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#69: KI-Output vs. Outcome: So stoppst du digitalen Müll
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0:00 Die Illusion von KI-Analysen: Warum mehr Output nicht hilft
0:00 Magdalena Beilmann: KI kann inzwischen in kürzester Zeit eine wahnsinnig detaillierte Analyse schreiben.
0:05 Benjamin Wüstenhagen: Und wir brauchen noch weniger Zeit, nicht darauf zu reagieren.
0:09 Magdalena Beilmann: Genau das ist das Problem. Eine detaillierte Analyse ist noch kein gutes Ergebnis.
0:13 Benjamin Wüstenhagen: In der letzten Woche haben wir drüber gesprochen, wer letzte Wort, wenn KI entscheidet.
0:18 Benjamin Wüstenhagen: Heute gehen wir noch einen Schritt davor und
0:21 Benjamin Wüstenhagen: schauen uns an, wer hört überhaupt hin?
0:24 Benjamin Wüstenhagen: Und wie wird aus einem Ergebnis eine gute Entscheidung, die von allen mitgetragen wird?
0:35 Benjamin Wüstenhagen: Willkommen zurück zu Co-Intelligence,
0:37 Benjamin Wüstenhagen: eurem KI Lernpodcast,
0:39 Benjamin Wüstenhagen: heute in der Episode
0:40 Benjamin Wüstenhagen: 69
0:41 Benjamin Wüstenhagen: mit unserer Vibe Präsidentin
0:44 Benjamin Wüstenhagen: Magdalena Beilmann
0:45 Benjamin Wüstenhagen: und mir, Benjamin Wüstenhagen.
0:47 Benjamin Wüstenhagen: Moritz kommt demnächst wieder.
0:50 Benjamin Wüstenhagen: Schön, dass ihr wieder da seid. Wir sind wieder zurück im Studio in Berlin
0:55 Benjamin Wüstenhagen: und ich freu mich sehr auf die heutige Episode,
0:58 Benjamin Wüstenhagen: denn wir können wieder ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, was uns so
1:02 Benjamin Wüstenhagen: über den Weg gelaufen ist im großen KI Zeitalter.
1:07 Magdalena Beilmann: Wir reden über KI
1:09 Magdalena Beilmann: Output
1:10 Magdalena Beilmann: und auch ein wenig AI Slop, der dabei entstehen kann.
1:14 Benjamin Wüstenhagen: Wie ihr wahrscheinlich mitbekommt, sind die sozialen Medien voll davon. Selbst auf LinkedIn gibt's mittlerweile die Möglichkeit,
1:21 Benjamin Wüstenhagen: bei Beiträgen ranzuschreiben,
1:23 Benjamin Wüstenhagen: das ist irgendwie KI Slop und ich möchte davon nicht mehr sehen. Also wenn wir merken, überall
1:28 Benjamin Wüstenhagen: spammt uns, spammen wir uns gegenseitig voll.
1:31 Benjamin Wüstenhagen: Und uns ist das auch ein Stück weit passiert,
1:35 Benjamin Wüstenhagen: obwohl die Ergebnisse, die wir da hatten, sicher und geprüft waren, alles richtig war.
1:39 Benjamin Wüstenhagen: Trotzdem war's
1:41 Benjamin Wüstenhagen: organisatorisch nicht gut aufgesetzt,
1:43 Benjamin Wüstenhagen: was da passiert.
1:45 Magdalena Beilmann: Ja, wir sind ja letzte Woche schon mal kurz drauf eingegangen, dass wir ganz viele Analysen und Reportings erstellt haben, verschiedene Agenten,
1:54 Magdalena Beilmann: die in diverse Slack Channel
1:57 Magdalena Beilmann: bestimmte Ergebnisse gepostet haben.
2:00 Magdalena Beilmann: War an sich gut gedacht, auch meiner Meinung nach gut umgesetzt,
2:05 Magdalena Beilmann: aber
2:07 Magdalena Beilmann: damit wurde dann nicht mehr angestellt. Sie waren einfach nicht handlungsleitend
2:11 Magdalena Beilmann: letztendlich.
2:13 Die Verlockung der Quantität bei KI-Ergebnissen
2:13 Benjamin Wüstenhagen: Ich war davon fasziniert oder bin's immer noch, dass man mithilfe von KI
2:17 Benjamin Wüstenhagen: tiefere und genauere Analysen fahren kann, sich alles ganz genau anschauen kann, super Graphen produziert,
2:23 Benjamin Wüstenhagen: Korrelationen erzeugt und so weiter und so fort. Und
2:27 Benjamin Wüstenhagen: ja, bin dann son bisschen meine eigenen Versuchung erlegen und hab
2:30 Benjamin Wüstenhagen: Quantität
2:32 Benjamin Wüstenhagen: und Vollständigkeit und Qualität verwechselt.
2:35 Benjamin Wüstenhagen: Also
2:36 Benjamin Wüstenhagen: tolle Strukturen,
2:37 Benjamin Wüstenhagen: tolle Tabellen, riesengroßer Umfang.
2:40 Benjamin Wüstenhagen: Und die Ergebnisse, die die wir dann in den verschiedenen Snackkanälen
2:43 Benjamin Wüstenhagen: hatten
2:44 Benjamin Wüstenhagen: mit Analysen,
2:46 Benjamin Wüstenhagen: die entweder täglich, wöchentlich oder auch monatlich kamen,
2:49 Benjamin Wüstenhagen: sahen total entscheidungsreif
2:51 Benjamin Wüstenhagen: aus. Aber
2:52 Benjamin Wüstenhagen: es hat vorher irgendwie eine klare Frage gefehlt oder auch eine klare Entscheidungs,
2:57 Benjamin Wüstenhagen: sozusagen, was ist entscheidungsleitend?
3:00 Benjamin Wüstenhagen: Und dann mussten die Empfänger, in dem Fall unser Team,
3:04 Benjamin Wüstenhagen: ja, son bisschen selber unterscheiden, was ist hier relevant?
3:07 Benjamin Wüstenhagen: Welche Konsequenz soll ich daraus ziehen? Was sind die nächsten Schritte? Und mussten wir das alles selber herausarbeiten.
3:13 Benjamin Wüstenhagen: Und das war von vornherein aus meiner Sicht in der in der, ja, Nachbetrachtung einfach ein handwerklicher
3:20 Benjamin Wüstenhagen: organisatorischer
3:21 Benjamin Wüstenhagen: Fehler,
3:22 Benjamin Wüstenhagen: nicht einfach nur ein Modellproblem, was wahrscheinlich nicht aufgetreten wäre, wenn es nicht so einfach gewesen wäre, das zu erzeugen.
3:28 Benjamin Wüstenhagen: Ja, also
3:29 Benjamin Wüstenhagen: ja, son schönes
3:31 Benjamin Wüstenhagen: ökonomisches Prinzip ist, dass wenn Dinge
3:35 Benjamin Wüstenhagen: wie heißt das auf Deutsch? Wenn Dinge nicht im Überfluss vorhanden sind, dann macht man sich Gedanken, was man da gerne tut, aber mit KI kann man halt
3:42 Benjamin Wüstenhagen: schnell viel Text und viele Analysen erzeugen.
3:45 Magdalena Beilmann: Ja, das Risiko besteht vor allem
3:49 Magdalena Beilmann: viele und lange Analysen.
3:51 Magdalena Beilmann: Also das fällt mir immer wieder auf, nicht nur bei den Reportings, sondern generell bei
3:55 Magdalena Beilmann: jeglichen Texten, die mit KI erstellt werden.
3:58 Magdalena Beilmann: Also ich sag schon immer automatisch dazu, bitte kürz das noch mal so ungefähr die Hälfte, was Du mir hier rausgeben willst,
4:05 Magdalena Beilmann: denn das kann einfach ein bisschen überfordernd werden.
4:08 Magdalena Beilmann: Und ich glaube, es lähmt dann teilweise auch son bisschen, wenn
4:13 Magdalena Beilmann: 10 Channel plötzlich offen sind mit verschiedenen Reportings, die superlang sind und
4:17 Magdalena Beilmann: wie Du sagst, nicht dabeisteht,
4:19 Magdalena Beilmann: was fang ich jetzt damit an? Ist das eine Information?
4:22 Magdalena Beilmann: Soll ich da was draus machen? Ist das ein Handlungsauftrag?
4:26 Magdalena Beilmann: Und die Fragen
4:28 Benjamin Wüstenhagen: sollten wir uns in Zukunft voll vorher stellen. Lustig wird's dann, es ist auch schon paarmal passieren, wenn deine Kollegen sozusagen das dann wiederum an ihre KI gestopft haben und dann die Zusammenfassung darunter gepostet haben.
4:29 Output vs. Outcome: Was wirklich Wert stiftet
4:39 Magdalena Beilmann: Oder visualisiert
4:40 Magdalena Beilmann: haben. Ja.
4:42 Benjamin Wüstenhagen: Ja, ist son... Wir hatten Marty Cagan im in der vorletzten Ausgabe, glaub ich, son Marty Cagan ist son Vordenker, was Produktmanagement angeht. Und der hat mal diese schöne Unterscheidung zwischen Outcome
4:52 Benjamin Wüstenhagen: und Output.
4:54 Benjamin Wüstenhagen: Ja, also wenn ich von Output spreche, dann erzeuge ich einfach Zeug.
4:57 Benjamin Wüstenhagen: Und wenn ich von Outcome spreche, dann schaue ich halt, welche welche Wirkung hat das, ne? Was ist was was verändert sich?
5:03 Benjamin Wüstenhagen: Und er hat den Satz geprägt, ich jetzt muss ich ab ablesen,
5:10 Benjamin Wüstenhagen: Sowohl das Projekt, also das Projektmodell,
5:13 Benjamin Wüstenhagen: also wenn ich jetzt Projektmanagement
5:15 Benjamin Wüstenhagen: gegenüber Produktmanagement stelle oder auch wenn ich mir KI anschaue.
5:19 Benjamin Wüstenhagen: Und wenn ich das auf uns übertrage, dann
5:22 Benjamin Wüstenhagen: haben wir zwar Analysen produziert, aber die Entscheidung dennoch nicht leichter gemacht.
5:28 Benjamin Wüstenhagen: Und das System hat gar nichts Falsches getan. Also es war also kein
5:31 Benjamin Wüstenhagen: Fehler von KI oder Fehler im Modell oder schlicht aufgesetzter Bot, sondern
5:37 Benjamin Wüstenhagen: keine genügende Überlegung davor.
5:40 Magdalena Beilmann: Fehler lag bei Menschen in dem Fall. Wir wissen ja, die Verantwortung bleibt bei uns. Ja.
5:45 Benjamin Wüstenhagen: Und das hat mich dann in der son bisschen dran erinnert an
5:48 Benjamin Wüstenhagen: tatsächlich einige Vorlesungen im Studium. Glaubt es kaum, schon sehr lange her bei mir. Aber ich hatte das Glück, bei einem Systemtheoretiker
5:56 Benjamin Wüstenhagen: und Soziologen
5:57 Benjamin Wüstenhagen: mal ein paar Vorlesungen zu haben, Dirk Baecker.
6:00 Benjamin Wüstenhagen: So Luhmann Schüler. Luhmann ist so der
6:03 Benjamin Wüstenhagen: die Systemtheorie Nerds, das ist so der der sozusagen.
6:10 Benjamin Wüstenhagen: Und
6:11 Benjamin Wüstenhagen: der hat schon lange Digitalisierung
6:13 Benjamin Wüstenhagen: ein Stück weit erforscht
6:15 Benjamin Wüstenhagen: im Zusammenhang mit Systemtheorie
6:17 Benjamin Wüstenhagen: und sagt halt oder stellt die Frage, wann wird Output auch Teil von Kommunikation?
6:23 Benjamin Wüstenhagen: Weil Organisationen eben nicht nur Menschen sind,
6:26 Benjamin Wüstenhagen: sondern auch wie kommuniziert wird.
6:30 Benjamin Wüstenhagen: Das fand ich ganz, ganz spannend. Und er schreibt selber,
6:38 Benjamin Wüstenhagen: Das heißt, wenn ich also KI
6:40 Benjamin Wüstenhagen: daran teilhaben lasse, in meiner Organisation zu kommunizieren, in dem Fall einfach with the reports posten jeden Tag oder jede Woche, was macht das dann mit dem Rest?
6:49 Magdalena Beilmann: Teilweise Überforderung, würd ich mal behaupten.
6:55 Benjamin Wüstenhagen: Ja, was hast Du daraus gemacht aus der Überforderung?
6:59 Magdalena Beilmann: Wir haben ganz viele Analysen bekämpft mit einem großen
7:04 Magdalena Beilmann: Dashboard.
7:05 Benjamin Wüstenhagen: Das klingt klingt hervorragend, ne.
7:08 Magdalena Beilmann: Ja, immerhin haben wir jetzt alles an 1 Stelle. Ja. Auch das kann meiner Meinung nach überfordert wirken, weil's jetzt wirklich sehr viele Informationen sind,
7:17 Magdalena Beilmann: die
7:18 Magdalena Beilmann: auf einem Bildschirm landen letztendlich.
7:21 Magdalena Beilmann: Ich glaub, das
7:22 Magdalena Beilmann: Cockpit hat mittlerweile 12 Tabs. Ja. Dementsprechend
7:26 Magdalena Beilmann: schon schon viele Informationen, viele Daten, Zahlen.
7:30 Magdalena Beilmann: Aber
7:32 Magdalena Beilmann: ja, auch da
7:34 Magdalena Beilmann: sollte dann befähigt werden,
7:36 Magdalena Beilmann: für wen sind welche Daten relevant?
7:39 Magdalena Beilmann: Dort ist aufgeteilt in verschiedene Bereiche
7:43 Magdalena Beilmann: wie beispielsweise
7:44 Magdalena Beilmann: der Support Bereich, der
7:47 Magdalena Beilmann: Customer Relationship
7:48 Magdalena Beilmann: Management Bereich,
7:50 Magdalena Beilmann: der Organic Social Media Bereich,
7:52 Magdalena Beilmann: sodass wirklich jeder sich auf seinen Bereich
7:55 Magdalena Beilmann: konzentrieren und fokussieren kann, aber auch die Möglichkeit hat, nach links und rechts zu schauen. Ja, sprich, also es gibt sonen gemeinsamen Ort zum einen,
8:05 Benjamin Wüstenhagen: wo alle im Unternehmen draufschauen können und zum anderen gibt's aber auch ein klaren Anschluss.
8:09 Benjamin Wüstenhagen: Also ich seh nicht nur irgendwelche Analysen, die mit mir nichts zu tun haben, sondern seh einfach die Zahlen, mit denen ich jeden Tag oder die Informationen, mit denen mit denen ich jeden Tag umgehe
8:16 Benjamin Wüstenhagen: und kann dann daraus was schließen. Und gut, dieses Beispiel, was wir jetzt grade gebracht haben von den Analysen, das zieht sich aus meiner Sicht durch alles Mögliche durch,
8:24 Benjamin Wüstenhagen: was jetzt KI einfach ermöglicht.
8:26 Benjamin Wüstenhagen: Ja, wenn ich jetzt dann beispielsweise an digitale Produkte schaue,
8:30 Benjamin Wüstenhagen: dann kann ich ja heute in kürzester Zeit Features hochziehen.
8:34 Benjamin Wüstenhagen: Aber nur weil ich ganz viele neue Funktionen baue,
8:37 Benjamin Wüstenhagen: heißt es nicht, dass ich ein besseres Outcome erziele für den Nutzer.
8:42 Benjamin Wüstenhagen: Nicht? Nee.
8:43 Benjamin Wüstenhagen: Oder ich kann ganz, ganz viele Slides produzieren und mir jetzt meiner Seiten PowerPoint oder HTML mittlerweile die Ohren hauen.
8:50 Benjamin Wüstenhagen: Aber auch diese schiere Anzahl
8:53 Benjamin Wüstenhagen: ist ja auch noch nicht handlungsleitend.
8:55 Benjamin Wüstenhagen: Ich glaub, das ist eine spannende Sache, die die es einfach so vor' nem Jahr oder 2 nicht gegeben hat in Unternehmen, weil Du immer eine begrenzte Ressource hattest. Und wenn diese Ressource jetzt wir setzen den Fall, ich habe ganz viele Token und kann die halt verknallen.
9:08 Benjamin Wüstenhagen: Auch da sehen wir ja schon teilweise, dass die Ressource begrenzt wird, weil die die Kosten einfach ausm Ruder laufen. Aber wenn das da ist,
9:15 Benjamin Wüstenhagen: dann kann das schnell Organisationen überfordern. Das hat eben nichts damit zu tun, ob die KI gut oder schlecht ist. Ja, definitiv.
9:22 Magdalena Beilmann: Also was es eigentlich braucht, sind neue Überlegungen und neue
9:23 Die richtigen Anschlussfragen vor dem Prompten stellen
9:28 Magdalena Beilmann: Anschlussfragen,
9:29 Magdalena Beilmann: bevor man überhaupt anfängt,
9:31 Magdalena Beilmann: irgendwas zu entwickeln.
9:34 Magdalena Beilmann: Beispielsweise
9:35 Magdalena Beilmann: in was für' Status ist das, was hier rauskommt?
9:40 Magdalena Beilmann: Ist es eine Idee?
9:41 Magdalena Beilmann: Ist es ein Experiment?
9:43 Magdalena Beilmann: Ist es
9:44 Magdalena Beilmann: ein Ergebnis?
9:46 Magdalena Beilmann: Was soll damit passieren und wer soll damit auch letztendlich weiterarbeiten?
9:51 Benjamin Wüstenhagen: Ja.
9:52 Benjamin Wüstenhagen: Wir also was was hast welche Schlüsse hast Du da gezogen? Was kannst Du unseren Hörern dann mitgeben
9:57 Benjamin Wüstenhagen: in den Fragen,
9:59 Benjamin Wüstenhagen: die Du dir gestellt hast oder die Du jetzt eher stellst, bevor Du mit KI loslegst und irgendwas baust?
10:05 Magdalena Beilmann: Letztendlich
10:07 Magdalena Beilmann: denk ich wirklich, wie ich grade gesagt habe, mehr drüber nach, was soll danach mit diesem Ergebnis passieren?
10:13 Magdalena Beilmann: Ja. Und geh auch mehr in die Kommunikation mit den Menschen, die dann letztendlich damit weiterarbeiten sollen. Also jetzt zum Beispiel, was das Dashboard angeht, hab ich explizit das Team gefragt oder wir
10:25 Magdalena Beilmann: und drum gebeten, sich das Ganze anzuschauen, jeweils auf den eigenen Bereich zu schauen und Feedback zu geben,
10:30 Magdalena Beilmann: kann ich damit was anfangen? Fehlt mir was? Ist da vielleicht eine Information, die mich eher verwirrt?
10:36 Magdalena Beilmann: Wir
10:37 Magdalena Beilmann: arbeiten ja auch alle unterschiedlich. Wir haben
10:40 Magdalena Beilmann: unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen.
10:42 Magdalena Beilmann: Vielleicht möchte der eine lieber ein Bildchen und der andere braucht mehr die nackten Zahlen.
10:48 Magdalena Beilmann: Und
10:49 Magdalena Beilmann: wir können das Ergebnis ja letztendlich nur
10:52 Magdalena Beilmann: optimieren und perfektionieren, wenn wir mit den Menschen sprechen, die damit weiterarbeiten sollen.
10:56 Benjamin Wüstenhagen: So, als alter Produktmanagement,
10:59 Benjamin Wüstenhagen: Heini, klingt das jetzt fast so, als wärst Du zum Produktmanagerin
11:02 Benjamin Wüstenhagen: geworden für das Cockpit.
11:03 Magdalena Beilmann: Glaube, son bisschen werden wir das alle. Ja. Son bisschen gehen wir alle in die Richtung mit KI, oder?
11:11 Warum klassische Dashboards an Bedeutung verlieren
11:11 Benjamin Wüstenhagen: Ja, in gewisser Weise schon. Also wahrscheinlich kann man erst irgendwie, wenn man nur für sich arbeitet, ist das was anderes. Aber sobald Du irgendwie die Ergebnisse der anderen stellen willst, egal ob das Ergebnis eine Präsentation, eine Analyse,
11:20 Benjamin Wüstenhagen: ein Text oder was auch immer ist, ein Stück Software,
11:23 Benjamin Wüstenhagen: musst Du einfach die Frage stellen, die Organisation nicht zu überfordern.
11:28 Benjamin Wüstenhagen: Was ich auch dabei spannend finde,
11:31 Benjamin Wüstenhagen: wir hatten das vorgestern, da haben wir
11:34 Benjamin Wüstenhagen: in der Gruppe drüber gesprochen, okay, mit welcher Lösung wollen wir eigentlich gemeinsam arbeiten,
11:39 Benjamin Wüstenhagen: relativ einfach Dashboards zu erstellen?
11:42 Benjamin Wüstenhagen: Und
11:43 Benjamin Wüstenhagen: ich hab jetzt in den letzten 10 Jahren immer wieder mit allen möglichen Tools gearbeitet, sei es jetzt Power BI
11:49 Benjamin Wüstenhagen: oder Mixpanel oder PostHog oder was auch immer. Aber mittlerweile glaube ich, dass das gar keiner sone große Rolle mehr spielt,
11:56 Benjamin Wüstenhagen: weil ich eben kein Front End mehr per se benötige, mir irgend ein Dashboard zusammenzuklicken.
12:02 Benjamin Wüstenhagen: Denn ich kann ja jetzt mit' mit meinem Agenten oder mit meiner KI, mit meinem Chat sprechen und sagen, was ich haben will.
12:07 Benjamin Wüstenhagen: Ja. Und wir hatten das witzigerweise auch vor
12:10 Benjamin Wüstenhagen: wenigen Tagen. Wir haben einen neuen Kurs gelauncht. Wir machen ja bei der KI Academy Kurse,
12:16 Benjamin Wüstenhagen: unter anderem auch zu KI.
12:18 Benjamin Wüstenhagen: Es kam also ein neuer Kurs raus und wir wollten schauen, wie ist eigentlich... Wie sind eigentlich die ersten Tage im Vergleich zu anderen
12:24 Benjamin Wüstenhagen: Kursen?
12:26 Benjamin Wüstenhagen: Und also a hätten wir wahrscheinlich diese Auswertung vor' Jahr oder vor 2 nicht gemacht, weil die Ressourcen in
12:33 Benjamin Wüstenhagen: Data Analytics waren begrenzt.
12:36 Benjamin Wüstenhagen: Jetzt können wir sie tun, aber wir machen sie eben auch nicht auf' Dashboard, sondern
12:40 Benjamin Wüstenhagen: bauen komplett ein Neues.
12:42 Magdalena Beilmann: Ja, beziehungsweise integrieren's in das, was wir sowieso schon nutzen. Ja. Das Cockpit, von dem wir eben gesprochen haben,
12:49 Magdalena Beilmann: hat dann kurzerhand einfach ein neuen Tab bekommen namens Kursstart.
12:54 Magdalena Beilmann: Und innerhalb von,
12:56 Magdalena Beilmann: eigentlich vielleicht' Viertelstunde
12:58 Magdalena Beilmann: wurden da einmal die Daten reingepiped,
13:00 Magdalena Beilmann: wie sind unsere anderen Kursstarts gelaufen? Wie viele Lizenzen haben wir da in welchem Zeitraum verkauft,
13:06 Magdalena Beilmann: damit wir gleichzeitig Ziele setzen konnten?
13:09 Magdalena Beilmann: Und haben jetzt sehr präsent,
13:11 Benjamin Wüstenhagen: wie läuft dieser neue Kursstart von Manager für KI Kompetenzen übrigens? Und das und das Outcome ist jetzt, dass wir heute Nachmittag mit dem Team eine Flasche Sprudelwasser öffnen. Ja. Weil wir weil es ganz weil es ganz gut läuft. Ja, lustigerweise
13:27 Magdalena Beilmann: hat sich das direkt bewährt gemacht, denn
13:29 Magdalena Beilmann: 3 unterschiedliche Menschen ausm Team haben mich gefragt, hey, wie läuft ein der Kursstart?
13:34 Magdalena Beilmann: Und für alle 3
13:37 Magdalena Beilmann: konnte ich das Dashboard zur Verfügung stellen beziehungsweise dem gesamten Team und alle schauen auf dieselben Zahlen und freuen sich,
13:44 Magdalena Beilmann: wenn eine Lizenz verkauft wird.
13:46 Benjamin Wüstenhagen: Aber auch da ist wieder interessant, wenn son bisschen dann zurück in die Systemtheorie schaut. Jetzt könnte man natürlich glauben, okay, ich hab ein Dashboard,
13:52 Benjamin Wüstenhagen: alles ist für alle gleich, denn wir schauen ja auf sone ähnliche Wahrheit.
13:56 Benjamin Wüstenhagen: Ja, aber dennoch ist es ist diesen Dashboard
13:59 Benjamin Wüstenhagen: nicht neutral insofern, als dass es
14:02 Benjamin Wüstenhagen: sichtbar ist, vergleichbar ist, besprichtbar wird.
14:06 Benjamin Wüstenhagen: Aber verschiedene Menschen können dieselbe Zahl sehen und unterschiedlich deuten. Ja. Du hast ein Ziel gesetzt und gesagt, hey, wär doch ganz cool.
14:13 Benjamin Wüstenhagen: Wenn wir so in den Top 3 kommen, Ich hab das Ziel gesehen und gesagt, was ist das denn? Ja, was was sind das, was was machen wir da an? Was ist das fürn Anspruch?
14:20 Benjamin Wüstenhagen: Verhaspel ich mich sofort direkt.
14:22 Magdalena Beilmann: Ich möchte kurz ergänzen, ich habe ein Ziel gesetzt und die Rekordzahl dazu geschrieben, damit es beides abgebildet ist. Ja, okay.
14:30 Magdalena Beilmann: Aber ja, Zahlen können unterschiedlich interpretiert werden. Deswegen muss man auch da in der Kommunikation bleiben und nicht
14:38 Magdalena Beilmann: einfach da ein Dashboard hinschmeißen und dann davon ausgehen,
14:42 Magdalena Beilmann: dass alle dieselben Schlüsse ziehen.
14:45 Benjamin Wüstenhagen: Was ich auch spannend finde, wenn wir darüber sprechen und irgendwie die Zahlen können anders wirken, ein Dashboard kann anders wirken.
14:53 Benjamin Wüstenhagen: Jetzt können wir auch mittlerweile
14:55 Benjamin Wüstenhagen: uns Dinge erlauben,
14:57 Benjamin Wüstenhagen: die Spaß machen
14:59 Benjamin Wüstenhagen: und dennoch Dinge anders erlebbar machen. Also schönes Beispiel,
15:03 Benjamin Wüstenhagen: wir hatten unser Dashboard und ich fand's irgendwie langweilig.
15:07 Benjamin Wüstenhagen: Danke. Ja und wollte ein bisschen Abwechslung reinbringen und hatte die schöne Idee, dass alle paar Minuten ein kleines Tierchen von der Seite reinkommen sollte.
15:15 Benjamin Wüstenhagen: Und es hat geklappt.
15:16 Magdalena Beilmann: Top. Nicht nur das, wir haben auch verschiedene Modi.
15:20 Magdalena Beilmann: Die kennt aber vielleicht unser Team noch nicht, deswegen dürfen wir die Codewörter jetzt nicht verraten, Okay. Damit es ein Überraschungseffekt bleibt. Ja. Aber es gibt zum Beispiel einen gar keinen Modus,
15:29 Magdalena Beilmann: falls jemand mal Lust auf Feiern hat, wer hat da. Aber es ist halt...
15:35 Benjamin Wüstenhagen: Ja, sind lustige Features dank dir im Cockpit in implementiert worden. Vielen Dank dafür. Ich möchte, wenn ich den die Zahlen im Cockpit sehe, möchte ich ja auch meinen Spaß haben. Mhm. Und dann kann man ja beispielsweise auch so den den Progress darstellen in der Länge der Kloschlange
15:49 Benjamin Wüstenhagen: beim Berghain. Ich kenn das Berghain Club in Berlin.
15:52 Benjamin Wüstenhagen: Wenn man da reinkommt, freut man sich, steht man oft schon sehr lange an und dann will man aufs Klo und dann muss man auch mal sehr länger anstehen.
16:00 Warum KI mehr Abstimmung erfordert als früher
16:00 Magdalena Beilmann: Und das müssen wir natürlich abbilden Richtig. In unserem Dashboard. Ja, danke KI.
16:05 Benjamin Wüstenhagen: Schönen Tokens verbrannt, einen Bergkernmodus zu haben. Deswegen ist dein Weekly Limit immer aufgebraucht. Ja, das kann nicht sein.
16:15 Benjamin Wüstenhagen: 2. Oder zweiten Aspekt, den ich den ich spannend fand jetzt in der Vorbereitung, also zum einen dieses
16:22 Benjamin Wüstenhagen: eigentlich ein Stück weit Zurückgehen,
16:23 Benjamin Wüstenhagen: nicht mehr also schon sehr geplant Vorgehen, sich stärker überlegen, was will ich eigentlich? Weil einfach ich mit KI sofort alles rausrotzen kann
16:32 Benjamin Wüstenhagen: und im Zweifel nur voll sloppe.
16:37 Benjamin Wüstenhagen: Parallel
16:40 Benjamin Wüstenhagen: braucht es jetzt auch noch mehr Abstimmung als vorher, hab ich das Gefühl.
16:44 Benjamin Wüstenhagen: Denn
16:46 Benjamin Wüstenhagen: ich hab jetzt oft Dinge, die ich nicht mehr alleine baue, sondern die wir irgendwie kollaborativ mit verschiedenen Menschen im Team weiterentwickeln.
16:54 Benjamin Wüstenhagen: Und auch da merke ich, dass KI jetzt Dinge erfordert, die man vorher in der Org nicht so hatte.
17:00 Benjamin Wüstenhagen: Denn da,
17:01 Benjamin Wüstenhagen: wenn man jetzt nicht grade Entwickler war und sowieso schon in GitHub gearbeitet hat, gab es einfach viele Dinge,
17:06 Benjamin Wüstenhagen: an denen ich sozusagen erst gearbeitet habe und das dann übergeben hab. Und dann der Nächste dran gearbeitet und dann hat man's wieder zurück übergeben. Das war eher sequenziell
17:14 Benjamin Wüstenhagen: und nicht parallel. Mhm.
17:17 Benjamin Wüstenhagen: Jetzt seh ich aber immer öfter, dass wir,
17:19 Benjamin Wüstenhagen: ohne es zu wissen, parallel an Dingen arbeiten. Ja.
17:24 Magdalena Beilmann: Das ist korrekt. Das ist ja schön, dass GitHub sonen Report das ermöglicht manchmal.
17:30 Magdalena Beilmann: Erschwert das Dinge allerdings auch, weil wir eventuell dieselbe Idee haben oder ähnliche Ideen und uns in die Quere kommen gegenseitig.
17:37 Benjamin Wüstenhagen: Also es braucht schon auch noch ein bisschen Abstimmung. Also es gibt Menschen, die bessere oder ähnliche Ideen haben wie Du? Das ist doch erstaunlich.
17:48 Benjamin Wüstenhagen: Hast Du ein Beispiel?
17:51 Magdalena Beilmann: Na ja, also
17:52 Magdalena Beilmann: sowohl das Cockpit als auch bei unserer Webseite haben wir's beispielsweise erlebt,
17:57 Magdalena Beilmann: dass wir gleichzeitig an Dingen gearbeitet haben und
18:02 Magdalena Beilmann: uns teilweise auch einfach dann die Arbeit verzögert haben gegenseitig.
18:07 Magdalena Beilmann: Mittlerweile
18:08 Magdalena Beilmann: weiß man Claude schon recht genau Bescheid, ich muss gar nix mehr sagen.
18:12 Magdalena Beilmann: Claude schaut erst mal, ob Du zufällig grade dran arbeitest
18:17 Magdalena Beilmann: und empfiehlt mir dann eventuell, grad kurz was anderes zu machen, bis Du fertig bist.
18:22 Benjamin Wüstenhagen: Ja, auch das ist spannend, weil
18:26 Benjamin Wüstenhagen: auch hier kommt wieder eine Thematik rein, die es ohne KI so nicht gäbe,
18:31 Benjamin Wüstenhagen: denn vorher wär ich gar nicht in der Lage gewesen, gleichzeitig an solchen Themen zu arbeiten. Ja. Und auf einmal müssen wir uns als Team, als Organisation Fragen stellen,
18:39 Benjamin Wüstenhagen: die wir uns vorher nicht stellen mussten
18:41 Benjamin Wüstenhagen: und die jetzt Organisationen klären müssen, wenn sie halt KI ausmalen wollen.
18:45 Magdalena Beilmann: Definitiv. Vor allem wird's ja in anderen Organisationen wahrscheinlich
18:49 Magdalena Beilmann: noch mal ein größeres Thema sein, denn wir arbeiten in vielen Projekten
18:55 Magdalena Beilmann: zu zweit oder zu dritt mit relativ wenigen Menschen. Wenn das ein größeres Team ist, muss man darüber natürlich noch mal anders nachdenken.
19:03 Benjamin Wüstenhagen: Und auch das ist wiederum spannend, weil im Produktmanagement
19:06 Benjamin Wüstenhagen: gab's ja früher grade son Wasserfall
19:09 Benjamin Wüstenhagen: sehr lange Planungszyklen.
19:11 Benjamin Wüstenhagen: Man wusste relativ genau,
19:13 Benjamin Wüstenhagen: wann man was fertig haben wollte. Ich sag jetzt extra wollte, weil oft wurd's dann halt trotzdem nicht fertig.
19:18 Benjamin Wüstenhagen: Und hatte halt definierte Gates und Übergaben und so weiter. Und dann
19:22 Benjamin Wüstenhagen: hätt ich mich jetzt vor' Jahr gefragt, hätt ich gesagt, eigentlich ist ein ist alles, was eine Roadmap ist tot,
19:28 Benjamin Wüstenhagen: ja, weil ich so schnell arbeiten kann, dass es gar nicht mehr lohnt zu planen, was ich in 3 Monaten mache, weil wo knows, wie die Welt dann aussieht?
19:35 Benjamin Wüstenhagen: Und jetzt kommt es aber wiederum an die Grenze, weil ich möcht ja auf der einen Seite auf Zuruf schnell sein.
19:41 Benjamin Wüstenhagen: Auf der anderen Seite muss ich aber auch den aktuellen Zustand kennen.
19:44 Benjamin Wüstenhagen: Und bei dir ist es dann dein Claude, der sagt, nee, Benjamin macht da grade was.
19:51 Benjamin Wüstenhagen: Also auch da braucht's dann irgendwie neue Rituale und und und und neue Abstimmungen und schlägt dann doch wieder das allseits gehasste Daily Stand up.
19:58 Magdalena Beilmann: Eventuell,
19:59 KI-Chaos aufräumen und Ordnung schaffen
19:59 Magdalena Beilmann: ja.
20:03 Magdalena Beilmann: Was es auch braucht meiner Meinung nach, ist öfter zu hinterfragen,
20:07 Magdalena Beilmann: wie lange braucht man bestimmte Dinge und welche
20:10 Magdalena Beilmann: KI Ergebnisse können eventuell auch wieder
20:13 Magdalena Beilmann: aufgeräumt werden?
20:15 Magdalena Beilmann: Denn das ist mir auch aufgefallen, dadurch, dass wir so schnell produzieren können,
20:21 Magdalena Beilmann: entsteht Chaos.
20:23 Magdalena Beilmann: Ja. Also Cockpit ist jetzt zum Beispiel son schönes Beispiel. Es werden immer mehr Tabs und es kommt beispielsweise
20:28 Magdalena Beilmann: son Tab dazu, wenn ein neuer Kurs startet.
20:31 Magdalena Beilmann: Der kann aber auch temporär sein. Ja. Es kann sein, dass wir den in 4 Wochen wieder abschalten,
20:36 Magdalena Beilmann: damit es nicht so ist
20:39 Magdalena Beilmann: und dann auch wieder son bisschen Ordnung schaffen. Und das ist mir in anderen Bereichen
20:43 Magdalena Beilmann: durchaus auch aufgefallen,
20:45 Magdalena Beilmann: dass wir
20:46 Magdalena Beilmann: sehr, sehr viel
20:48 Magdalena Beilmann: produzieren und an das Nächste denken und das Nächste und das Übernächste, aber
20:53 Magdalena Beilmann: nicht so oft zurückschauen.
20:55 Benjamin Wüstenhagen: Ja, ist spannend.
20:57 Benjamin Wüstenhagen: Es gibt ja oftmals so ein oder
20:59 Benjamin Wüstenhagen: Bürokratieabbau,
21:00 Benjamin Wüstenhagen: das geflügelte Wort, ja. Jetzt stehen viele Wahlen an und wahrscheinlich findet's mal wieder überall im Verbalprogramm.
21:06 Benjamin Wüstenhagen: Und da gibt's ja auch mal eine Idee, dass man sagt, hey, generell sind neue Verordnungen nur eine bestimmte Zeit gültig.
21:12 Benjamin Wüstenhagen: Und nach dieser Zeit schaut man drauf, ob das jetzt noch sinnvoll ist oder nicht. Vielleicht ist es auch so mit so selbst gebauten Systemen und oder Artefakten. Jetzt jetzt kann man ja in ChatGPT oder auch im Claude oder wo auch immer, vielleicht auch im CoPilot sich relativ schnell so sogenannte Artefakte bauen lassen. Mhm. Also HTML Dateien oder andere Dateien. Und ich hab mittlerweile, ich hab immer 150.000 Tabs offen. Und jetzt hab ich eine eigene Instanz im Browser, wo ich diese ganzen Artefakte offen habe, weil's mir noch keinen guten Ort gibt,
21:40 Benjamin Wüstenhagen: wo ich die sonst sortieren kann.
21:42 Magdalena Beilmann: Ja, die können zum Beispiel im Drive abgelegt werden.
21:45 Benjamin Wüstenhagen: Kann ich empfehlen. Ich hab da ein Ordner mit ganz vielen Artefakten, die ich mir nie wieder anschaue, eigentlich. Ja, musst die runterladen und dann wieder hochladen. Das wär auch doof. Ja, aber auch das, wieder spannend, ne.
21:55 Benjamin Wüstenhagen: Man musste sich mit dem Thema vor Monaten nicht beschäftigen, weil es es nicht gab. Mittlerweile gibt's das. Das Ding produziert ungefragt teilweise Artefakte oder Diagramme oder whatever.
22:04 Benjamin Wüstenhagen: Ja, aber sie sind halt sozusagen Bergmail Views. Ich hab sie jetzt einmal. Vielleicht wär's sinnvoll, noch mal draufzuschauen, aber bisher mach ich's gar nicht. Ja, vielleicht wär's auch sinnvoller, gar nicht so viele
22:14 Magdalena Beilmann: Artefakte erstellen zu lassen, sondern dann eher mit...
22:18 Magdalena Beilmann: Gut, ich bin jetzt nicht unbedingt ein MD Fan, aber irgendeiner
22:22 Magdalena Beilmann: Art von
22:23 Magdalena Beilmann: Du bist Dokumentation.
22:24 Benjamin Wüstenhagen: Meinst Du mit MD Fan? Mark down. Was ist ein Mark down?
22:29 Magdalena Beilmann: Also es ist sone schöne, unformatierte
22:32 Magdalena Beilmann: Textdatei,
22:33 Magdalena Beilmann: die wunderbar
22:35 Magdalena Beilmann: von KI aus gelesen werden kann. Ja. Und deswegen sehr gern erstellt wird automatisch von
22:41 Magdalena Beilmann: Claude und wahrscheinlich auch anderen KIs.
22:43 Magdalena Beilmann: Dass ich hier immer sone Schleichwerbung mache, ich bin großer Claude Fan.
22:47 Magdalena Beilmann: Und
22:49 Magdalena Beilmann: ich ich bin kein Fan vom Design, aber immerhin kann das weiterverwendet werden, weil's auf' Repo abgelegt werden kann und dann von allen anderen KIs auch wieder super ausgelesen wird.
23:00 Benjamin Wüstenhagen: Also da sagst Du, okay, da hast Du sonen Zustand, den Du festschreibst.
23:05 Benjamin Wüstenhagen: Und weil wenn dieser Zustand festgeschrieben ist, dann wird füreinander sichtbar, wo man grade steht. Richtig, weil das dann auch wieder kommentiert
23:13 Triviale vs. nicht-triviale Maschinen in der Organisation
23:13 Magdalena Beilmann: werden kann in' Repo oder bearbeitet werden kann. Das ist eben kein feststehendes,
23:19 Magdalena Beilmann: weiß ich nicht, PDF Dokument, was irgendwo in' Drive verschimmelt.
23:23 Magdalena Beilmann: Der ist Oder hinreichend. Trivialen
23:25 Benjamin Wüstenhagen: und nicht trivialen Maschinen.
23:28 Benjamin Wüstenhagen: Ja, wir haben ja erst ein von Förstern, toller Kybernetiker, der hat immer beschrieben, was sind triviale und nicht triviale Maschinen? Und triviale Maschinen sind wie sone Kaffeemaschine.
23:35 Benjamin Wüstenhagen: Ich drück drauf, ein Kaffee kommt raus. Mhm. Und nicht triviale Maschinen sind
23:41 Benjamin Wüstenhagen: Maschinen, bei denen ein Zustand
23:43 Benjamin Wüstenhagen: verschiedene Dinge erzeugen kann.
23:45 Magdalena Beilmann: Auch ein Cappuccino?
23:47 Benjamin Wüstenhagen: Ja, zum Beispiel. Ich drück drauf und es kommt ein Cappuccino drauf. Ja.
23:51 Magdalena Beilmann: Wunderbar.
23:54 Benjamin Wüstenhagen: Okay. Wie würdest Du das übersetzen, mein mein Kaffeemaschinenbild
23:58 Benjamin Wüstenhagen: in deiner in MD File? Also brauchen wir quasi son sone Art MD File für jeden Menschen, der grade mit KI arbeitet,
24:05 Benjamin Wüstenhagen: anschlussfähig zu bleiben?
24:09 Magdalena Beilmann: Das ist eine spannende Frage.
24:11 Magdalena Beilmann: Also ich glaube,
24:13 Magdalena Beilmann: wir müssen uns einfach
24:15 Magdalena Beilmann: selbstbewusst sein,
24:17 Magdalena Beilmann: woran
24:18 Magdalena Beilmann: arbeiten wir grade?
24:20 Magdalena Beilmann: Was wollen wir damit erreichen?
24:23 Magdalena Beilmann: Was wollen wir verändern und was wollen wir auch bewusst eventuell
24:27 Magdalena Beilmann: unangetastet
24:28 Magdalena Beilmann: lassen?
24:31 Magdalena Beilmann: Und ob's dafür einen Defi braucht oder nicht, das ist jedem selbst überlassen. Aber ich glaube, das das sind so Fragen, die man selbst immer wieder im Kopf durchgehen muss.
24:44 Benjamin Wüstenhagen: Wenn Du jetzt son paar Regeln aufstellen
24:47 Benjamin Wüstenhagen: wollen solltest
24:49 Benjamin Wüstenhagen: für uns als Org,
24:52 Benjamin Wüstenhagen: Wir wollen alle weiter mit KI arbeiten, wir wollen alle schnell sein, wir wollen alle Artefakte produzieren, wir wollen alle Code chippen. Was sollten wir beachten?
25:01 Magdalena Beilmann: Ich es fällt mir ein bisschen schwer, allgemeingültige
25:04 Magdalena Beilmann: Regeln aufzusetzen, weil ich jeden Bereich
25:08 Magdalena Beilmann: ein bisschen anders behandeln würde. Mhm. Je nachdem, ob beispielsweise was nach außen an die Kunden geht oder
25:14 Magdalena Beilmann: unsere Code Basis unserer
25:16 Magdalena Beilmann: App betrifft.
25:18 Magdalena Beilmann: Gibt's da
25:20 Magdalena Beilmann: strengere Regeln, Guardrails, die beachtet werden müssen.
25:23 Magdalena Beilmann: Aber grundsätzlich
25:26 Magdalena Beilmann: braucht's meiner Meinung nach
25:28 Magdalena Beilmann: Abstimmungsbedarf
25:30 Magdalena Beilmann: im Team. Also im Team
25:31 Magdalena Beilmann: im Team muss sich drauf geeinigt werden, wie wollen wir mit KI arbeiten?
25:35 Magdalena Beilmann: Wer braucht was?
25:37 Magdalena Beilmann: Wie stimmen wir uns am besten ab
25:39 Magdalena Beilmann: bezüglich,
25:40 Magdalena Beilmann: dass wir uns nicht gegenseitig in die Quere kommen, den Punkt, den wir vorhin hatten? Ja.
25:44 Magdalena Beilmann: Was braucht's eventuell für Termine dafür, wie zum Beispiel vorgeschlagen die Daily Stand ups?
25:49 Magdalena Beilmann: Also
25:50 Magdalena Beilmann: letztendlich für mich das Wichtigste,
25:53 Magdalena Beilmann: Kommunikation
25:54 Magdalena Beilmann: und die richtigen Regeln pro Bereich, in dem mit KI gearbeitet wird.
25:57 Benjamin Wüstenhagen: Ja, und das hab ich auch hinzufügen.
25:58 Regeln für die KI-Nutzung im Team
26:01 Benjamin Wüstenhagen: Grad wenn jetzt mit KI viel produziert wird, viel Text produziert wird, Analysen produziert werden,
26:06 Benjamin Wüstenhagen: würd ich immer dazu sagen, der Adressat
26:09 Benjamin Wüstenhagen: und die erwartete Redaktion.
26:11 Benjamin Wüstenhagen: Reaktionen
26:12 Benjamin Wüstenhagen: sollten dabei sein,
26:13 Benjamin Wüstenhagen: ja? An wen geht das grade und was erwarte ich? Was soll zurückkommen?
26:17 Benjamin Wüstenhagen: Und vor jeder Analyse oder auch jedem
26:21 Benjamin Wüstenhagen: jedem Paper, was ich erstelle, sollte ich mir die Frage stellen, was ist was ist die konkrete Frage, die ich damit beantworten will?
26:28 Benjamin Wüstenhagen: Oder welche Entscheidung will ich auf Grundlage dessen treffen?
26:32 Magdalena Beilmann: Ja, und ich möcht noch ergänzen, dass der Mensch, der
26:36 Magdalena Beilmann: irgendeine Art von KI
26:38 Magdalena Beilmann: Ergebnis Output raussendet,
26:41 Magdalena Beilmann: selbst weiß,
26:42 Magdalena Beilmann: was dieses Ergebnis beinhaltet.
26:44 Magdalena Beilmann: Denn es ist sehr verlockend,
26:46 Magdalena Beilmann: dass KI mittlerweile
26:48 Magdalena Beilmann: Nachrichten versenden kann Fast so ein Wunder. Ohne dass man sie selbst liest. Keine Ahnung, was Du hier meinst.
26:55 Magdalena Beilmann: Ich schau auch niemanden an. Ja,
26:58 Magdalena Beilmann: es wär schon schön,
27:00 Benjamin Wüstenhagen: wenn man da noch mal so kurz quer liest und weiß, was man da eigentlich raussendet. Was mir tatsächlich letztens passiert, da hab ich mit Codex gearbeitet. Das ist ein Produkt von ChatGPT.
27:10 Benjamin Wüstenhagen: Und das Ding hat an dich in dem Fall einfach Nachrichten versendet, ohne dass ich das wusste. Mhm.
27:17 Magdalena Beilmann: Ist mir aufgefallen. Ist
27:19 Benjamin Wüstenhagen: auch nicht erst einmal passiert, wenn wir ehrlich sind. Ja, und da sind wir dann wieder bei der Folge 68.
27:24 Benjamin Wüstenhagen: Dennoch ist das dann eben nicht Codex, sondern dann bin ich das, denn ich bin ja die Person dahinter. Richtig. Und Du hast ja
27:31 Magdalena Beilmann: irgendwie irgendwo
27:33 Magdalena Beilmann: freigegeben,
27:34 Magdalena Beilmann: dass Codex das machen darf. Ja. Auch wenn's unbewusst war. Also was ich, glaub ich, mitgeben
27:39 Fazit: Die Organisationsform muss mit der KI mitziehen
27:39 Benjamin Wüstenhagen: kann aus aus unserer Sicht oder aus meiner Sicht, brauchst Du eben jetzt keine monatliche Vorabplanung. Dass
27:44 Benjamin Wüstenhagen: Dass wir jetzt sagen, nee, wir müssen jetzt so ans ins harte Projektmanagement
27:47 Benjamin Wüstenhagen: und irgendwie zurück zum Wasserfall.
27:49 Benjamin Wüstenhagen: Aber es braucht schon kleine verbindliche Übergabepunkte,
27:52 Benjamin Wüstenhagen: damit ich als Organisation
27:54 Benjamin Wüstenhagen: eben nicht nur als Individuum, sondern auch als Organisation effektiv und effizient mit KI arbeiten kann. Und dann, wenn ich das hinbekomme, dann ermöglicht es natürlich Dinge, die ich vorher nicht konnte.
28:04 Magdalena Beilmann: Ja. Letztendlich
28:07 Magdalena Beilmann: sind wir auch eine
28:09 Magdalena Beilmann: lernende Organisation,
28:11 Magdalena Beilmann: ein lernendes Team
28:13 Magdalena Beilmann: und grade
28:15 Magdalena Beilmann: in dieser Phase zu sammeln, was braucht es, damit das Team
28:20 Magdalena Beilmann: wirklich sinnvoll gemeinsam KI einsetzen
28:22 Magdalena Beilmann: KI einsetzen kann.
28:24 Benjamin Wüstenhagen: Ja.
28:25 Benjamin Wüstenhagen: Die Arbeit wird billig,
28:27 Benjamin Wüstenhagen: aber die Organisationsform
28:29 Benjamin Wüstenhagen: muss mitziehen Ja. Und muss sich weiterentwickeln.
28:32 Magdalena Beilmann: Und das passiert nicht automatisch.
28:34 Benjamin Wüstenhagen: Wir hatten bei der letzten vorletzten
28:36 Benjamin Wüstenhagen: Folge einige interessante Kommentare und auch Feedbacks,
28:39 Benjamin Wüstenhagen: dass es einigen auch so geht in ihrer Org.
28:42 Benjamin Wüstenhagen: Wenn ihr da
28:43 Benjamin Wüstenhagen: Ideen habt, wenn ihr selber Erfahrungen gesammelt habt, freuen wir uns natürlich dadrüber.
28:47 Benjamin Wüstenhagen: Sprechen gerne dadrüber, wenn euch das hier gefallen hat.
28:50 Benjamin Wüstenhagen: Versendet's an Freunde, sprecht drüber, lasst ein Like da, abonniert den Kanal, egal wo. Das freut uns sehr und motiviert uns,
28:58 Benjamin Wüstenhagen: immer wieder hier ins Studio zu gehen.
29:00 Magdalena Beilmann: Wir sehen uns in der nächsten Folge.
29:02 Co-Intelligence ist eine Produktion von thekey Academy in Zusammenarbeit mit SnipKI,
29:07 produziert im Constellation Studio in Berlin. Redaktion und Moderation Benjamin Wüstenhagen,
29:13 Moritz Heininger.
29:14 Und ich, ich bin eine KI, falls ihr das nicht schon längst erraten habt. Einfach nur eine Stimme aus dem Algorithmus.
29:19 Aber hey, immerhin eine mit gutem Timing. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, abonniert diesen Podcast, keine Folge zu verpassen. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.