass es durchaus immer noch Halluzinationen
18:37 Benjamin Wüstenhagen: gibt
18:38 Benjamin Wüstenhagen: und natürlich KI immer sehr
18:41 Benjamin Wüstenhagen: kompetent wirkt.
18:42 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Und wenn Du das nicht so richtig einordnen kannst, dann weißt Du auch nicht, ob die Antworten grad sinnvoll sind oder nicht und ob das, was Du dir da grad als Lernpfad vorgegeben wird, irgendwie zum Erfolg führt oder auch nicht. Ja, es ist definitiv ein Risiko und das begegnet mir auch immer wieder
18:58 Magdalena Beilmann: plausibel klingende Fehler.
19:00 Magdalena Beilmann: Du fährst da so schnell drauf rein und adaptierst das einfach, ohne das zu hinterfragen,
19:05 Magdalena Beilmann: aber
19:06 Magdalena Beilmann: KI hat auch nicht immer recht.
19:09 Benjamin Wüstenhagen: Was sind so aus seiner Sicht die Schlüsselkompetenzen,
19:12 Benjamin Wüstenhagen: die jetzt noch stärker gefordert sind, als sie ohnehin schon gefordert waren?
19:17 Magdalena Beilmann: Einmal
19:18 Magdalena Beilmann: passend zu dem Thema, was wir grade hatten, definitiv kritisches Denken.
19:22 Magdalena Beilmann: Also wirklich Das klappt doch gut. Da ich kann das gut, ja.
19:27 Magdalena Beilmann: Woher weißt Du das? Ja,
19:29 Magdalena Beilmann: Dinge hinterfragen,
19:30 Magdalena Beilmann: die Quellen prüfen. Also
19:32 Magdalena Beilmann: ChatGPT ist da zum Beispiel, je nachdem, welches Modell man nutzt, noch nicht so gut drin.
19:38 Magdalena Beilmann: Wenn man da mal nach den Quellen fragt,
19:40 Magdalena Beilmann: kommt plötzlich raus beim zweiten und dritten Mal. Oh, es gibt gar keine Quelle. Das hab ich mir ausgedacht. Und Du denkst dir so, danke für nichts. Hatten wir hatten eine Folge, ich weiß nicht mehr, welche es war. Und dann haben wir das Beispiel gebracht,
19:55 Benjamin Wüstenhagen: Caseler in den USA hat dann ein Anwalt sich von ChatGPT
19:57 Benjamin Wüstenhagen: so seine Argumentation zurechtgezuckelt
20:00 Benjamin Wüstenhagen: und hat dann Dinge zitiert und also Cases zitiert, Richtersprüche zitiert, die sich total plausibel anhörten, aber komplett ausgedacht waren.
20:09 Benjamin Wüstenhagen: Jetzt muss man auch dazu sagen, in der Evolution der Modelle
20:13 Benjamin Wüstenhagen: geht diese Halluzination stärker zurück und es gibt jetzt auch tatsächlich
20:17 Benjamin Wüstenhagen: neue Modelle, die auf Forschung ausgelegt sind, die halt wirklich gut sind.
20:22 Benjamin Wüstenhagen: Beim Thema
20:23 Benjamin Wüstenhagen: Quellen zitieren gab's grad was Neues von der University in Washington, wir pack's in die Shownotes.
20:28 Benjamin Wüstenhagen: Aber ja, dieses kritische Denken und die Quellen prüfen, geh ich hundertprozentig mit
20:34 Benjamin Wüstenhagen: Und sicherlich auch widersprüchliche
20:36 Benjamin Wüstenhagen: identifizieren. Ich hab ganz gerne so kleine Scharmützel mit Grog.
20:39 Benjamin Wüstenhagen: Grog ist ja der der der Assistent oder der die KI von xAI,
20:44 Benjamin Wüstenhagen: die wiederum zum Imperium von Elon Musk gehört.
20:49 Benjamin Wüstenhagen: Ja, und da macht's ja manchmal, bin ein bisschen bescheuert, aber so Mini Hobby von mir mit Grog zu argumentieren und zu probieren,
20:55 Benjamin Wüstenhagen: ihn umzustimmen in doch harten Meinungen. Manchmal klappt's.
21:00 Magdalena Beilmann: Wie auch immer das ein Hobby sein kann, weil ich hasse es, KI zu diskutieren. Aber
21:05 Magdalena Beilmann: gut, dass wir alle unterschiedlich sind. Ja,
21:08 Magdalena Beilmann: und Selbstorganisation
21:09 Magdalena Beilmann: ist definitiv für mich auch noch ein Thema.
21:12 Magdalena Beilmann: Also
21:13 Magdalena Beilmann: ne,
21:15 Magdalena Beilmann: Prioritäten setzen hatten wir am Anfang der Folge
21:18 Magdalena Beilmann: und
21:19 Magdalena Beilmann: Lernen strukturieren.
21:22 Magdalena Beilmann: Dann kann KI ein guter Verstärker von Bildung sein.
21:25 Benjamin Wüstenhagen: Ja, ich glaub auch, das das ganze Thema irgendwie Transferfähigkeit. Also
21:28 Benjamin Wüstenhagen: Also wie kann ich das, was ich je gelernt habe,
21:31 Benjamin Wüstenhagen: woanders anwenden,
21:32 Benjamin Wüstenhagen: woanders hin transferieren?
21:34 Benjamin Wüstenhagen: Und
21:37 Die Stunde der Generalisten: Kontext & Transferfähigkeit
21:37 Benjamin Wüstenhagen: ich vermute, dass jetzt aber noch eine ist,
21:41 Benjamin Wüstenhagen: dass die Rolle von Generalisten
21:43 Benjamin Wüstenhagen: durch KI
21:45 Benjamin Wüstenhagen: verstärkt wird. Ist vielleicht auch so Visual Thinking, weil ich der Meinung bin, ich bin ein ganz guter Generalist,
21:51 Benjamin Wüstenhagen: ja. Aber wenn Du halt in der Lage bist,
21:54 Benjamin Wüstenhagen: Spezifika relativ schnell rauszufinden, ja, wenn Du in der Lage bist, auf das ganze Wissen der Welt zuzugreifen und dann in der Lage bist,
22:01 Benjamin Wüstenhagen: das zu transferieren
22:03 Benjamin Wüstenhagen: und den Kontext zu verstehen,
22:05 Benjamin Wüstenhagen: dann
22:06 Benjamin Wüstenhagen: spräche das von meiner Hypothese.
22:08 Magdalena Beilmann: Ja, kann ich mir auch vorstellen.
22:11 Magdalena Beilmann: Und
22:12 Magdalena Beilmann: Kontextverständnis
22:13 Magdalena Beilmann: wär für mich auch noch was Wichtiges. Du hattest ja vorhin das spannende Beispiel mit den
22:19 Magdalena Beilmann: Entwicklungen, mit
22:20 Magdalena Beilmann: mit dem Coden.
22:21 Magdalena Beilmann: Also für mich ist es wichtig zu verstehen,
22:24 Magdalena Beilmann: was passiert da grade in der KI?
22:28 Magdalena Beilmann: Ja? Ja. Willst Du also wissen, wie son LLM funktioniert, wie wie der wie das Transformer Modell funktioniert? Zumindest find ich's spannend. Grade Claude Co Work bietet ja zum Beispiel immer die Möglichkeit, dass man nachverfolgen kann bei komplexen Aufgaben, Okay. Wie das funktioniert und wie kommt er grade auf das Ergebnis? Ja. Interessier ich mich schon für, ja. Ich möcht nicht nur das Ergebnis, sondern manchmal auch den Weg dahin. Ja. Ja, das hast Du grade so bei den bei den Modellen, die halt so haben...
22:54 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaub, bei ChatGPT kannst Du's auch anzeigen, also das haben die mittlerweile alle. Ja, das ist spannend, das stimmt. Ja. Wo Du auch manchmal manchmal sehen kannst, wenn dann die KI mit sich selbst spricht.
23:03 Magdalena Beilmann: Ja, das ist auch spannend. Auch KI kann mit sich selbst diskutieren.
23:07 Benjamin Wüstenhagen: Nicht nur ich.
23:08 Magdalena Beilmann: Nicht nur Du.
23:11 Sind Abschlüsse & Zertifikate noch relevant?
23:11 Magdalena Beilmann: Okay,
23:12 Magdalena Beilmann: jetzt sind wir ja ein Bildungsunternehmen.
23:16 Magdalena Beilmann: Warum
23:17 Magdalena Beilmann: glaubst Du, sind Abschüsse trotzdem noch relevant
23:21 Magdalena Beilmann: in der heutigen Welt?
23:24 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaube, es ist nach wie vor 1 1 1 Signal nach außen.
23:27 Benjamin Wüstenhagen: Ja, es ist ein Signaling, also vielleicht
23:29 Benjamin Wüstenhagen: für mich wahrscheinlich 90 Prozent Signal,
23:33 Benjamin Wüstenhagen: ich habe mich hier auf eine Bildungsreise begeben, ich habe etwas geschafft
23:37 Benjamin Wüstenhagen: und 10 Prozent sicherlich auch Eigenmotivation,
23:40 Benjamin Wüstenhagen: ja, dass ich auf etwas hinarbeite und nicht nur sagen kann,
23:43 Benjamin Wüstenhagen: ich hab mich jetzt die letzten 6 Monate mit Vibe Coding beschäftigt und zwar ganz nett,
23:48 Benjamin Wüstenhagen: sondern irgendwie das von außen auch noch bestätigt zu bekommen.
23:51 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Und das Signal ist,
23:53 Benjamin Wüstenhagen: klar, ist einfach ein andere,
23:54 Benjamin Wüstenhagen: nachzuweisen, was ich da getan habe. Das das das sind für mich Abschlüsse. Ist nicht mehr so sehr, dass ich den Abschluss benötige
24:02 Benjamin Wüstenhagen: oder dass es der einzige Weg ist, Wissen zu erlangen, das nicht. Aber es ist 1 der wenigen Wege,
24:07 Benjamin Wüstenhagen: nachzuweisen,
24:08 Benjamin Wüstenhagen: was ich gelernt habe,
24:10 Benjamin Wüstenhagen: wenn ich's nicht nachweisen kann über das, was ich getan habe. Und ich glaub, das ist auch wieder ein Superbeispiel. Wir hatten ja jetzt in den letzten Folgen ab und zu mal von OpenClaw gesprochen.
24:13 Fallbeispiel: Peter Steinberger & der „Bauen statt Zeigen“-Ansatz
24:21 Benjamin Wüstenhagen: Der Entwickler, der das gemacht hat, Peter Steinberger, ein erfahrener Softwareentwickler. Der hat ein eigenes Unternehmen schon mal aufgebaut und für viele 100, nee, nicht für viele, aber für viele, viele Millionen verkauft.
24:31 Benjamin Wüstenhagen: Also der müsste nicht mehr arbeiten und hat dann innerhalb von ein paar Monaten OpenClaw gebaut und hatte, als es dann
24:38 Benjamin Wüstenhagen: so wahnsinnig durch die Decke ging
24:40 Benjamin Wüstenhagen: und Hunderttausende von Menschen es auf GitHub
24:43 Benjamin Wüstenhagen: geteilt haben,
24:45 Benjamin Wüstenhagen: stand er auf einmal aufm Präsentierteller
24:47 Benjamin Wüstenhagen: und hat dann Anrufe von Mark Zuckerberg wie auch Sam Altman gehabt, den CEO von OpenAI und Mark Zuckerberg, CEO von Meta, die den sofort anstellen wollten.
24:58 Benjamin Wüstenhagen: Da war es jetzt unerheblich, ob er irgendwie in Stanford oder Harvard studiert hat,
25:02 Benjamin Wüstenhagen: sondern da war sozusagen das, was er gebaut hat, sein Zertifikat,
25:06 Magdalena Beilmann: ja. Ein recht auffälliges. Das
25:08 Benjamin Wüstenhagen: Das ist
25:09 Benjamin Wüstenhagen: mir jetzt noch nicht passiert, leider.
25:12 Magdalena Beilmann: Kommt noch. Hoffentlich nicht aufgeben. Und
25:15 Magdalena Beilmann: tatsächlich hat er ja auch 1 der Angebote angenommen, ne Ja. Kürzlich.
25:21 Magdalena Beilmann: Okay, aber ich würd schon sagen, aufm Arbeitsmarkt
25:25 Magdalena Beilmann: für die normalen Menschen,
25:28 Magdalena Beilmann: nennen wir sie mal,
25:29 Magdalena Beilmann: sind solche
25:31 Magdalena Beilmann: Abschlüsse
25:32 Magdalena Beilmann: und Zertifikate
25:34 Magdalena Beilmann: schon noch relevant, oder?
25:36 Benjamin Wüstenhagen: Ja, ich meine, definitiv.
25:38 Benjamin Wüstenhagen: Also a, wir sehen's in den Zahlen, b, wir sind in Deutschland
25:42 Benjamin Wüstenhagen: und natürlich
25:44 Benjamin Wüstenhagen: muss ich irgendwie auch
25:46 Benjamin Wüstenhagen: die Sachen für mich vereinfachen als Arbeitgeber. Also wenn ich jetzt, wenn 1 sagt, ich kann das,
25:51 Benjamin Wüstenhagen: ja, kann ich ja der Person erst mal glauben. Aber wenn ja 1 Person sagen kann, ich kann das und ich hier gibt's doch eine andere Institution, die das belegt,
25:59 Benjamin Wüstenhagen: dann hilft es mir in der Entscheidung.
26:02 Benjamin Wüstenhagen: Sicherlich auch ein bisschen eine Stilfrage.
26:05 Magdalena Beilmann: Achtest Du denn bei Bewerbungen auf Zertifikate?
26:09 Benjamin Wüstenhagen: Na ja, jein. Also es hilft mir, vorzuselektieren,
26:12 Benjamin Wüstenhagen: aber natürlich
26:13 Benjamin Wüstenhagen: möcht ich dann auch ein bisschen tiefer reinschauen und nur ein Zertifikat hilft mir jetzt auch nicht, sondern es muss natürlich auch irgendwie
26:20 Benjamin Wüstenhagen: verbunden sein mit der Fähigkeit, das auch dann anwenden zu können.
26:25 Benjamin Wüstenhagen: Aber es hilft natürlich in der Vorselektion.
26:27 Magdalena Beilmann: Ja gut, da könnten wir natürlich jetzt generell tiefer ins Thema Recruiting einsteigen.
26:32 Magdalena Beilmann: Das gilt meiner Meinung nach für alles. Nur weil es im Lebenslauf steht oder im Anschreiben steht,
26:38 Magdalena Beilmann: heißt das noch nicht, dass ich mich blind
26:40 Magdalena Beilmann: für den Kandidaten entscheide.
26:43 Benjamin Wüstenhagen: Und ich mein, dieses Zertifikate Thema hast Du natürlich in allen möglichen Bereichen im Leben nicht in der Bildung. Also wenn ich jetzt sonem Restaurant... Wenn ich ein Restaurant sehe, was dann eine Michelin Stern hat,
26:52 Benjamin Wüstenhagen: ja, dann heißt das noch lange nicht, dass das Restaurant super
26:56 Benjamin Wüstenhagen: deutlich besser ist als ein anderes Restaurant, was keinen hat.
26:59 Benjamin Wüstenhagen: Aber es hilft mir in Selektion.
27:01 Benjamin Wüstenhagen: Da kann ich sagen, okay, da ist jemand hingegangen, der hat da was gegessen, der fand's gut,
27:05 Magdalena Beilmann: hab ein Stern bekommen. Das ist sehr einfach dargestellt, aber ja, es erfüllt gewisse Standards. Das sagt die irgendwie in 3 Sternen.
27:13 Magdalena Beilmann: Die hätte ich gerne, ja. Ja.
27:16 Benjamin Wüstenhagen: Ja, aber was, glaub ich, schon einen Unterschied heute ist zu früher, ist, dass
27:22 Benjamin Wüstenhagen: dass ich jetzt nicht sagen kann, ich hab jetzt einmal
27:25 Benjamin Wüstenhagen: meinen Abschluss
27:26 Benjamin Wüstenhagen: und that's it und den den klebe ich mir an die Wand und schau da in 30 Jahren drauf.
27:31 Benjamin Wüstenhagen: Sondern
27:32 Benjamin Wüstenhagen: dadurch, dass die Welt deutlich schneller geworden ist, auch in vielen Bereichen komplexer,
27:36 Benjamin Wüstenhagen: dass sich Wissen
27:38 Benjamin Wüstenhagen: schneller erweitert,
27:39 Benjamin Wüstenhagen: schneller
27:41 Benjamin Wüstenhagen: weniger relevant wird, wenn ich's nicht auffrische,
27:44 Benjamin Wüstenhagen: muss ich natürlich in lebenslanges Lernen einsteigen und das nicht nur
27:49 Benjamin Wüstenhagen: implizit, sondern auch wirklich explizit. Ich glaub schon, dass es ein Unterschied macht und wenn Du das fragst im Recruiting,
27:56 Benjamin Wüstenhagen: mich interessiert schon,
27:58 Benjamin Wüstenhagen: ob Menschen sich weitergebildet haben, ob sie am Puls der Zeit sind. Das kann dann durch Zertifikate dargestellt werden, muss aber nicht. Aber das ist für mich schon wichtiger, als zu sehen, ob jemand neunzehnhundertdreiundachtzig
28:11 Benjamin Wüstenhagen: irgend ein Zettel bekommen hat mitm Stempel drauf.
28:13 Magdalena Beilmann: Ja, verständlich. Ich glaub, man kann sich's auch heutzutage gar nicht mehr leisten,
28:18 Magdalena Beilmann: nicht lebenslang
28:19 Magdalena Beilmann: zu lernen. Also lernen muss schon fast so Teil vom Alltag werden,
28:24 Magdalena Beilmann: Sonst hab ich persönlich auch einfach das Gefühl, dass ich nicht mehr mitkomme.
28:28 Benjamin Wüstenhagen: Ja, oder beziehungsweise Du musst es dir leisten können, es nicht zu tun. Ja. Und
28:33 Benjamin Wüstenhagen: also wenn Du sozusagen auf deiner Insel sitzt und Privatier bist und dich mit
28:37 Benjamin Wüstenhagen: 3 Sterne Restaurants beschäftigst, musst Du dir vielleicht lieber die ganze Zeit essen lernen.
28:42 Magdalena Beilmann: Na gut, dann dann lernst Du was über 3 Sterne Restaurants. Ja, Ist ja auch schön.
28:47 Benjamin Wüstenhagen: Ja, aber dieses, was Du sagst, dieses ständig hinterher sein, das geht mir auch so.
28:52 Benjamin Wüstenhagen: Und das glaub ich, auch eine Herausforderung von generell Zertifizierungen,
28:56 Benjamin Wüstenhagen: Zertifikaten.
28:58 Benjamin Wüstenhagen: Wie schnell kannst Du sein,
29:01 Benjamin Wüstenhagen: diesen Speed mitzugehen?
29:03 Benjamin Wüstenhagen: Ja, und wie schnell musst Du auch die Sachen und wie groß kann das dann auch sein? Oder muss es vielleicht auch kleinteiliger werden? Müssen es irgendwie
29:11 Benjamin Wüstenhagen: Mikrozertifizierungen
29:12 Benjamin Wüstenhagen: werden die sich aneinanderreihen?
29:14 Benjamin Wüstenhagen: Muss es was sein, was Du vielleicht neben deinem Beruf machst?
29:17 Benjamin Wüstenhagen: Hab ich auch noch keine Antwort für.
29:19 Magdalena Beilmann: Ja, vielleicht ist es auch ein Zusammenspiel, ne. Ich mein, es gibt so viele verschiedene
29:23 Magdalena Beilmann: Formate. Ich
29:24 Magdalena Beilmann: Ich mein, vor der Herausforderung stehen wir hier als Unternehmen ja eigentlich jeden Tag. Ja. Es gibt Microlearnings,
29:31 Magdalena Beilmann: die schneller produziert werden, dadurch kann man schneller auf Veränderungen reagieren.
29:36 Magdalena Beilmann: Es gibt Deep Dives für bestimmte Themen, die sicherlich relevant sind, aber es gibt auch
29:41 Magdalena Beilmann: für gewisse Bereiche sicherlich Basiswissen,
29:44 Magdalena Beilmann: was sich vielleicht nicht grundlegend ändern wird,
29:48 Magdalena Beilmann: aber dann erweitert werden kann durch weitere Formate.
29:52 Benjamin Wüstenhagen: Und Dinge, die Du einfach übertragen
29:54 Benjamin Wüstenhagen: kannst, also die die genauso relevant waren vor 300 Jahren wie vor 50 Jahren wie jetzt. Ja. Was sind denn deine Tipps als diejenige, die
30:01 Benjamin Wüstenhagen: die lebenslange Lernenfahne hochhält und das auch in ihrer Karriere schon öfter mal gemacht hat?
30:07 Magdalena Beilmann: Tipp für mich und ich glaube,
30:09 Magdalena Beilmann: das ist sehr individuell, weil wir alle einfach unterschiedlich lernen,
30:13 Magdalena Beilmann: ist, dass ich mich auf Themen fokussiere.
30:15 Magdalena Beilmann: Also ich hab...
30:17 Benjamin Wüstenhagen: Das bin ich, da bin ich so gut dran. Ich weiß.
30:21 Magdalena Beilmann: Ich hab für mich festgestellt,
30:23 Magdalena Beilmann: wenn ich ein Thema
30:25 Magdalena Beilmann: in' Blog durchgehe,
30:27 Magdalena Beilmann: dass es mir deutlich leichter fällt,
30:30 Magdalena Beilmann: wirklich zu lernen und das zu speichern,
30:33 Magdalena Beilmann: als wenn ich irgendwie 50 Themen auf einmal angehe.
30:36 Benjamin Wüstenhagen: Hast Du vielleicht auch personelle... Also persönlichkeitsabhängig?
30:40 Magdalena Beilmann: Ja, mit Sicherheit. Wie ist es denn bei dir? Lernst Du gut mit deinen 50 Tabs?
30:46 Benjamin Wüstenhagen: Wenn's nur 50 wären. Nein, wahrscheinlich ist das einfach eine schlechte Angewohnheit. Aber was, glaub ich,
30:51 Benjamin Wüstenhagen: grade in Zeiten von KI wichtig ist, ist, dass ich mich... Also ich muss mich immer wieder dran erinnern, dass es jetzt kein Ghostwriter ist,
30:59 Benjamin Wüstenhagen: sondern dass ich das als Tutor nutzen möchte. Mhm. Ja? Und
31:03 Benjamin Wüstenhagen: wenn mir dann das Ding einfach die Lösung ausspuckt
31:06 Benjamin Wüstenhagen: und ich die anwende, dann hab ich nichts gelernt, dann hab ich vielleicht ein Problem gelöst.
31:10 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaub, ich hab den Unterschied zwischen Problemlösungen ganz konkret und dem Lernen, wie ich's beim nächsten Mal lösen kann.
31:16 Benjamin Wüstenhagen: Mhm.
31:17 Benjamin Wüstenhagen: Und
31:19 Benjamin Wüstenhagen: dafür möcht ich's gerne.
31:20 Magdalena Beilmann: Ja. Und was Du vorhin ja auch schon gesagt hast, konkret ein Anwendungsbeispiel
31:24 Magdalena Beilmann: ein Anwendungsbeispiel
31:25 Magdalena Beilmann: haben und die Anwendung vielleicht auch einplanen. Gilt jetzt bestimmt nicht für jedes Thema,
31:31 Magdalena Beilmann: aber wenn ich mich im Vibe Coding weiterbilden will, dann
31:35 Magdalena Beilmann: probier ich's halt noch mal aus.
31:37 Benjamin Wüstenhagen: Ja, das das. Und was ich auch cool finde bei KI,
31:41 Benjamin Wüstenhagen: was ich gerne mache, Du kannst immer nach so konkreten Beispielen fragen oder Metaphern.
31:47 Benjamin Wüstenhagen: Ich hatt's letztens, da kam einen Paper raus,
31:50 Benjamin Wüstenhagen: in dem
31:52 Benjamin Wüstenhagen: festgestellt oder da wurde rausgefunden,
31:54 Benjamin Wüstenhagen: dass so die kleinsten
31:57 Benjamin Wüstenhagen: Neuronen im Hirn
32:00 Benjamin Wüstenhagen: mehr wissen, als wir dachten. Also es ist nicht nur irgendwie ein also so ein Stand, der dann beschrieben wird, sondern die haben irgendwie mehr Wissen. Und ich hab's nicht, Ich hab das gelesen und hab mir... Hä? Mhm.
32:10 Benjamin Wüstenhagen: Und hab's dann Gemini eingegeben und gesagt, erklär mir das mal in Metaphern, sodass ich das verstehe. Mhm.
32:15 Benjamin Wüstenhagen: Und das kam dann sofort rüber. Und das war... Das hilft mir total, auch solche grundlegenden Konzepte besser zu verstehen, wo ich sonst in dem in der Wissenschaftssprache
32:24 Benjamin Wüstenhagen: jetzt nicht immer alles durchschaue.
32:26 Magdalena Beilmann: Ja, spannend, da kann man sich auch ein bisschen rumprobieren.
32:28 Magdalena Beilmann: Man kann auch durchaus die LLMs fragen,
32:32 Magdalena Beilmann: erklär mir das mal bitte wie'
32:34 Magdalena Beilmann: Fünfjährigen
32:35 Magdalena Beilmann: oder wenn man der visuelle Lerntyp ist, bau mir bitte eine Grafik dafür, um's mir zu erklären.
32:41 Magdalena Beilmann: Und mittlerweile
32:43 Magdalena Beilmann: sind die Modelle da wirklich sehr, sehr gut drin.
32:46 Benjamin Wüstenhagen: Ja.
32:47 Benjamin Wüstenhagen: Und Einstein wird da damit zitiert, dass er sagte, Information ist kein Wissen.
32:52 Benjamin Wüstenhagen: Die einzige Quelle von Wissen ist Erfahrung.
32:56 Benjamin Wüstenhagen: Weiß nicht, ob er's so gesagt hat, aber zumindest das wird ihm zugeschrieben.
33:00 Benjamin Wüstenhagen: Klingt aber irgendwie gut,
33:02 Benjamin Wüstenhagen: würd ich so unterschreiben.
33:05 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaub, zentral ist, dass der Zugang zu Informationen ist heute besser als
33:10 Benjamin Wüstenhagen: besser denn je, ja. Ich brauch keine Bibliothek mehr,
33:15 Benjamin Wüstenhagen: die vielleicht in 1 nur 1 großen Stadt ist, sondern ich hab sofort den Zugang
33:18 Benjamin Wüstenhagen: zu hoffentlich allen Informationen. Das ist dann irgendwann mal die Frage, wie gefiltert ist das und hab ich wirklich alles oder ist das nur ein Subset? Das ist eine andere Diskussion, die wir beim letzten Mal ein Stück weit geführt haben. Aber gehen wir mal davon aus, dass es so ist. Dann ist, ich glaub, heute
33:33 Benjamin Wüstenhagen: das Entscheidende,
33:35 Benjamin Wüstenhagen: die Fähigkeit mitzubringen,
33:37 Benjamin Wüstenhagen: ja,
33:38 Benjamin Wüstenhagen: zu unterscheiden und zu entscheiden auf Grundlage dieser vielfältigen Information.
33:43 Magdalena Beilmann: Ja.
33:44 Magdalena Beilmann: Und wie man das Wissen
33:46 Magdalena Beilmann: wirklich einsetzt, das man so aufbaut über verschiedene Wege.
33:50 Benjamin Wüstenhagen: Sprich also der Wert von Bildung ist eben
33:53 Benjamin Wüstenhagen: noch viel mehr als früher
33:55 Benjamin Wüstenhagen: eine Strukturierung,
33:57 Benjamin Wüstenhagen: eine Anwendung und letztlich auch eine Orientierung.
34:00 Magdalena Beilmann: Schönes Schlusswort.
34:03 Outro: Zusammenfassung & WhatsApp Community
34:03 Benjamin Wüstenhagen: Wie immer herzlichen Dank, dass ihr bis hierhin durchgehalten habt.
34:07 Benjamin Wüstenhagen: Wir freuen uns über jeden Kommentar. Wir freuen uns über jede Kritik. Schreibt uns gern,
34:12 Benjamin Wüstenhagen: empfehlt uns, sprecht über uns und wenn ihr noch wollt,
34:15 Benjamin Wüstenhagen: tretet gern unserer Whatsapp Community bei für weiteren Austausch zu all diesen Themen. Den Link
34:21 Benjamin Wüstenhagen: findet ihr wie immer in den Shownotes. Bis nächste Woche.
34:25 Tschau.
34:26 Co-Intelligence
34:27 ist eine Produktion von thekey Academy in Zusammenarbeit mit SnipKI.
34:32 Produziert bei Studio Co in Berlin.
34:34 Produktion und Regie,
34:35 Christina Manuel,
34:36 Fuate Zebatli und Elias Robe.
34:40 Lukas Shelter.
34:42 Redaktion und Moderation Benjamin Wüstenhagen und Moritz Heininger.
34:46 Abonniere uns auf Spotify,
34:47 Apple Podcasts oder YouTube.
34:50 Danke fürs Zuhören.