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#66: KI macht dich schneller – aber nicht dein Unternehmen
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0:00 Das Produktivitäts-Paradoxon: Schneller, aber voller
0:00 Benjamin Wüstenhagen: Ich schaffe heute an einem Vormittag mehr als früher in einer ganzen Woche. Und trotzdem ist bei uns nicht alles schneller geworden, sondern voller.
0:08 Benjamin Wüstenhagen: Frage ist dann vielleicht nicht, wie schnell bin ich,
0:11 Benjamin Wüstenhagen: sondern bei wem danach die Arbeit beginnt.
0:24 Benjamin Wüstenhagen: Willkommen zurück zu Co-Intelligence,
0:27 Benjamin Wüstenhagen: eurem KI Lernpodcast,
0:29 Benjamin Wüstenhagen: heute in Folge 66.
0:33 Benjamin Wüstenhagen: Es ist mitten im Sommer und wir dürfen wieder unsere Stammgästin
0:37 Benjamin Wüstenhagen: Magdalena Beilmann bei uns begrüßen
0:39 Benjamin Wüstenhagen: Und ich bin auch da, Benjamin Wüstenhagen. Magdalena ist nicht nur Vibe President
0:44 Benjamin Wüstenhagen: bei thekey Academy,
0:45 Benjamin Wüstenhagen: sondern auch GTM Lead
0:47 Benjamin Wüstenhagen: und ist wahrscheinlich die Person, die am meisten
0:50 Benjamin Wüstenhagen: AI Pilt ist, bei uns im Unternehmen zumindest. Moritz lässt sich entschuldigen,
0:55 Benjamin Wüstenhagen: hat viel zu tun, demnächst auch wieder mit Moritz.
1:00 Benjamin Wüstenhagen: Wir haben in den letzten Monaten beide sehr viel mit KI gearbeitet und hatten eine Beobachtung,
1:07 Benjamin Wüstenhagen: nämlich dass wir das Gefühl haben, dass KI uns individuell schneller macht, aber als Organisation
1:12 Benjamin Wüstenhagen: vielleicht gar nicht so viel schneller.
1:15 Magdalena Beilmann: Zumindest nicht immer,
1:17 Magdalena Beilmann: nicht automatisch.
1:18 Benjamin Wüstenhagen: Ja.
1:20 Benjamin Wüstenhagen: Und wir wollen heute die Frage beleuchten, was passiert
1:23 Benjamin Wüstenhagen: mit einer Organisation,
1:25 Benjamin Wüstenhagen: mit' Unternehmen,
1:27 Benjamin Wüstenhagen: wenn einzelne Menschen KI plötzlich sehr viel mehr nutzen und damit mehr schaffen?
1:33 Benjamin Wüstenhagen: Und wo wandert der, ja, wie soll ich sagen, der
1:36 Benjamin Wüstenhagen: der Flaschenhals hin? Wo ist der Engpass?
1:40 Magdalena Beilmann: Das ist eine gute Frage. Ich
1:43 Magdalena Beilmann: hab das Gefühl, wir
1:45 Magdalena Beilmann: schaffen immer mehr mit KI, was dazu führt, dass wir superviel
1:50 Magdalena Beilmann: umsetzen individuell
1:52 Magdalena Beilmann: und teilweise auch dazu, dass wir ein bisschen den Überblick und vielleicht auch die Richtung verlieren.
2:00 Benjamin Wüstenhagen: Wir haben hier im Podcast ja auch schon über die Bilderkultur
2:03 Benjamin Wüstenhagen: gesprochen.
2:04 Benjamin Wüstenhagen: Wir haben drüber gesprochen,
2:06 Benjamin Wüstenhagen: dass mehr Menschen zu KI Orchestratoren
2:09 Benjamin Wüstenhagen: werden.
2:10 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaub, all das leben wir selber.
2:13 Benjamin Wüstenhagen: Aber das, was Du sagst, ist uns vor allen Dingen in letzten in letzter Zeit stärker aufgefallen. Wir haben ein paar Beispiele mitgebracht,
2:21 Benjamin Wüstenhagen: wo wir's zeigen wollen. Ich schaff mehr heute in einem Vormittag
2:25 Benjamin Wüstenhagen: manchmal, als ich früher in einer Woche geschafft habe.
2:28 Benjamin Wüstenhagen: Ich hab früher viel in dem Produktmanagement
2:30 Benjamin Wüstenhagen: gearbeitet und da war immer so mein,
2:32 Benjamin Wüstenhagen: weiß ich, meine
2:34 Benjamin Wüstenhagen: mein Guru Martin Keigon,
2:38 Benjamin Wüstenhagen: Produktmanagement
2:39 Benjamin Wüstenhagen: Coach, der viele Bücher geschrieben hat und immer viel darüber gesprochen hat, über Outcome, Outcome, Outcome. Also nicht nur Output viel schaffen, sondern tatsächlich dann auch irgendwas tun, was ein Unterschied macht.
2:50 Benjamin Wüstenhagen: Und ich selber hab die Beobachtungen
2:52 Benjamin Wüstenhagen: bei mir gemacht, dass ich wahnsinnig viel Output generiere, ganz viel
2:57 Benjamin Wüstenhagen: kleine Apps, große Apps, HTML Seiten, Berichte, Analysen, whatever.
3:03 Benjamin Wüstenhagen: Aber dabei ist mir manchmal bisschen verloren gegangen, was eigentlich das Outcome dessen sein soll.
3:09 Outcome statt Output: Schneller in die falsche Richtung?
3:09 Magdalena Beilmann: Ja, kann ich bestätigen.
3:11 Benjamin Wüstenhagen: Martin Kaygen, ich bin einmal wieder auf seinem Blog gegangen nach langer Zeit. Er hat das dann schön untersucht
3:17 Benjamin Wüstenhagen: und hat,
3:19 Benjamin Wüstenhagen: ich hab den Namen grad vergessen und hatte einen der den Produktchef von Hub von diesem Armband,
3:24 Benjamin Wüstenhagen: hat er zitiert und meinte, hey, wir schaffen jetzt in kürzester Zeit viel mehr als früher, aber wir schaffen es auch damit, zehnmal schneller in die falsche Richtung zu laufen. Tatsache
3:35 Magdalena Beilmann: und etwas überspitzt
3:37 Magdalena Beilmann: formuliert,
3:38 Magdalena Beilmann: wenn Du abends deinen Laptop zuklappst und hast vielleicht
3:42 Magdalena Beilmann: 10 neue
3:44 Magdalena Beilmann: Tickets erstellt oder ein schönes neues System gebaut,
3:48 Magdalena Beilmann: fängt dann vielleicht bei jemand anderem die Arbeit an?
3:52 Magdalena Beilmann: Denn manchmal ist es ja nicht zu Ende, wenn Du fertig bist mit dem, was Du mit KI produziert hast oder? Willst Du dir damit sagen, dass ich Arbeit für dich produziere damit? Nicht nur für mich.
4:04 Benjamin Wüstenhagen: Was sind deine deine Erfahrungen, aber was was hast Du? Du hast ja auch wahnsinnig viel Zeit in diesen mit KI verbracht,
4:11 Benjamin Wüstenhagen: hast eine riesige Lernreise hingelegt, hast andere angeleitet oder bist dabei,
4:16 Benjamin Wüstenhagen: bist selber als Coach unterwegs in dem Bereich.
4:19 Benjamin Wüstenhagen: Was sind deine Beobachtungen?
4:21 Magdalena Beilmann: Unterschiedlich, also ich hab sowohl positive als auch negative
4:26 Magdalena Beilmann: Storys zu erzählen, glaube ich. Ein
4:29 Magdalena Beilmann: schöner, positiver Fall jetzt aus unserem Arbeitsalltag
4:32 Magdalena Beilmann: ist, dass wir
4:34 Magdalena Beilmann: mit
4:35 Magdalena Beilmann: oder wir fangen negativ an. Wir haben verschiedene Agenten gebaut, die uns
4:41 Benjamin Wüstenhagen: Berichte geliefert haben. Vielleicht erinnert ihr euch, wir hatten Anfang des Jahres eine Folge
4:47 Benjamin Wüstenhagen: zu OpenClaw.
4:48 Magdalena Beilmann: Richtig. Und sind dann selber in das OpenClaw Loch gefallen, haben uns ganz viele OpenClaw Agenten gebaut. Genau, Loch ist ein gutes Stichwort. Denn ich glaub, wir hatten am Ende 8 Reports in verschiedenen Slack Channeln.
5:00 Magdalena Beilmann: Ja.
5:01 Magdalena Beilmann: Teilweise auch bedingt dadurch, dass wir einfach viele verschiedene Quellen haben,
5:05 Magdalena Beilmann: verteilt Zahlen aus
5:08 Magdalena Beilmann: Mongo Datenbank,
5:09 Magdalena Beilmann: Post Talk,
5:11 Magdalena Beilmann: Intercom
5:11 Magdalena Beilmann: und was es nicht noch alles gibt. Mhm.
5:14 Magdalena Beilmann: Und uns ist aufgefallen, ich glaube sowohl dir als auch mir als auch anderen Kollegen ausm Team,
5:20 Magdalena Beilmann: dass niemand mehr die Reports
5:23 Benjamin Wüstenhagen: wirklich liest und vor allem keinen Gesamtüberblick hat Ja. Dadurch, dass sie überall verteilt waren. Ja, stimmt. Es gab dann zwar Agenten, man konnte sagen, hey, wir haben tolle KI Agenten und die geben uns jeden Tag ein tollen Report, welche Ads denn grade gut laufen und was man als Nächstes machen sollte, aber
5:36 Benjamin Wüstenhagen: die Agenten helfen dir auch nicht, wenn dann da nichts bei rumkommt und nichts passiert. Richtig.
5:41 Magdalena Beilmann: Deswegen gibt es jetzt ein Cockpit
5:45 Magdalena Beilmann: mit, Bitte.
5:46 Magdalena Beilmann: Ich glaube,
5:47 Magdalena Beilmann: 9 verschiedenen Tabs und es gibt keine einzelnen Reports mehr beziehungsweise nur noch einen mit den wichtigsten
5:54 Magdalena Beilmann: KPIs. Und
5:55 Magdalena Beilmann: Und dann kommt man über einen einfachen Link eben auf dieses Dashboard
5:59 Magdalena Beilmann: und findet da wirklich alle Zahlen
6:02 Magdalena Beilmann: und auch alle Zahlen, die man dann auch ins Verhältnis setzen kann.
6:05 Magdalena Beilmann: Mit anderen Zahlen wiederum spricht da jetzt so was wie
6:09 Magdalena Beilmann: unsere Organic Social Media Kanäle,
6:11 Magdalena Beilmann: unsere Paid Performance,
6:14 Magdalena Beilmann: unsere Funnel Conversion Rates,
6:16 Magdalena Beilmann: unseren Revenue.
6:18 Benjamin Wüstenhagen: Also alles auf einen Blick. Und warum ist das jetzt so neu? Weil das hätten... Also so Cockpits oder eine Dashboards hättest Du jetzt auch vor 10 Jahren haben können mit Power BI.
6:27 Magdalena Beilmann: Ja, ist wohl korrekt, aber in dem Cockpit haben wir genau die Zahlen, die wir haben wollen, die wir vorher verteilt hatten auf verschiedene Reportings und das Ganze auch jeweils, wie gesagt, ins Verhältnis gesetzt
6:40 Magdalena Beilmann: und mit
6:42 Magdalena Beilmann: beispielsweise einem Wettbewerbervergleich,
6:44 Magdalena Beilmann: mit
6:45 Magdalena Beilmann: entsprechenden KI Empfehlungen, wie können wir bestimmte Conversion Rates verbessern?
6:49 Magdalena Beilmann: Also
6:50 Magdalena Beilmann: schon kein einfaches Dashboard wie jetzt in' Blogger Studio.
6:55 Benjamin Wüstenhagen: Was hat dich dazu geführt, das jetzt einzuführen?
6:58 Magdalena Beilmann: Eben, dass ich gemerkt habe, dass ich aus den Reports nicht mehr wirklich was gemacht habe. Also die kamen zwar und ich hab jedes Mal die Nachricht angeklickt,
6:59 Vom Report-Overload zum zentralen Cockpit
7:05 Magdalena Beilmann: dann aber auch genauso schnell wieder weggeklickt. Das war einfach nicht mehr handlungsleitend für mich.
7:10 Magdalena Beilmann: Und so hab ich das Gefühl,
7:12 Magdalena Beilmann: dass das komplette Team
7:15 Magdalena Beilmann: auf ein Cockpit schauen kann und von denselben Zahlen spricht und daraus hoffentlich dann auch was macht.
7:22 Benjamin Wüstenhagen: Was da auch ganz spannend ist,
7:24 Benjamin Wüstenhagen: ist jetzt auch so aufgesetzt, dass man da kollaborativ
7:27 Benjamin Wüstenhagen: dran weiterentwickeln kann
7:29 Benjamin Wüstenhagen: über ein Repo bei GitHub. Genau, richtig. Hättest Du dir vor einem Jahr vorstellen können, dass Du mit GitHub Repos arbeitest in deiner täglichen Arbeit? Vermutlich nicht. Ja, genau. Ich hab's zumindest nicht gemacht. Aber
7:41 Magdalena Beilmann: hat durchaus Vorteile. Das ist ja Nicht nur beim Cockpit so, sondern auch bei anderen Projekten
7:47 Magdalena Beilmann: fangen wir jetzt immer mehr an, mit gemeinsamen Repos zu arbeiten, damit verschiedene Teamkollegen
7:53 Benjamin Wüstenhagen: eben weiter daran iterieren können und das optimieren können. Diejenigen, die von euch selber Entwickler sind, Entwicklerin sind, kennen das, ne, Repositories
8:01 Benjamin Wüstenhagen: auf GitHub, da gibt's auch GitLab, aber sozusagen
8:05 Benjamin Wüstenhagen: versionierte
8:06 Benjamin Wüstenhagen: versionierter Code,
8:08 Benjamin Wüstenhagen: der zentral in der Cloud liegt, auf den mehrere Menschen parallel zugreifen können,
8:13 Benjamin Wüstenhagen: sowohl lokal weiterentwickeln und dann auch einchecken und, ne,
8:17 Benjamin Wüstenhagen: miteinander kommunizieren, was dann letztlich
8:20 Benjamin Wüstenhagen: in das in das Dashboard einfließt. Ehrlicherweise hab ich das auch schon genutzt und hab da ein paar kleine Veränderungen vorgenommen,
8:26 Benjamin Wüstenhagen: zum Beispiel
8:28 Benjamin Wüstenhagen: Tierchen eingefügt.
8:29 Magdalena Beilmann: Ganz wichtig
8:31 Magdalena Beilmann: für den Spaß im Berufsalltag.
8:35 Magdalena Beilmann: Er hat sehr viele Vorteile, so ein GitHub Repo kann aber auch Nachteile haben.
8:41 Magdalena Beilmann: Haben wir grade beim Launch unserer neuen Website die Erfahrung gemacht,
8:46 Magdalena Beilmann: denn der Vorteil ist, viele Menschen können gleichzeitig daran arbeiten,
8:51 Magdalena Beilmann: aber
8:52 Magdalena Beilmann: ganz gleichzeitig eben doch nicht, weil man sich gegenseitig in die Quere kommen kann,
8:57 Magdalena Beilmann: was teilweise dazu führt,
9:00 Magdalena Beilmann: dass bestimmte
9:02 Magdalena Beilmann: Änderungen mal 2 oder 3 Stunden brauchen,
9:05 Benjamin Wüstenhagen: weil grade geblockt ist von einem anderen Menschen. Auch das ist ein schönes Beispiel, wie wir KI einsetzen. Wir hatten früher, wie viele andere wahrscheinlich auch, eine klassische
9:06 Webseiten-Launch mit Claude und GitHub
9:15 Benjamin Wüstenhagen: Webseite auf WordPress.
9:17 Benjamin Wüstenhagen: Die wurde irgendwann mal von' Agentur betreut, dann ist die Betreuung in deinen Shows gefallen. Herzlichen Glückwunsch. Vielen Dank.
9:23 Benjamin Wüstenhagen: Und da war's halt eine 1, ja, eine große Page mit vielen, vielen Hunderten Unterseiten.
9:27 Benjamin Wüstenhagen: Und wir wollten dann eine neue Webseite machen und hatten noch eigentlich mal ein Budget
9:33 Benjamin Wüstenhagen: dafür, eine Agentur zu nutzen.
9:35 Benjamin Wüstenhagen: Und haben uns dann aber entschieden, lasst es doch mal probieren, ob wir das auch mit Claude
9:39 Benjamin Wüstenhagen: hinbekommen.
9:40 Benjamin Wüstenhagen: Haben bisschen recherchiert, was ja, was das beste Set-up sein könnte und haben uns dann für einen sogenanntes Headless
9:47 Benjamin Wüstenhagen: CMS System entschieden, also ein Content Management System,
9:50 Benjamin Wüstenhagen: was aber über eine Schnittstelle angebunden ist, wo im Prinzip
9:54 Benjamin Wüstenhagen: alle Inhalte reingehen
9:55 Benjamin Wüstenhagen: und dann ein relativ leichtgewichtiges
9:58 Benjamin Wüstenhagen: Framework drum herum.
10:00 Benjamin Wüstenhagen: Und das hat es uns ermöglicht, komplett inhouse diese Webseite zu bauen,
10:04 Magdalena Beilmann: die sehr performant ist, die sicher ist und die schnell ist. Die sehr, sehr viel schneller ist und auch das Anlegen von einzelnen Seiten geht natürlich deutlich schneller. Das ging vorher durch mehrere Hände. Ja. Grade wenn zum Beispiel eine
10:18 Magdalena Beilmann: Sales Landingpage erstellt wurde.
10:21 Magdalena Beilmann: Und jetzt ist es ein prompt in Claude
10:24 Benjamin Wüstenhagen: und dann ist eine neue Landingpage da 5 Minuten später. Genau, da haben wir auch probiert, zusammenzuarbeiten über ein GitHub Repo und ja,
10:31 Benjamin Wüstenhagen: ehrlicherweise jetzt auch keine GitHub Profis.
10:34 Benjamin Wüstenhagen: Nee. Also
10:36 Benjamin Wüstenhagen: Advanced-Anfänger oder so.
10:39 Benjamin Wüstenhagen: Aber da haben wir genau das erlebt, ne, dass wir da schon lernen wollten aus den Erfahrungen, hey, wir müssen mehr zusammenarbeiten, nicht jeder sein eigenes Ding köcheln mit seiner KI
10:48 Benjamin Wüstenhagen: und sind da an diese Probleme gestoßen.
10:50 Magdalena Beilmann: Richtig, aber ich glaube, da ist was sehr, sehr Cooles draus entstanden.
10:51 Der neue Flaschenhals: Review-Stau statt Kreation
10:55 Magdalena Beilmann: Was vor allem
10:56 Magdalena Beilmann: superpraktisch ist, ist, dass man sich gegenseitig
10:59 Magdalena Beilmann: noch mal kontrollieren kann.
11:01 Magdalena Beilmann: Die eine KI
11:03 Magdalena Beilmann: fängt irgendwas an, die nächste KI kontrolliert es wieder. Zwischendurch schaut an den wichtigen Stellen noch mal ein Mensch drauf.
11:10 Magdalena Beilmann: Das hab ich vorher so nicht gemacht. Ich glaub, das hat zu einem deutlich besseren Ergebnis geführt.
11:15 Benjamin Wüstenhagen: Ja, aber jetzt ist so der der Flaschenhals ist jetzt eben nicht mehr, schaff ich es wirklich, so eine Webseite zu bauen oder schaff ich es wirklich, 1 1 ein Dashboard zu bauen
11:25 Benjamin Wüstenhagen: und da genau das drin zu haben, was ich gerne möchte, sondern letztlich wandert das son Stück weit zu den Reviews.
11:31 Ja. Ja.
11:33 Benjamin Wüstenhagen: Also ich kann jetzt viel machen, aber wenn ich die Review nicht abgenommen kriege, dann ist trotzdem ein Flaschenhals da. Ist auch...
11:39 Benjamin Wüstenhagen: Also sobald es dann eben von der Organisation getragen wird und nicht nur mein eigenes Ding ist, in dem ich selber rumköchle, sondern im Prinzip kollaborativ arbeiten will, hast Du dieses Thema. Und das sehen wir sowohl bei diesen Themen,
11:52 Benjamin Wüstenhagen: sehen's aber auch bei Coding selber. Also ich glaub, so viele Pull Requests
11:57 Benjamin Wüstenhagen: wie heute hatten wir selten oder hatten wir noch nie,
12:01 Benjamin Wüstenhagen: aber dennoch,
12:02 Benjamin Wüstenhagen: ja, läuft's da dann auf und muss dort von Menschen noch mal überprüft werden.
12:07 Magdalena Beilmann: Korrekt, also auch wieder ein Priorisierungsthema.
12:11 Magdalena Beilmann: Dafür bauen wir auch grade wieder was mit KI. Wir
12:15 Magdalena Beilmann: haben
12:16 Magdalena Beilmann: früher
12:17 Magdalena Beilmann: mit einem
12:18 Magdalena Beilmann: Projektmanagement Tool gearbeitet und da relativ kleinteilig die Tasks drin.
12:24 Magdalena Beilmann: Aber was wir eigentlich nie
12:26 Magdalena Beilmann: so konkret gemacht haben, ist, Sachen auch mal verworfen
12:31 Magdalena Beilmann: oder explizit in den Backlog gelegt. Und ich hab das Gefühl, momentan
12:35 Magdalena Beilmann: machen wir das auch so gut wie gar nicht mehr. Mhm. Wir verfolgen erst mal einzeln jede Idee, die wir so haben
12:41 Magdalena Beilmann: und dadurch
12:42 Magdalena Beilmann: verschiebt sich halt der Flaschenhals, wie Du grade gesagt hast, ne.
12:46 Magdalena Beilmann: Und dafür...
12:47 Magdalena Beilmann: Hoffentlich können wir's in der nächsten Folge mal zeigen oder anteasern,
12:50 Magdalena Beilmann: bauen wir grade sone eigene Art
12:53 Magdalena Beilmann: Projektmanagement
12:54 Magdalena Beilmann: Tool, die uns das erleichtert,
12:57 Magdalena Beilmann: indem es nur zulässt,
13:00 Magdalena Beilmann: dass eine gewisse Anzahl an
13:02 Benjamin Wüstenhagen: Systemen oder Ideen gleichzeitig bearbeitet werden. Kann man, ne, ein bisschen Ja, genau. Ja, was mir selber aufgefallen ist, macht... Ich mein,
13:03 Die Gefahr von KI-Multitasking und Burnout
13:10 Benjamin Wüstenhagen: ich hab ja mal geschaut, wie viele GitHub Comits ich eigentlich so habe dieses Jahr. Ich glaub, ich bin bei so knapp 5000.
13:17 Benjamin Wüstenhagen: Das ist auch nicht mehr so richtig gesund.
13:19 Benjamin Wüstenhagen: Und das Versprechen
13:20 Benjamin Wüstenhagen: war ja lange, hey, wir wir haben dann KI und können dann
13:24 Benjamin Wüstenhagen: Aufgaben übergeben, die wir selber nicht mehr machen müssen.
13:27 Benjamin Wüstenhagen: Juhu, haben wir Zeit für was anderes. Bei mir persönlich ist es dann dazu gekommen, dass ich eigentlich mehr gearbeitet hab als je zuvor,
13:34 Benjamin Wüstenhagen: weil ich diesen
13:35 Benjamin Wüstenhagen: Hype und diese Euphorie hatte und dachte, ja geil, jetzt kann ich endlich die Dinge umsetzen, die ich noch nie umsetzen konnte oder kann irgendwie 17 Sachen parallel machen, weil Du gibst dann irgend ein Prompt ein und dann eiert dann dein Claude oder dein Codex oder wer auch immer rum und denkst dir, ja, kann ich ja noch was anderes machen parallel. Und dann hast Du auf einmal dein Hören in 6 verschiedene Projekte gleichzeitig aufgesplittet.
13:54 Benjamin Wüstenhagen: Und
13:56 Benjamin Wüstenhagen: ich
13:57 Benjamin Wüstenhagen: bin, also ich hab das jetzt auch schon öfter auf LinkedIn gesehen von anderen, die drüber berichten. Und ich glaub, das wird ein spannendes Phänomen oder sieht man immer öfter, dass Menschen, obwohl sie jetzt viel effizienter sind,
14:09 Magdalena Beilmann: trotzdem eine größere Gefahr haben, auszubrennen. Das glaub ich auch. Was bei mir auch supergut zieht, ist wahrscheinlich eine Marketingsache,
14:16 Magdalena Beilmann: FOMO, Fear of missing out. Wenn ein neues Modell rauskommt wie zum Beispiel Fable und da steht, es ist nur bis Datum x verfügbar,
14:25 Magdalena Beilmann: dann nutz ich halt die Nächte,
14:27 Magdalena Beilmann: solange es verfügbar ist oder
14:29 Magdalena Beilmann: Dürfen wir hast noch ist jetzt noch 3 Tage länger verfügbar. Oh ja, das ist die ganze Zeit verfügbar. Genau. Oder ausnahmsweise hast Du noch 20 Prozent, ich war jetzt grade ein paar Tage im Urlaub. Ja. Hatte deswegen noch relativ viel Limit.
14:41 Magdalena Beilmann: Ja, dann muss ich natürlich die Nacht meiner KI beschäftigen, weil ich muss das Limit ja ausnutzen.
14:47 Magdalena Beilmann: Ja. Das ist schon, das ist eine Falle.
14:50 Benjamin Wüstenhagen: Wir haben, ich weiß gar nicht, wann wir drüber gesprochen haben, ja, vor 2 Wochen oder so, ne, ist uns das son bisschen aufgefallen. Ja. Und mussten dann auch gegensteuern bei uns in der Org. Und dann haben wir mal geschaut, ist das jetzt so ein Ding, was nur uns so geht oder geht das auch anderen so?
15:04 Benjamin Wüstenhagen: Oh Wunder,
15:05 Benjamin Wüstenhagen: es geht auch anderen so. Es gibt so ein paar erste. Wissenschaftliche Studien,
15:09 Benjamin Wüstenhagen: die sich mal angeschaut haben, wie dieser Flaschenhals innerhalb der Organisation
15:13 Benjamin Wüstenhagen: sich verschiebt sozusagen.
15:15 Benjamin Wüstenhagen: Und
15:16 Benjamin Wüstenhagen: es gibt beispielsweise, ich muss das ablesen, weil ich hab's nicht im Kopf. Es gibt son paar Seltexperimente,
15:21 Benjamin Wüstenhagen: die Microsoft Accenture
15:23 Benjamin Wüstenhagen: mit Fortune 100 Unternehmen gemacht haben und die haben dort knapp 5000 Entwickler beobachtet.
15:29 Benjamin Wüstenhagen: Und die haben insgesamt
15:31 Benjamin Wüstenhagen: es geschafft, 26
15:33 Benjamin Wüstenhagen: Prozent mehr Aufgaben zu erledigen
15:35 Benjamin Wüstenhagen: als die Kontrollgruppe.
15:37 Benjamin Wüstenhagen: Also man sieht schon, was man mehr schafft,
15:41 Benjamin Wüstenhagen: aber es ist eben keine Aussage über die Unternehmen Unternehmensleistung.
15:44 Benjamin Wüstenhagen: Also nur, wenn ich mehr Output hab, heißt es nicht, dass ich auch mehr Outcome oder ein besseres Outcome erzähle, ich Ja. Outcome.
15:51 Benjamin Wüstenhagen: Ja.
15:53 Benjamin Wüstenhagen: Und das Spannende ist da auch, es gibt eine andere Studie, da wurden Beschäftigte im Kundenservice
15:58 Benjamin Wüstenhagen: sich angeschaut
16:00 Benjamin Wüstenhagen: und die haben's geschafft, mit' Karriereassistenten
16:03 Benjamin Wüstenhagen: pro Stunde 14 Prozent mehr Fälle umzusetzen.
16:07 Benjamin Wüstenhagen: Und das Spannende war, dass diejenigen, die weniger Erfahrung mit Kundenservice hatten, stärker profitiert haben. Also die Erfahrenen
16:13 Benjamin Wüstenhagen: haben's trotzdem oder haben nicht so viel Uplift gehabt interessanterweise. Ich
16:17 Benjamin Wüstenhagen: Ich hätt's mir eigentlich anders vorgestellt.
16:19 Magdalena Beilmann: Spannend.
16:20 Magdalena Beilmann: Ja,
16:24 Benjamin Wüstenhagen: und da gibt's noch eine 3. Studie, die ich ganz spannend fand. Da wurden so
16:27 Benjamin Wüstenhagen: über 7000 Wissens Wissensarbeiter
16:30 Benjamin Wüstenhagen: in 66 Firmen über 6 Monate
16:33 Benjamin Wüstenhagen: beobachtet.
16:36 Benjamin Wüstenhagen: Die haben die Nutzer haben zwar weniger mit E-Mails verbracht, aber
16:41 Benjamin Wüstenhagen: die Zeit, in die in Meetings verbracht wurde, hat sich nicht verändert.
16:44 Benjamin Wüstenhagen: Okay. Ne?
16:45 Warum der KI-Effekt ohne Change-Management verpufft
16:49 Benjamin Wüstenhagen: Das heißt, wenn ich nicht meine Organisation
16:52 Benjamin Wüstenhagen: auch ein Stück weit umbaue
16:54 Benjamin Wüstenhagen: und auf diese Veränderungen
16:57 Benjamin Wüstenhagen: der Arbeitsweise
16:58 Benjamin Wüstenhagen: eingehe,
16:59 Benjamin Wüstenhagen: dann kann es durchaus sein, dass ich vielleicht mehr Aufgaben erledigt bekomme, aber dennoch für Organisationen sich nicht so umrechnen lässt. Und das sind auch son bisschen die die Stimmen, die jetzt grade laut werden in Bezug auf Tokenkosten.
17:10 Benjamin Wüstenhagen: Ja, was kostet ein Token? Was kostet der Einsatz von KI?
17:14 Benjamin Wüstenhagen: Oh, ist doch gar nicht so günstig und wer wo ist eigentlich der ROI?
17:18 Magdalena Beilmann: Spannend. Na
17:19 Magdalena Beilmann: Na ja, es braucht auch irgendwo gemeinsame
17:22 Magdalena Beilmann: Gewohnheiten,
17:24 Magdalena Beilmann: damit ein gewisses
17:26 Magdalena Beilmann: Outcome am Ende entsteht, ne, oder damit ein Vorteil entsteht fürs Unternehmen, wie jetzt zum Beispiel
17:31 Magdalena Beilmann: das Beispiel Dashboard, was wir vorhin gebracht haben. Schön, dass es steht,
17:35 Magdalena Beilmann: aber nur wenn auch alle draufschauen und es alle nutzen, Ja. Hat's am Ende einen Vorteil.
17:41 Benjamin Wüstenhagen: Ja.
17:42 Benjamin Wüstenhagen: Ach so, falls ihr euch wundert, falls wenn ihr's grade im per Video seht und ihr euch wundert, warum das alles so formal hier grade ist. Wir sitzen,
17:50 Benjamin Wüstenhagen: wir haben einfach den Tag auch genutzt. Wir haben heut den ganzen Tag gedreht, deswegen sitz ich ja auch mit irgendwie Einstecktuch und und und Sakko ist jetzt normalerweise nicht so meine
17:58 Benjamin Wüstenhagen: meine Klamotte in Berlin Kreuzberg.
18:00 Benjamin Wüstenhagen: Denn Benjamin ist ein Experte Oh ja, oh. In unserem neuen Kurs. Das stimmt. Und wir sitzen hier grad noch im Set,
18:06 Benjamin Wüstenhagen: wo der Kurs gedreht wurde.
18:09 Benjamin Wüstenhagen: Wenn ihr kein Video habt, ist jetzt eine gute Möglichkeit, uns mal in YouTube zu schauen und zu abonnieren.
18:16 Benjamin Wüstenhagen: Also Fazit
18:17 Benjamin Wüstenhagen: und da würd's mich auch interessieren, was ihr dazu sagt, was da eure Erfahrungen sind,
18:21 Benjamin Wüstenhagen: die viel mit KI arbeitet. Gerne kommentieren, egal, wo ihr grade seid, ob auf YouTube oder Spotify oder werever.
18:31 Benjamin Wüstenhagen: Können
18:32 Benjamin Wüstenhagen: also einzelne Aufgaben können beschleunigt werden, aber wie schafft man es dann auch, das für die ganze Organisation
18:38 Benjamin Wüstenhagen: umzusetzen,
18:39 Benjamin Wüstenhagen: wenn die Organisation vielleicht nicht,
18:41 Benjamin Wüstenhagen: ich sag mal, KI native ist?
18:43 Magdalena Beilmann: Ja, und habt ihr persönliche Erfahrungen gemacht,
18:46 Magdalena Beilmann: dass der Engpass,
18:48 Magdalena Beilmann: der Bottleneck
18:49 Magdalena Beilmann: irgendwo anders hingewandert ist durch KI? Würd mich auch sehr interessieren.
18:54 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Also ich glaub, dass das vom ich schaff nicht mehr meine Aufgabe wandert hinzu, okay, ich brauch die Abstimmung, ich brauch die Freigabe,
19:02 Benjamin Wüstenhagen: ich brauch das Buy in der Organisation,
19:05 Benjamin Wüstenhagen: jetzt nicht einfach nur einzeln irgendwohin zu rennen. Ja.
19:11 Benjamin Wüstenhagen: Danke, dass Du hier warst.
19:13 Magdalena Beilmann: Gerne.
19:14 Benjamin Wüstenhagen: Wir werden eine weitere Folge aufnehmen
19:16 Benjamin Wüstenhagen: und hier anschließen
19:18 Benjamin Wüstenhagen: und noch mal ein bisschen tiefer graben
19:21 Benjamin Wüstenhagen: und unsere Beobachtungen und Erfahrungen teilen. Wir glauben,
19:24 Benjamin Wüstenhagen: neben all den Tools und all den News
19:26 Benjamin Wüstenhagen: sind das auch spannende Dinge,
19:29 Benjamin Wüstenhagen: mit denen sich Menschen,
19:30 Benjamin Wüstenhagen: Wissensarbeiter,
19:31 Magdalena Beilmann: Organisationen beschäftigen sollten. Allerdings und wir werden auch von ein paar mehr Fällen sowohl positiven als auch negativen berichten.
19:40 Benjamin Wüstenhagen: Wenn euch das gefällt, sprecht ihr bei uns, empfehlt uns weiter.
19:44 Benjamin Wüstenhagen: Abonniert uns
19:46 Benjamin Wüstenhagen: und
19:47 Benjamin Wüstenhagen: gern über kommentieren.
19:48 Benjamin Wüstenhagen: Das hilft dem Podcast sehr. Herzlichen Dank und bis zum nächsten Mal.
19:53 Co-Intelligence
19:54 ist eine Produktion von thekey Academy in Zusammenarbeit mit SnipKI,
19:58 produziert im Constellation Studio in Berlin. Redaktion und Moderation Benjamin Wüstenhagen,
20:03 Moritz Heininger. Und ich, ich bin eine KI, falls ihr das nicht schon längst erraten habt. Einfach nur eine Stimme aus dem Algorithmus.
20:10 Aber hey, immerhin eine Retoutentiming.
20:12 Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, abonniert diesen Podcast, keine Folge zu verpassen. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.